10 Fragen · Orientierung

All-on-4 Eignungs-Check

Kommen feste Zähne auf vier Implantaten für Sie in Frage? Eine erste Einschätzung in zwei Minuten.

Zehn kurze Fragen zu Ihrer Situation und Gesundheit. Danach sehen Sie, ob feste Zähne auf Implantaten nach dem All-on-4-Konzept grundsätzlich in Frage kommen, was vorher abgeklärt werden sollte – oder ob eine andere Lösung besser passt.

Wie ist Ihre Situation im betroffenen Kiefer?
Welcher Kiefer ist betroffen?
Was wünschen Sie sich?
Rauchen Sie?
Haben Sie Diabetes?
Nehmen oder nahmen Sie Bisphosphonate oder Denosumab?

Medikamente gegen Osteoporose oder Knochenmetastasen, z. B. Alendronat, Zoledronat, Prolia® oder Xgeva® – als Tablette, Infusion oder Spritze.

Wurden Sie im Kopf- oder Halsbereich bestrahlt?

Zum Beispiel im Rahmen einer Tumorbehandlung.

Nehmen Sie blutverdünnende Medikamente?

Zum Beispiel ASS, Clopidogrel, Marcumar® oder neuere Gerinnungshemmer wie Apixaban oder Rivaroxaban.

Haben Sie eine unbehandelte Zahnfleischentzündung oder Parodontitis?

Typische Zeichen: Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang, lockere Zähne.

Wurde Ihnen schon gesagt, dass für Implantate zu wenig Knochen vorhanden ist?

Zum Beispiel bei einer früheren Beratung.

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Ihre Einschätzung

Beantworten Sie alle Fragen, dann sehen Sie hier Ihre Einschätzung.

Der Check ist eine unverbindliche Orientierungshilfe und keine medizinische Freigabe oder Diagnose.

Für wen ist All-on-4 geeignet?

Beim All-on-4-Konzept trägt eine feste Brücke auf vier (oder sechs) Implantaten einen ganzen Kiefer. Die hinteren Implantate werden schräg gesetzt, um vorhandenen Knochen bestmöglich zu nutzen – so ist häufig kein Knochenaufbau nötig. Gute Voraussetzungen haben Menschen, die im Ober- oder Unterkiefer zahnlos sind und mit ihrer Prothese nicht zurechtkommen, oder deren verbliebene Zähne durch Parodontitis gelockert oder so stark zerstört sind, dass sie sich nicht mehr erhalten lassen.

Ausführlich erklären wir das Konzept auf der Seite Feste Zähne an einem Tag.

Was vorher abgeklärt werden sollte

Einige Faktoren schließen All-on-4 nicht grundsätzlich aus, erhöhen aber das Risiko oder verändern den Ablauf:

  • Rauchen – Implantate gehen bei Rauchern häufiger verloren (systematische Übersichtsarbeiten mit über 100.000 Implantaten).
  • Diabetes – kein Ausschlussgrund bei guter Einstellung; bei schlechter Einstellung soll die Sofortbelastung laut S3-Leitlinie kritisch geprüft werden.
  • Bisphosphonate oder Denosumab – individuelle Risikoabwägung wegen möglicher Kiefernekrose (S3-Leitlinie, 2026).
  • Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich – Implantate möglich, aber keine prothetische Belastung vor drei Monaten (S3-Leitlinie).
  • Blutverdünner – Vorgehen wird mit Hausarzt oder Kardiologin abgestimmt.
  • Unbehandelte Parodontitis – wird vor der Implantation behandelt.

Warum der Check keine Untersuchung ersetzt

Ob All-on-4 bei Ihnen möglich ist, hängt vor allem von Knochenhöhe und -breite, der Lage von Kieferhöhle und Unterkiefernerv und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Das zeigt erst die Untersuchung mit dreidimensionaler Röntgenaufnahme (DVT). Der Check hilft Ihnen, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten.

Häufige Fragen

Ist All-on-4 auch bei Diabetes möglich?

Ja, bei gut eingestelltem Diabetes ist Diabetes kein Ausschlussgrund. Die S3-Leitlinie empfiehlt, die Blutzuckereinstellung vorab zu kennen und eine Sofortbelastung bei schlecht eingestelltem Diabetes kritisch zu prüfen.

Kann ich als Raucher All-on-4 bekommen?

Rauchen schließt Implantate nicht grundsätzlich aus, erhöht aber das Risiko für Implantatverlust und Entzündungen. Eine Rauchpause rund um die Operation oder der Rauchstopp verbessern die Chancen.

Brauche ich für All-on-4 einen Knochenaufbau?

Häufig nicht, weil die hinteren Implantate schräg gesetzt werden. Bei sehr starkem Knochenschwund, vor allem im Oberkiefer, kann in Einzelfällen trotzdem ein Knochenaufbau oder eine andere Lösung nötig sein.

Geht All-on-4 auch unter Bisphosphonaten?

Das hängt vom Einzelfall ab: von der Grunderkrankung (z. B. Osteoporose oder Tumor), dem Wirkstoff, der Dosis und der Dauer. Die S3-Leitlinie verlangt eine individuelle Abwägung des Kiefernekrose-Risikos.

Muss ich Blutverdünner vor der Operation absetzen?

Nicht eigenmächtig. Ob und wie die Medikamente angepasst werden, legen Zahnärztin und Hausarzt bzw. Kardiologin gemeinsam fest.

Was passiert nach dem Check?

In einem Beratungstermin untersuchen wir Sie, fertigen eine 3D-Röntgenaufnahme an und besprechen, ob All-on-4 oder eine andere Lösung für Sie am besten passt.

Quellen