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Kariesbehandlung München — Schonende Kariesentfernung & Zahnfüllungen | Dr. Dickel

Karies ist eine der häufigsten Zahnerkrankungen. Mit modernen Behandlungsmethoden und hochwertigen Materialien behandeln wir Karies schonend und nachhaltig, um Ihre Zähne langfristig zu erhalten.

Was ist Karies? — Ursachen und Früherkennung

Karies ist die häufigste Zahnerkrankung weltweit — und dennoch fast vollständig vermeidbar. Um Karies wirklich zu verstehen, lohnt es sich, die Entstehung Schritt für Schritt zu betrachten: Unser Mund beherbergt Milliarden von Bakterien, darunter kariogene Keime wie Streptococcus mutans. Diese Bakterien verstoffwechseln Zucker und Kohlenhydrate aus unserer Nahrung und produzieren dabei organische Säuren. Diese Säuren greifen die Mineralstruktur des Zahnschmelzes an — man spricht von Demineralisation.

Entscheidend ist das Gleichgewicht zwischen Demineralisation und Remineralisation: Unser Speichel enthält Kalzium, Phosphat und Fluorid und kann den angegriffenen Zahnschmelz in Ruhephasen wieder aufbauen. Wird dieses Gleichgewicht dauerhaft durch häufigen Zuckerkonsum, schlechte Mundhygiene oder zu wenig Fluorid gestört, setzt sich der Abbau durch — und Karies entsteht.

Der kritische Faktor ist die Zeit: Je länger Bakterien und Säuren ungestört am Zahnschmelz wirken können, desto tiefer dringt die Karies vor. Deshalb ist Früherkennung so entscheidend. Eine Karies im Anfangsstadium — die sogenannte Initialkaries — ist noch reversibel und kann ohne Bohren behandelt werden. Wartet man hingegen, bis der Zahn schmerzt, ist der Schaden oft bereits erheblich.

In unserer Zahnarztpraxis in München-Oberföhring setzen wir auf moderne Diagnostikverfahren, die Karies erkennen, lange bevor sie mit bloßem Auge sichtbar wird: Intraoralka­mera, digitales Röntgen mit 90 % weniger Strahlung und DIAGNOdent-Laserfluoreszenz. So schützen wir Ihre Zahnsubstanz — denn der beste Zahn ist der, den man nicht behandeln muss. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Vorsorge­termin unter 089 95760618.

Moderne Kariesdiagnostik — Intraorale Kamera, Zahnspiegel und Sonde auf sterilem Behandlungstablett
Früherkennung ist der Schlüssel — mit modernster Diagnostik erkennen wir Karies, bevor sie sichtbar wird.

Die vier Stadien der Karies

Karies ist keine plötzliche Erkrankung, sondern ein schleichender Prozess, der sich über Monate bis Jahre entwickelt. Das Verständnis der vier Stadien ist der Schlüssel zur richtigen Behandlungsentscheidung — und zum Verständnis, warum jeder Besuch beim Zahnarzt zählt.

Stadium 1: Initialkaries (White Spot)

Im ersten Stadium hat die Demineralisation begonnen, der Zahnschmelz ist aber noch intakt. Die betroffene Stelle erscheint als matt-weißlicher Fleck (White Spot) — für den Laien kaum erkennbar, für den erfahrenen Zahnarzt mit modernen Hilfsmitteln klar sichtbar. Das Entscheidende: Stadium 1 ist reversibel. Mit professioneller Fluoridierung, Icon-Infiltration (einem harzbasierten Verfahren ohne Bohrung) und optimierter Mundhygiene kann der Schmelz remineralisieren und die Karies stoppt vollständig. Kein Bohren, kein Füllen — nur gezielte Prävention.

Stadium 2: Schmelzkaries

Hat die Karies den Zahnschmelz durchdrungen, liegt Schmelzkaries vor. Der Patient spürt in der Regel noch nichts — Schmerz tritt erst auf, wenn die Karies die tiefer liegende Dentinschicht erreicht. Die Behandlung ist jedoch bereits invasiv: Das kariöse Gewebe muss minimalinvasiv entfernt und die Kavität mit einer kleinen Komposit­füllung (zahnfarbenes Kunststoffmaterial) verschlossen werden. Der Eingriff ist kurz, unter Lokalanästhesie schmerzfrei, und die Prognose ist sehr gut.

Stadium 3: Dentinkaries

Im dritten Stadium hat die Karies das Dentin erreicht — die weichere, empfindlichere Schicht unter dem Schmelz. Dentin leitet thermische und mechanische Reize besser weiter, deshalb berichten Patienten nun häufig über Empfindlichkeit bei süßen, kalten oder heißen Speisen. Je nach Ausdehnung der Kavität ist eine größere direkte Füllung oder ein im Labor gefertigtes Keramik-Inlay die optionale Lösung. Keramik-Inlays bieten bei großen Defekten im Seitenzahnbereich Vorteile in Haltbarkeit, Randpräzision und Ästhetik. Die Prognose ist weiterhin gut, wenn die Behandlung nicht weiter hinausgezögert wird.

Stadium 4: Pulpitis

Hat die Karies die Pulpa — das Nerven- und Gefäßgewebe im Inneren des Zahns — erreicht, spricht man von Pulpitis. Der Patient leidet häufig unter spontanen, starken Zahnschmerzen, die auch nachts auftreten können. Eine einfache Füllung reicht nicht mehr aus: Nun ist eine Wurzelbehandlung notwendig, um den Zahn zu erhalten. Trotz des aufwändigeren Eingriffs kann der Zahn in den meisten Fällen gerettet werden — doch der Aufwand, die Kosten und die Behandlungsdauer sind erheblich größer als in den frühen Stadien.

Die Kernbotschaft: Jedes Stadium, das man früher erkennt und behandelt, bedeutet weniger Substanzverlust, einfachere Behandlung, geringere Kosten und eine bessere Langzeitprognose. Warten kostet — in jeder Hinsicht.

Zahnmodell mit vier Kariesstadien — von der Initialkaries bis zur Pulpitis
Die vier Stadien der Karies — je früher erkannt, desto schonender die Behandlung.

Moderne Kariesdiagnostik

Die Qualität einer Kariesbehandlung beginnt nicht mit dem Bohrer, sondern mit der Diagnose. Je präziser und früher wir eine Karies erkennen, desto schonender kann die Behandlung ausfallen. In unserer Praxis in München-Oberföhring setzen wir auf ein mehrstufiges Diagnostikkonzept, das keine Karies übersieht — auch nicht die versteckten.

