
Zahnkrone: Ablauf, Kosten & alles, was Patienten 2026 wissen müssen
Verfasst von Dr. Christina Dickel · Zuletzt geprüft: 22.04.2026
Das Wichtigste in Kürze
- Ablauf: Standard 2 Termine über 1 bis 2 Wochen (Präparation + Abformung, dann Einsetzen). Mit CEREC ist die Versorgung an einem Tag möglich.
- Dauer pro Termin: zwischen 45 und 90 Minuten je nach Ausgangssituation und Material.
- Schmerzen: Präparation und Einsetzen erfolgen unter lokaler Anästhesie und sind schmerzfrei; leichte Druckempfindlichkeit kann 1 bis 3 Tage nachwirken.
- Kosten: Je nach Material und Bonusheft unterschiedlich — Kassenleistung, Eigenanteil oder Privatleistung. Individueller Heil- und Kostenplan nach Befund.
- Haltbarkeit: je nach Material 10 bis 25 Jahre bei konsequenter Pflege und halbjährlicher Kontrolle.
- Warnzeichen: Druckgefühl beim Kauen, dunkler Saum am Kronenrand, Zahnfleischbluten an der Krone oder wiederkehrender Mundgeruch.
- In unserer Praxis in München-Oberföhring arbeiten wir mit CEREC-Digitaltechnik und Vollkeramik (Lithium-Disilikat, Zirkon) — konventionelle Metallkeramik nur auf Patientenwunsch.
Was ist eine Zahnkrone?
Eine Zahnkrone ist ein maßgefertigter Zahnersatz, der den sichtbaren Teil eines stark beschädigten Zahns vollständig überkappt und dabei Form, Funktion und Ästhetik des natürlichen Zahns wiederherstellt. Anders als eine Füllung ersetzt die Krone nicht nur einen kleinen Defekt, sondern umschließt den gesamten Zahn wie eine Haube ab der Präparationsgrenze.
Zahnärztlich unterscheidet man zwischen der anatomischen Krone (dem natürlichen, mit Zahnschmelz bedeckten Kronenteil) und der prothetischen Krone (dem künstlichen Aufsatz). Im Patientenalltag ist in der Regel letzteres gemeint, wenn von "einer Krone" die Rede ist.
Indiziert ist eine Krone, wenn mehr als 50 bis 70 Prozent der Zahnhartsubstanz zerstört sind — also dann, wenn eine Füllung oder ein Inlay den Zahn nicht mehr stabil genug schützen würde. Typische Auslöser sind tiefe Karies, Zahnfrakturen, ausgedehnte Altfüllungen oder die Versorgung nach einer Wurzelbehandlung, bei der der devitale Zahn ohne Überkronung bruchgefährdet ist.
Die heute gängigen Materialien reichen von Vollkeramik (Lithium-Disilikat, z. B. IPS e.max; oder Zirkonoxid) über Metallkeramik mit Verblendung bis zu Vollguss-Kronen. Welches Material sich eignet, hängt vom Zahn (Front- oder Seitenzahn), von der Bisssituation, von der Kassenleistung und von ästhetischen Ansprüchen ab. In unserer Praxis in München-Oberföhring setzen wir aus Biokompatibilitäts- und Ästhetikgründen in über 90 Prozent der Fälle Vollkeramik ein.
Wann ist eine Zahnkrone notwendig?
Eine Krone ist immer dann die Therapie der Wahl, wenn eine direkte Füllung oder ein laborgefertigtes Inlay die Belastbarkeit des Zahns