Intraoralkamera: Diese kleine Kamera erlaubt es, jeden Winkel des Mundraums in hochauflösender Qualität auf einem Monitor darzustellen. Patienten sehen in Echtzeit, was wir sehen — das schafft Transparenz, erleichtert das Verständnis des Befunds und fördert die gemeinsame Entscheidungsfindung. Verfärbungen, Randundichtigkeiten alter Füllungen und oberflächliche Kariesläsionen werden sofort sichtbar.

Digitales Röntgen: Das konventionelle Röntgenbild zeigt, was die Kamera nicht sehen kann: Karies zwischen den Zähnen (Approximalkaries), unterhalb von Füllungen (Sekundärkaries) und im Bereich der Zahnwurzel. Unser digitales Röntgensystem arbeitet mit bis zu 90 % weniger Strahlung als klassische Filmröntgenaufnahmen — bei gleichzeitig höherer Bildqualität. Die Aufnahmen stehen sofort auf dem Monitor zur Verfügung und können direkt mit dem Patienten besprochen werden.

DIAGNOdent — Laserfluoreszenz: Dieses Gerät entsendet einen Laserstrahl, der kariös verändertes Zahngewebe zum Fluoreszieren bringt. Das System gibt einen numerischen Wert aus, der die Kariestiefe objektiv quantifiziert. So können wir auch versteckte Karies in den Fissuren der Kauflächen oder in frühen Schmelzstadien zuverlässig aufdecken — zu einem Zeitpunkt, zu dem noch keine Kavität entstanden ist und eine minimalinvasive Behandlung oder sogar nur Prävention ausreicht.

Visuelle und taktile Inspektion: Die Grundlage jeder Diagnose bleibt die sorgfältige klinische Untersuchung: Spiegel, Sonde und das geschulte Auge des Zahnarztes. In Verbindung mit modernen Geräten entsteht ein lückenloses Bild des Zahnzustands — Basis für einen individuellen Behandlungsplan ohne Überversorgung und ohne übersehene Befunde.

Schonende Behandlung — Schritt für Schritt

Eine Kariesbehandlung muss nicht beängstigend sein. Mit moderner Anästhesie, schonenden Techniken und einem erfahrenen Team verläuft der Eingriff für die meisten Patienten völlig komfortabel. Hier erfahren Sie genau, was bei uns in der Praxis Schritt für Schritt passiert:

  1. Anästhesie: Bevor irgendetwas am Zahn geschieht, wird dieser vollständig betäubt. Wir verwenden Articain — eines der wirksamsten und verträglichsten Lokalanästhetika in der Zahnheilkunde. Patienten mit Zahnarztangst sprechen wir gerne auf ergänzende Entspannungsoptionen an; in Absprache sind auch bewusste Sedierung oder Lachgasbehandlung möglich. Sie entscheiden, wie entspannt Sie Ihre Behandlung erleben möchten.
  2. Minimalinvasive Kariesentfernung: Mit feinen rotierenden Instrumenten und in bestimmten Fällen auch mit Ultraschall oder Airflow wird ausschließlich das kariöse, bakteriell befallene Gewebe entfernt. Gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten — Minimalinvasivität ist für uns kein Marketingbegriff, sondern gelebte Behandlungsphilosophie. Je kleiner die entfernte Menge an Zahnsubstanz, desto stabiler und langlebiger ist der Zahn langfristig.
  3. Kavitätenpräparation: Die entstandene Höhle (Kavität) wird gereinigt, geformt und für die Aufnahme des Füllungsmaterials vorbereitet. Bei Kompositfüllungen wird die Dentinoberfläche mit einem Primer konditioniert, um eine dauerhafte chemische Haftung des Materials zu gewährleisten — die sogenannte Adhäsivtechnik.
  4. Füllung und Restauration: Das Komposit wird schichtweise in die Kavität eingebracht und mit jeder Lage durch eine LED-Polymerisationslampe ausgehärtet. Diese Schichttechnik reduziert Schrumpfungsstress und sichert optimale Materialeigenschaften. Bei größeren Defekten besprechen wir in diesem Schritt, ob ein Keramik-Inlay die bessere Langzeitlösung ist.
  5. Kontrolle und Politur: Nach dem Aushärten überprüfen wir den Biss mit Okklusionspapier — kein Hochpunkt, kein Druckgefühl. Die Füllung wird feinpoliert, bis sie sich nahtlos in die natürliche Zahnoberfläche einfügt. Am Ende verlassen Sie unsere Praxis mit einem rekonstruierten, funktionsfähigen Zahn — und einem guten Gefühl.

Haben Sie Fragen zur Behandlung oder möchten Sie sich vorab beraten lassen? Rufen Sie uns unter 089 95760618 an oder vereinbaren Sie bequem online einen Termin.

Instrumente für minimalinvasive Kariesbehandlung — Komposit-Spritze, LED-Polymerisationslampe und Kofferdam
Schonend und präzise — minimalinvasive Kariesentfernung mit modernsten Instrumenten.

Füllungsmaterialien im Vergleich

Welches Füllungsmaterial ist das richtige für Sie? Die Antwort hängt von der Größe des Defekts, der Position des Zahns, Ihren ästhetischen Wünschen und Ihrem Budget ab. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen sachlichen Überblick:

Material Ästhetik Haltbarkeit Biokompatibilität Kosten
Komposit Zahnfarben — sehr gut 8–12 Jahre Metallfrei — sehr gut Moderat (Seitenzahn: Eigenanteil)
Keramik-Inlay Höchste Ästhetik — unsichtbar 15–20+ Jahre Metallfrei — exzellent Premium (Privatleistung)
Glasionomer Akzeptabel — etwas opak 2–5 Jahre Fluoridabgabe — gut Günstig
Amalgam Silberfarben — sichtbar 10–15 Jahre Quecksilberhaltig — umstritten Kassenleistung

Hinweis zur EU-Amalgam-Regelung: Die Europäische Union hat die Verwendung von Dentalamalgam schrittweise eingeschränkt. Ab 2025 ist Amalgam in der EU weitgehend verboten; Ausnahmen bestehen nur in medizinisch begründeten Einzelfällen. Amalgam-Füllungen werden somit keine Option mehr sein — zahnfarbene Alternativen wie Komposit und Keramik-Inlays sind die Zukunft der Zahnfüllung.

In unserer Beratung empfehlen wir Ihnen das Material, das klinisch, ästhetisch und wirtschaftlich am besten zu Ihrer Situation passt — ohne Standardlösungen, ohne Über­versorgung.

Füllungsmaterialien im Vergleich — Komposit-Kapseln, Keramik-Inlay-Muster, Glasionomer und Farbskala
Die richtige Wahl — vom bewährten Komposit bis zum Premium-Keramik-Inlay.

Kosten & Kassenleistung

Die Kostenfrage rund um die Kariesbehandlung ist für viele Patienten undurchsichtig. Hier finden Sie eine klare Übersicht, was die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt — und wo ein Eigenanteil entsteht.

Frontzähne: Komposit-Füllungen an sichtbaren Frontzähnen (Schneidezähne, Eckzähne) sind GKV-Regelversorgung. Die Kasse übernimmt die Kosten vollständig — Sie zahlen nichts.

Seitenzähne: Die GKV zahlt für Seitenzähne die günstigere Variante (Amalgam-Äquivalent). Wählen Sie eine ästhetisch hochwertigere, zahnfarbene Komposit-Füllung, fällt ein Eigenanteil von ca. 80–200 € an. Die genaue Höhe hängt von der Anzahl der Flächen und dem Aufwand ab.

Keramik-Inlays: Laborgefertigte Keramik-Inlays sind eine Privatleistung. Die GKV zahlt den Festzuschuss für die Regelversorgung — der Mehraufwand für das Inlay wird privat abgerechnet. Mit einem lückenlosen Bonusheft erhöht sich Ihr Festzuschuss um bis zu 30 %.

Fissurenversiegelung: Für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren übernimmt die GKV die prophylaktische Versiegelung der Fissuren an bleibenden Seitenzähnen vollständig. Diese Maßnahme reduziert das Kariesrisiko erheblich — und ist eine der kosteneffektivsten Präventionsleistungen überhaupt.

Private Krankenversicherung: Privatpatienten werden je nach Tarif zu 50–100 % erstattet — häufig auch für hochwertige Materialien und Keramik-Inlays. Wir erstellen Ihnen auf Wunsch einen detaillierten Heil- und Kostenplan zur Vorabgenehmigung.

Finanzierung: Für größere Behandlungen bieten wir Ratenzahlung und individuelle Finanzierungslösungen an. Sprechen Sie unser Praxisteam gerne unter 089 95760618 an — wir finden gemeinsam eine Lösung.

Karies vorbeugen — So schützen Sie Ihre Zähne

Die wirksamste Kariesbehandlung ist die, die gar nicht erst notwendig wird. Prävention ist mehr als ein guter Ratschlag — sie ist ein bewiesenes System. Hier sind die Bausteine einer effektiven Kariesvorsorge:

Fluorid — der wichtigste Schutzfaktor: Fluorid härtet den Zahnschmelz und hemmt den Stoffwechsel kariogener Bakterien. Zweimal täglich Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta (1.000–1.450 ppm für Erwachsene) ist die Grundlage. Ergänzend bieten wir in der Praxis professionelle Fluoridlacke an, die konzentriert direkt auf die Zahnoberflächen aufgetragen werden und den Schutz deutlich verstärken.

Fissurenversiegelung: Die tiefen Rillen (Fissuren) auf den Kauflächen der Seitenzähne sind schwer zu reinigen und hochgradig kariesgefährdet. Eine professionelle Versiegelung dieser Fissuren mit einem Kunststoff­lack schützt zuverlässig vor Karies — besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die GKV übernimmt die Kosten für permanente Seitenzähne von 6 bis 17 Jahren.

Ernährung — Zucker reduzieren: Nicht die Menge des Zuckers ist entscheidend, sondern die Häufigkeit. Häufige Zufuhr von Zucker und fermentierbaren Kohlenhydraten über den Tag verteilt hält den pH-Wert im Mund dauerhaft niedrig und lässt dem Speichel keine Zeit zur Remineralisation. Wasser und ungesüßte Tees als Getränke, keine Zwischenmahlzeiten mit süßen Speisen — das genügt oft schon, um das Kariesrisiko erheblich zu senken.

Putztechnik: Zweimal täglich mindestens zwei Minuten Zähneputzen — systematisch, nicht zu fest, mit einer weichen Zahnbürste. Die modifizierte Bass-Technik reinigt besonders effektiv entlang des Zahnfleischrands, wo Karies und Parodontitis entstehen. Elektrische Zahnbürsten können die Reinigungsleistung bei richtiger Anwendung verbessern.

Interdentalreinigung: Zwischen den Zähnen arbeitet die Zahnbürste kaum. Zahnseide oder Interdentalbürsten sollten täglich eingesetzt werden — sie entfernen den Biofilm, der dort Approximalkaries verursacht.

Professionelle Zahnreinigung: Alle 6 bis 12 Monate empfehlen wir eine professionelle Zahnreinigung in unserer Praxis. Die PZR entfernt mineralisierte Beläge (Zahnstein) und subgingivale Ablagerungen, die häusliche Pflege nicht erreichen kann — und sie gibt uns die Möglichkeit, Ihren Zahnstatus regelmäßig zu kontrollieren und Karies im Frühstadium zu erkennen.

Karies-Vorbeugung — Fluoridlack, Fissurenversiegelung, Interdentalbürsten und weiche Zahnbürste
Vorbeugen ist besser als Bohren — mit der richtigen Pflege bleibt Karies keine Chance.

Häufige Fragen zur Kariesbehandlung

Tut eine Kariesbehandlung weh?

Nein — mit moderner Lokalanästhesie ist die Behandlung vollständig schmerzfrei. Wir betäuben den betroffenen Zahn vor jedem Eingriff, sodass Sie während der Behandlung nichts spüren. Nach dem Abklingen der Betäubung kann der Zahn für ein bis zwei Tage leicht empfindlich sein — das ist normal und klingt ohne weitere Maßnahmen ab. Patienten mit Zahnarztangst sprechen wir gerne auf Entspannungsoptionen an.

Kann Karies von alleine weggehen?

Initialkaries (White Spot, Stadium 1) kann tatsächlich durch Remineralisation zum Stillstand gebracht und teilweise rückgängig gemacht werden — mit professioneller Fluoridierung, Icon-Infiltration und optimierter Mundhygiene. Sobald jedoch eine Kavität entstanden ist (ab Stadium 2), ist eine Füllung unausweichlich: Kavitäten heilen nicht von selbst. Je früher der Zahnarzt eingreift, desto kleiner die Füllung und desto besser die Prognose.

Wie lange dauert eine Kariesbehandlung?

Eine einfache Kompositfüllung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten — je nach Größe und Position des Defekts. Keramik-Inlays erfordern zwei Sitzungen (Präparation und Eingliederung), jeweils 30–60 Minuten, mit einer Laborphase von 1–2 Wochen dazwischen. Wir informieren Sie vor der Behandlung über den zu erwartenden Zeitaufwand.

Ist Karies ansteckend?

Ja — die Bakterien, die Karies verursachen (vor allem Streptococcus mutans), können durch Speichelkontakt übertragen werden, zum Beispiel durch Küssen oder das gemeinsame Benutzen von Besteck. Das gilt besonders für die Übertragung von Eltern auf Kleinkinder in den ersten Lebensjahren, wenn die ersten Zähne durchbrechen. Deshalb ist gute Mundhygiene der gesamten Familie wichtig — und Kinderzähne sollten frühzeitig zum Zahnarzt.

Kosten im Überblick

Komposit-Füllung (Frontzahn)

Kassenleistung

GKV-Regelversorgung, zahnfarbene Füllung

Komposit-Füllung (Seitenzahn)

80–200 €

Aufpreis für zahnfarbene Füllung auf Backenzähnen

Keramik-Inlay

400–900 €

Privatleistung, höchste Haltbarkeit und Ästhetik

Fissurenversiegelung

Kassenleistung (6–17 J.)

Präventivleistung für Kinder und Jugendliche

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Grundversorgung (Amalgam-Äquivalent). Für zahnfarbene Füllungen im Seitenzahnbereich fällt ein Eigenanteil an.

Private Versicherungen übernehmen je nach Tarif bis zu 100% der Behandlungskosten inkl. hochwertiger Materialien.

Ratenzahlung und individuelle Finanzierungslösungen möglich.

Risiken und Sicherheit

Moderne Kariesbehandlungen sind sehr sicher. Komplikationen sind selten und in der Regel gut behandelbar.

Postoperative Empfindlichkeit

Häufig, vorübergehend (1–2 Wochen)

Klingt spontan ab; bei Persistenz Kontrolle

Sekundärkaries am Füllungsrand

Selten

Regelmäßige Kontrollen, hochwertige Materialien und Technik

Füllungsverlust oder -bruch

Selten

Nachbehandlung/Erneuerung möglich

Durch minimalinvasive Techniken, hochwertige Materialien und sorgfältige Verarbeitung unter Kofferdam minimieren wir Komplikationsrisiken.

Häufige Fragen

Karies entsteht durch das Zusammenspiel von Bakterien, Zucker und Zeit. Kariogene Bakterien wie Streptococcus mutans verstoffwechseln Zucker und produzieren Säuren, die den Zahnschmelz demineralisieren. Wird dieses Gleichgewicht durch häufigen Zuckerkonsum, unzureichende Mundhygiene oder zu wenig Fluorid dauerhaft gestört, schreitet die Demineralisation fort — und Karies entsteht. Unser Speichel kann den Schmelz in Ruhephasen remineralisieren; ausreichend zuckerfreie Zeiten zwischen den Mahlzeiten sind deshalb so wichtig.
Im Frühstadium verursacht Karies keine Beschwerden — der Patient spürt nichts. Erst wenn die Karies das Dentin erreicht, können Empfindlichkeiten bei süßen, kalten oder heißen Speisen auftreten. Spontane Zahnschmerzen sind ein Zeichen dafür, dass das Nervengewebe (Pulpa) bereits betroffen ist und eine Wurzelbehandlung notwendig werden könnte. Warten Sie nicht auf Schmerzen — regelmäßige Kontrollen in unserer Praxis in München-Oberföhring sichern die Früherkennung.
Nein. Mit moderner Lokalanästhesie (Articain) ist die Kariesbehandlung vollständig schmerzfrei. Patienten spüren während des Eingriffs keine Schmerzen, lediglich einen leichten Druck oder die Vibration des Instruments. Nach dem Abklingen der Betäubung kann der Zahn für ein bis zwei Tage leicht empfindlich sein — das ist eine normale Reaktion und klingt von alleine ab. Für Patienten mit Zahnarztangst bieten wir in unserer Praxis ergänzende Entspannungsoptionen an, sprechen Sie uns unter 089 95760618 an.
Eine kleine bis mittlere Kompositfüllung dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten, größere Restaurationen können 60 Minuten in Anspruch nehmen. Ein Keramik-Inlay erfordert zwei Sitzungen: die erste für Präparation, Abdrucknahme und Provisorium, die zweite — nach 1 bis 2 Wochen Laborzeit — für die Eingliederung. Jede Sitzung dauert 30 bis 60 Minuten. Wir informieren Sie vor der Behandlung immer transparent über den Zeitbedarf, damit Sie Ihren Tag planen können.
Die Antwort hängt vom Defekt ab. Für kleine bis mittlere Kavitäten ist Komposit eine ausgezeichnete, zahnfarbene und biokompatible Wahl. Bei mittleren bis großen Defekten im Seitenzahnbereich bieten Keramik-Inlays überlegene Haltbarkeit (15–20+ Jahre), präziseren Randschluss und bessere Farbstabilität. Glasionomer eignet sich in bestimmten Situationen als Unterfüllung oder für Milchzähne. Amalgam verliert durch EU-Regularien zunehmend an Bedeutung. In unserer Praxis beraten wir Sie individuell — ohne Standardlösung.
Die Haltbarkeit hängt vom Material, der Größe der Füllung und der Mundhygiene ab. Kompositfüllungen halten im Durchschnitt 8 bis 12 Jahre, Keramik-Inlays 15 bis über 20 Jahre. Entscheidend sind außerdem regelmäßige Kontrollen, professionelle Zahnreinigungen und das Vermeiden extremer Belastungen. In unserer Praxis überprüfen wir bei jedem Kontrolltermin die Integrität Ihrer Füllungen und erkennen Probleme frühzeitig.
Initialkaries (Stadium 1, White Spot) kann tatsächlich durch Remineralisation aufgehalten oder rückgängig gemacht werden — mit professioneller Fluoridierung und Icon-Infiltration, ohne Bohren. Sobald eine Kavität entstanden ist (ab Stadium 2), ist eine Füllung notwendig: offene Kavitäten heilen nicht von selbst. Deshalb ist Früherkennung so entscheidend — und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen die beste Investition in Ihre Zahngesundheit.
Ja, die kariogenen Bakterien (vor allem Streptococcus mutans) können durch Speichelkontakt übertragen werden — durch Küssen, gemeinsames Besteck oder das Abschmecken von Babynahrung durch Eltern. Die Übertragung von Eltern auf Kleinkinder in den ersten Lebensjahren ist gut belegt. Deshalb empfehlen wir gute Mundhygiene der gesamten Familie und frühe Zahnarztbesuche für Kinder — idealerweise mit Durchbruch des ersten Milchzahns.
Wiederkehrende Karies kann mehrere Ursachen haben: hoher Zuckerkonsum, unzureichende Mundhygiene, zu wenig Fluorid, trockener Mund (reduzierter Speichelfluss, z. B. durch Medikamente), genetische Faktoren oder eine besonders kariogene Mundflora. In unserer Praxis analysieren wir gemeinsam mit Ihnen die individuellen Risikofaktoren und erarbeiten ein maßgeschneidertes Präventionskonzept — von der Ernährungsberatung bis zur professionellen Fluoridierung. Rufen Sie uns unter 089 95760618 an.
Kinderkaries ist häufig, aber weitgehend vermeidbar. Bereits der erste Milchzahn sollte regelmäßig zahnärztlich kontrolliert werden. Wir empfehlen: keine zuckerhaltigen Getränke in der Flasche (Nuckelflasche!), zweimal täglich Zähneputzen mit einer kindgerechten Fluoridzahnpasta, und ab dem Durchbruch der ersten bleibenden Seitenzähne eine Fissurenversiegelung. Die GKV übernimmt die Versiegelung für Kinder von 6 bis 17 Jahren. Sprechen Sie uns auf eine Kindervorsorgeuntersuchung an.
Eine Krone ist dann indiziert, wenn der Defekt so groß ist, dass keine ausreichende Restsubstanz für eine stabile Füllung oder ein Inlay verbleibt — zum Beispiel nach einer Wurzelbehandlung oder bei ausgedehnter Fraktur. Keramik-Inlays können bis zu einer gewissen Defektgröße eine Krone ersetzen und sind zahnsubstanzschonender. In unserer Praxis besprechen wir die Optionen transparent, bevor wir einen Behandlungsplan erstellen.
Die GKV übernimmt die Grundversorgung: Komposit für Frontzähne vollständig, für Seitenzähne den Festzuschuss auf Basis der Amalgam-Regelversorgung. Für zahnfarbene Komposit-Füllungen an Seitenzähnen entsteht ein Eigenanteil von ca. 80–200 €. Keramik-Inlays sind Privatleistungen. Fissurenversiegelung für 6- bis 17-Jährige ist vollständig GKV-Leistung. Mit einem lückenlosen Bonusheft erhöht sich Ihr Festzuschuss um bis zu 30 %. Private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif 50–100 %.

Qualifikationen und Zertifikate

2013

Approbation als Zahnärztin

LMU München

2016

Zertifizierung minimalinvasive Zahnheilkunde

Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung

2019

Fortbildung moderne Komposittechniken

Moderne Zahntechnik Akademie

2016

Mitglied Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)

DGZ

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Zahnarztpraxis Christina Dickel
Oberföhringer Straße 183a, 81925 München

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Mo:08:00-19:00
Di:08:00-19:00
Mi:08:00-19:00
Do:08:00-19:00
Fr:08:00-13:00
13+
Jahre Erfahrung
4.9
★★★★★ Bewertung
100%
Zufriedenheit

Die vier Stadien der Karies

Karies ist keine plötzliche Erkrankung, sondern ein schleichender Prozess, der sich über Monate bis Jahre entwickelt. Das Verständnis der vier Stadien ist der Schlüssel zur richtigen Behandlungsentscheidung — und zum Verständnis, warum jeder Besuch beim Zahnarzt zählt.

Stadium 1: Initialkaries (White Spot)

Im ersten Stadium hat die Demineralisation begonnen, der Zahnschmelz ist aber noch intakt. Die betroffene Stelle erscheint als matt-weißlicher Fleck (White Spot) — für den Laien kaum erkennbar, für den erfahrenen Zahnarzt mit modernen Hilfsmitteln klar sichtbar. Das Entscheidende: Stadium 1 ist reversibel. Mit professioneller Fluoridierung, Icon-Infiltration (einem harzbasierten Verfahren ohne Bohrung) und optimierter Mundhygiene kann der Schmelz remineralisieren und die Karies stoppt vollständig. Kein Bohren, kein Füllen — nur gezielte Prävention.

Stadium 2: Schmelzkaries

Hat die Karies den Zahnschmelz durchdrungen, liegt Schmelzkaries vor. Der Patient spürt in der Regel noch nichts — Schmerz tritt erst auf, wenn die Karies die tiefer liegende Dentinschicht erreicht. Die Behandlung ist jedoch bereits invasiv: Das kariöse Gewebe muss minimalinvasiv entfernt und die Kavität mit einer kleinen Komposit­füllung (zahnfarbenes Kunststoffmaterial) verschlossen werden. Der Eingriff ist kurz, unter Lokalanästhesie schmerzfrei, und die Prognose ist sehr gut.

Stadium 3: Dentinkaries

Im dritten Stadium hat die Karies das Dentin erreicht — die weichere, empfindlichere Schicht unter dem Schmelz. Dentin leitet thermische und mechanische Reize besser weiter, deshalb berichten Patienten nun häufig über Empfindlichkeit bei süßen, kalten oder heißen Speisen. Je nach Ausdehnung der Kavität ist eine größere direkte Füllung oder ein im Labor gefertigtes Keramik-Inlay die optionale Lösung. Keramik-Inlays bieten bei großen Defekten im Seitenzahnbereich Vorteile in Haltbarkeit, Randpräzision und Ästhetik. Die Prognose ist weiterhin gut, wenn die Behandlung nicht weiter hinausgezögert wird.

Stadium 4: Pulpitis

Hat die Karies die Pulpa — das Nerven- und Gefäßgewebe im Inneren des Zahns — erreicht, spricht man von Pulpitis. Der Patient leidet häufig unter spontanen, starken Zahnschmerzen, die auch nachts auftreten können. Eine einfache Füllung reicht nicht mehr aus: Nun ist eine Wurzelbehandlung notwendig, um den Zahn zu erhalten. Trotz des aufwändigeren Eingriffs kann der Zahn in den meisten Fällen gerettet werden — doch der Aufwand, die Kosten und die Behandlungsdauer sind erheblich größer als in den frühen Stadien.

Die Kernbotschaft: Jedes Stadium, das man früher erkennt und behandelt, bedeutet weniger Substanzverlust, einfachere Behandlung, geringere Kosten und eine bessere Langzeitprognose. Warten kostet — in jeder Hinsicht.

Moderne Kariesdiagnostik

Die Qualität einer Kariesbehandlung beginnt nicht mit dem Bohrer, sondern mit der Diagnose. Je präziser und früher wir eine Karies erkennen, desto schonender kann die Behandlung ausfallen. In unserer Praxis in München-Oberföhring setzen wir auf ein mehrstufiges Diagnostikkonzept, das keine Karies übersieht — auch nicht die versteckten.

Intraoralkamera: Diese kleine Kamera erlaubt es, jeden Winkel des Mundraums in hochauflösender Qualität auf einem Monitor darzustellen. Patienten sehen in Echtzeit, was wir sehen — das schafft Transparenz, erleichtert das Verständnis des Befunds und fördert die gemeinsame Entscheidungsfindung. Verfärbungen, Randundichtigkeiten alter Füllungen und oberflächliche Kariesläsionen werden sofort sichtbar.

Digitales Röntgen: Das konventionelle Röntgenbild zeigt, was die Kamera nicht sehen kann: Karies zwischen den Zähnen (Approximalkaries), unterhalb von Füllungen (Sekundärkaries) und im Bereich der Zahnwurzel. Unser digitales Röntgensystem arbeitet mit bis zu 90 % weniger Strahlung als klassische Filmröntgenaufnahmen — bei gleichzeitig höherer Bildqualität. Die Aufnahmen stehen sofort auf dem Monitor zur Verfügung und können direkt mit dem Patienten besprochen werden.

DIAGNOdent — Laserfluoreszenz: Dieses Gerät entsendet einen Laserstrahl, der kariös verändertes Zahngewebe zum Fluoreszieren bringt. Das System gibt einen numerischen Wert aus, der die Kariestiefe objektiv quantifiziert. So können wir auch versteckte Karies in den Fissuren der Kauflächen oder in frühen Schmelzstadien zuverlässig aufdecken — zu einem Zeitpunkt, zu dem noch keine Kavität entstanden ist und eine minimalinvasive Behandlung oder sogar nur Prävention ausreicht.

Visuelle und taktile Inspektion: Die Grundlage jeder Diagnose bleibt die sorgfältige klinische Untersuchung: Spiegel, Sonde und das geschulte Auge des Zahnarztes. In Verbindung mit modernen Geräten entsteht ein lückenloses Bild des Zahnzustands — Basis für einen individuellen Behandlungsplan ohne Überversorgung und ohne übersehene Befunde.

Schonende Behandlung — Schritt für Schritt

Eine Kariesbehandlung muss nicht beängstigend sein. Mit moderner Anästhesie, schonenden Techniken und einem erfahrenen Team verläuft der Eingriff für die meisten Patienten völlig komfortabel. Hier erfahren Sie genau, was bei uns in der Praxis Schritt für Schritt passiert:

  1. Anästhesie: Bevor irgendetwas am Zahn geschieht, wird dieser vollständig betäubt. Wir verwenden Articain — eines der wirksamsten und verträglichsten Lokalanästhetika in der Zahnheilkunde. Patienten mit Zahnarztangst sprechen wir gerne auf ergänzende Entspannungsoptionen an; in Absprache sind auch bewusste Sedierung oder Lachgasbehandlung möglich. Sie entscheiden, wie entspannt Sie Ihre Behandlung erleben möchten.
  2. Minimalinvasive Kariesentfernung: Mit feinen rotierenden Instrumenten und in bestimmten Fällen auch mit Ultraschall oder Airflow wird ausschließlich das kariöse, bakteriell befallene Gewebe entfernt. Gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten — Minimalinvasivität ist für uns kein Marketingbegriff, sondern gelebte Behandlungsphilosophie. Je kleiner die entfernte Menge an Zahnsubstanz, desto stabiler und langlebiger ist der Zahn langfristig.
  3. Kavitätenpräparation: Die entstandene Höhle (Kavität) wird gereinigt, geformt und für die Aufnahme des Füllungsmaterials vorbereitet. Bei Kompositfüllungen wird die Dentinoberfläche mit einem Primer konditioniert, um eine dauerhafte chemische Haftung des Materials zu gewährleisten — die sogenannte Adhäsivtechnik.
  4. Füllung und Restauration: Das Komposit wird schichtweise in die Kavität eingebracht und mit jeder Lage durch eine LED-Polymerisationslampe ausgehärtet. Diese Schichttechnik reduziert Schrumpfungsstress und sichert optimale Materialeigenschaften. Bei größeren Defekten besprechen wir in diesem Schritt, ob ein Keramik-Inlay die bessere Langzeitlösung ist.
  5. Kontrolle und Politur: Nach dem Aushärten überprüfen wir den Biss mit Okklusionspapier — kein Hochpunkt, kein Druckgefühl. Die Füllung wird feinpoliert, bis sie sich nahtlos in die natürliche Zahnoberfläche einfügt. Am Ende verlassen Sie unsere Praxis mit einem rekonstruierten, funktionsfähigen Zahn — und einem guten Gefühl.

Haben Sie Fragen zur Behandlung oder möchten Sie sich vorab beraten lassen? Rufen Sie uns unter 089 95760618 an oder vereinbaren Sie bequem online einen Termin.

Füllungsmaterialien im Vergleich

Welches Füllungsmaterial ist das richtige für Sie? Die Antwort hängt von der Größe des Defekts, der Position des Zahns, Ihren ästhetischen Wünschen und Ihrem Budget ab. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen sachlichen Überblick:

Material Ästhetik Haltbarkeit Biokompatibilität Kosten
Komposit Zahnfarben — sehr gut 8–12 Jahre Metallfrei — sehr gut Moderat (Seitenzahn: Eigenanteil)
Keramik-Inlay Höchste Ästhetik — unsichtbar 15–20+ Jahre Metallfrei — exzellent Premium (Privatleistung)
Glasionomer Akzeptabel — etwas opak 2–5 Jahre Fluoridabgabe — gut Günstig
Amalgam Silberfarben — sichtbar 10–15 Jahre Quecksilberhaltig — umstritten Kassenleistung

Hinweis zur EU-Amalgam-Regelung: Die Europäische Union hat die Verwendung von Dentalamalgam schrittweise eingeschränkt. Ab 2025 ist Amalgam in der EU weitgehend verboten; Ausnahmen bestehen nur in medizinisch begründeten Einzelfällen. Amalgam-Füllungen werden somit keine Option mehr sein — zahnfarbene Alternativen wie Komposit und Keramik-Inlays sind die Zukunft der Zahnfüllung.

In unserer Beratung empfehlen wir Ihnen das Material, das klinisch, ästhetisch und wirtschaftlich am besten zu Ihrer Situation passt — ohne Standardlösungen, ohne Über­versorgung.

Kosten & Kassenleistung

Die Kostenfrage rund um die Kariesbehandlung ist für viele Patienten undurchsichtig. Hier finden Sie eine klare Übersicht, was die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt — und wo ein Eigenanteil entsteht.

Frontzähne: Komposit-Füllungen an sichtbaren Frontzähnen (Schneidezähne, Eckzähne) sind GKV-Regelversorgung. Die Kasse übernimmt die Kosten vollständig — Sie zahlen nichts.

Seitenzähne: Die GKV zahlt für Seitenzähne die günstigere Variante (Amalgam-Äquivalent). Wählen Sie eine ästhetisch hochwertigere, zahnfarbene Komposit-Füllung, fällt ein Eigenanteil von ca. 80–200 € an. Die genaue Höhe hängt von der Anzahl der Flächen und dem Aufwand ab.

Keramik-Inlays: Laborgefertigte Keramik-Inlays sind eine Privatleistung. Die GKV zahlt den Festzuschuss für die Regelversorgung — der Mehraufwand für das Inlay wird privat abgerechnet. Mit einem lückenlosen Bonusheft erhöht sich Ihr Festzuschuss um bis zu 30 %.

Fissurenversiegelung: Für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren übernimmt die GKV die prophylaktische Versiegelung der Fissuren an bleibenden Seitenzähnen vollständig. Diese Maßnahme reduziert das Kariesrisiko erheblich — und ist eine der kosteneffektivsten Präventionsleistungen überhaupt.

Private Krankenversicherung: Privatpatienten werden je nach Tarif zu 50–100 % erstattet — häufig auch für hochwertige Materialien und Keramik-Inlays. Wir erstellen Ihnen auf Wunsch einen detaillierten Heil- und Kostenplan zur Vorabgenehmigung.

Finanzierung: Für größere Behandlungen bieten wir Ratenzahlung und individuelle Finanzierungslösungen an. Sprechen Sie unser Praxisteam gerne unter 089 95760618 an — wir finden gemeinsam eine Lösung.

Karies vorbeugen — So schützen Sie Ihre Zähne

Die wirksamste Kariesbehandlung ist die, die gar nicht erst notwendig wird. Prävention ist mehr als ein guter Ratschlag — sie ist ein bewiesenes System. Hier sind die Bausteine einer effektiven Kariesvorsorge:

Fluorid — der wichtigste Schutzfaktor: Fluorid härtet den Zahnschmelz und hemmt den Stoffwechsel kariogener Bakterien. Zweimal täglich Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta (1.000–1.450 ppm für Erwachsene) ist die Grundlage. Ergänzend bieten wir in der Praxis professionelle Fluoridlacke an, die konzentriert direkt auf die Zahnoberflächen aufgetragen werden und den Schutz deutlich verstärken.

Fissurenversiegelung: Die tiefen Rillen (Fissuren) auf den Kauflächen der Seitenzähne sind schwer zu reinigen und hochgradig kariesgefährdet. Eine professionelle Versiegelung dieser Fissuren mit einem Kunststoff­lack schützt zuverlässig vor Karies — besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die GKV übernimmt die Kosten für permanente Seitenzähne von 6 bis 17 Jahren.

Ernährung — Zucker reduzieren: Nicht die Menge des Zuckers ist entscheidend, sondern die Häufigkeit. Häufige Zufuhr von Zucker und fermentierbaren Kohlenhydraten über den Tag verteilt hält den pH-Wert im Mund dauerhaft niedrig und lässt dem Speichel keine Zeit zur Remineralisation. Wasser und ungesüßte Tees als Getränke, keine Zwischenmahlzeiten mit süßen Speisen — das genügt oft schon, um das Kariesrisiko erheblich zu senken.

Putztechnik: Zweimal täglich mindestens zwei Minuten Zähneputzen — systematisch, nicht zu fest, mit einer weichen Zahnbürste. Die modifizierte Bass-Technik reinigt besonders effektiv entlang des Zahnfleischrands, wo Karies und Parodontitis entstehen. Elektrische Zahnbürsten können die Reinigungsleistung bei richtiger Anwendung verbessern.

Interdentalreinigung: Zwischen den Zähnen arbeitet die Zahnbürste kaum. Zahnseide oder Interdentalbürsten sollten täglich eingesetzt werden — sie entfernen den Biofilm, der dort Approximalkaries verursacht.

Professionelle Zahnreinigung: Alle 6 bis 12 Monate empfehlen wir eine professionelle Zahnreinigung in unserer Praxis. Die PZR entfernt mineralisierte Beläge (Zahnstein) und subgingivale Ablagerungen, die häusliche Pflege nicht erreichen kann — und sie gibt uns die Möglichkeit, Ihren Zahnstatus regelmäßig zu kontrollieren und Karies im Frühstadium zu erkennen.

Häufige Fragen zur Kariesbehandlung

Tut eine Kariesbehandlung weh?

Nein — mit moderner Lokalanästhesie ist die Behandlung vollständig schmerzfrei. Wir betäuben den betroffenen Zahn vor jedem Eingriff, sodass Sie während der Behandlung nichts spüren. Nach dem Abklingen der Betäubung kann der Zahn für ein bis zwei Tage leicht empfindlich sein — das ist normal und klingt ohne weitere Maßnahmen ab. Patienten mit Zahnarztangst sprechen wir gerne auf Entspannungsoptionen an.

Kann Karies von alleine weggehen?

Initialkaries (White Spot, Stadium 1) kann tatsächlich durch Remineralisation zum Stillstand gebracht und teilweise rückgängig gemacht werden — mit professioneller Fluoridierung, Icon-Infiltration und optimierter Mundhygiene. Sobald jedoch eine Kavität entstanden ist (ab Stadium 2), ist eine Füllung unausweichlich: Kavitäten heilen nicht von selbst. Je früher der Zahnarzt eingreift, desto kleiner die Füllung und desto besser die Prognose.

Wie lange dauert eine Kariesbehandlung?

Eine einfache Kompositfüllung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten — je nach Größe und Position des Defekts. Keramik-Inlays erfordern zwei Sitzungen (Präparation und Eingliederung), jeweils 30–60 Minuten, mit einer Laborphase von 1–2 Wochen dazwischen. Wir informieren Sie vor der Behandlung über den zu erwartenden Zeitaufwand.

Ist Karies ansteckend?

Ja — die Bakterien, die Karies verursachen (vor allem Streptococcus mutans), können durch Speichelkontakt übertragen werden, zum Beispiel durch Küssen oder das gemeinsame Benutzen von Besteck. Das gilt besonders für die Übertragung von Eltern auf Kleinkinder in den ersten Lebensjahren, wenn die ersten Zähne durchbrechen. Deshalb ist gute Mundhygiene der gesamten Familie wichtig — und Kinderzähne sollten frühzeitig zum Zahnarzt.

Wie entsteht Karies?
Karies entsteht durch das Zusammenspiel von Bakterien, Zucker und Zeit. Kariogene Bakterien wie Streptococcus mutans verstoffwechseln Zucker und produzieren Säuren, die den Zahnschmelz demineralisieren. Wird dieses Gleichgewicht durch häufigen Zuckerkonsum, unzureichende Mundhygiene oder zu wenig Fluorid dauerhaft gestört, schreitet die Demineralisation fort — und Karies entsteht. Unser Speichel kann den Schmelz in Ruhephasen remineralisieren; ausreichend zuckerfreie Zeiten zwischen den Mahlzeiten sind deshalb so wichtig.
Welche Symptome hat Karies?
Im Frühstadium verursacht Karies keine Beschwerden — der Patient spürt nichts. Erst wenn die Karies das Dentin erreicht, können Empfindlichkeiten bei süßen, kalten oder heißen Speisen auftreten. Spontane Zahnschmerzen sind ein Zeichen dafür, dass das Nervengewebe (Pulpa) bereits betroffen ist und eine Wurzelbehandlung notwendig werden könnte. Warten Sie nicht auf Schmerzen — regelmäßige Kontrollen in unserer Praxis in München-Oberföhring sichern die Früherkennung.
Tut die Kariesbehandlung weh?
Nein. Mit moderner Lokalanästhesie (Articain) ist die Kariesbehandlung vollständig schmerzfrei. Patienten spüren während des Eingriffs keine Schmerzen, lediglich einen leichten Druck oder die Vibration des Instruments. Nach dem Abklingen der Betäubung kann der Zahn für ein bis zwei Tage leicht empfindlich sein — das ist eine normale Reaktion und klingt von alleine ab. Für Patienten mit Zahnarztangst bieten wir in unserer Praxis ergänzende Entspannungsoptionen an, sprechen Sie uns unter 089 95760618 an.
Wie lange dauert eine Kariesbehandlung?
Eine kleine bis mittlere Kompositfüllung dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten, größere Restaurationen können 60 Minuten in Anspruch nehmen. Ein Keramik-Inlay erfordert zwei Sitzungen: die erste für Präparation, Abdrucknahme und Provisorium, die zweite — nach 1 bis 2 Wochen Laborzeit — für die Eingliederung. Jede Sitzung dauert 30 bis 60 Minuten. Wir informieren Sie vor der Behandlung immer transparent über den Zeitbedarf, damit Sie Ihren Tag planen können.
Welches Füllungsmaterial ist das beste?
Die Antwort hängt vom Defekt ab. Für kleine bis mittlere Kavitäten ist Komposit eine ausgezeichnete, zahnfarbene und biokompatible Wahl. Bei mittleren bis großen Defekten im Seitenzahnbereich bieten Keramik-Inlays überlegene Haltbarkeit (15–20+ Jahre), präziseren Randschluss und bessere Farbstabilität. Glasionomer eignet sich in bestimmten Situationen als Unterfüllung oder für Milchzähne. Amalgam verliert durch EU-Regularien zunehmend an Bedeutung. In unserer Praxis beraten wir Sie individuell — ohne Standardlösung.
Wie lange hält eine Zahnfüllung?
Die Haltbarkeit hängt vom Material, der Größe der Füllung und der Mundhygiene ab. Kompositfüllungen halten im Durchschnitt 8 bis 12 Jahre, Keramik-Inlays 15 bis über 20 Jahre. Entscheidend sind außerdem regelmäßige Kontrollen, professionelle Zahnreinigungen und das Vermeiden extremer Belastungen. In unserer Praxis überprüfen wir bei jedem Kontrolltermin die Integrität Ihrer Füllungen und erkennen Probleme frühzeitig.
Kann man Karies rückgängig machen?
Initialkaries (Stadium 1, White Spot) kann tatsächlich durch Remineralisation aufgehalten oder rückgängig gemacht werden — mit professioneller Fluoridierung und Icon-Infiltration, ohne Bohren. Sobald eine Kavität entstanden ist (ab Stadium 2), ist eine Füllung notwendig: offene Kavitäten heilen nicht von selbst. Deshalb ist Früherkennung so entscheidend — und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen die beste Investition in Ihre Zahngesundheit.
Ist Karies ansteckend?
Ja, die kariogenen Bakterien (vor allem Streptococcus mutans) können durch Speichelkontakt übertragen werden — durch Küssen, gemeinsames Besteck oder das Abschmecken von Babynahrung durch Eltern. Die Übertragung von Eltern auf Kleinkinder in den ersten Lebensjahren ist gut belegt. Deshalb empfehlen wir gute Mundhygiene der gesamten Familie und frühe Zahnarztbesuche für Kinder — idealerweise mit Durchbruch des ersten Milchzahns.
Warum bekomme ich immer wieder Karies?
Wiederkehrende Karies kann mehrere Ursachen haben: hoher Zuckerkonsum, unzureichende Mundhygiene, zu wenig Fluorid, trockener Mund (reduzierter Speichelfluss, z. B. durch Medikamente), genetische Faktoren oder eine besonders kariogene Mundflora. In unserer Praxis analysieren wir gemeinsam mit Ihnen die individuellen Risikofaktoren und erarbeiten ein maßgeschneidertes Präventionskonzept — von der Ernährungsberatung bis zur professionellen Fluoridierung. Rufen Sie uns unter 089 95760618 an.
Karies bei Kindern — was tun?
Kinderkaries ist häufig, aber weitgehend vermeidbar. Bereits der erste Milchzahn sollte regelmäßig zahnärztlich kontrolliert werden. Wir empfehlen: keine zuckerhaltigen Getränke in der Flasche (Nuckelflasche!), zweimal täglich Zähneputzen mit einer kindgerechten Fluoridzahnpasta, und ab dem Durchbruch der ersten bleibenden Seitenzähne eine Fissurenversiegelung. Die GKV übernimmt die Versiegelung für Kinder von 6 bis 17 Jahren. Sprechen Sie uns auf eine Kindervorsorgeuntersuchung an.
Wann brauche ich eine Krone statt einer Füllung?
Eine Krone ist dann indiziert, wenn der Defekt so groß ist, dass keine ausreichende Restsubstanz für eine stabile Füllung oder ein Inlay verbleibt — zum Beispiel nach einer Wurzelbehandlung oder bei ausgedehnter Fraktur. Keramik-Inlays können bis zu einer gewissen Defektgröße eine Krone ersetzen und sind zahnsubstanzschonender. In unserer Praxis besprechen wir die Optionen transparent, bevor wir einen Behandlungsplan erstellen.
Zahlt die Krankenkasse die Kariesbehandlung?
Die GKV übernimmt die Grundversorgung: Komposit für Frontzähne vollständig, für Seitenzähne den Festzuschuss auf Basis der Amalgam-Regelversorgung. Für zahnfarbene Komposit-Füllungen an Seitenzähnen entsteht ein Eigenanteil von ca. 80–200 €. Keramik-Inlays sind Privatleistungen. Fissurenversiegelung für 6- bis 17-Jährige ist vollständig GKV-Leistung. Mit einem lückenlosen Bonusheft erhöht sich Ihr Festzuschuss um bis zu 30 %. Private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif 50–100 %.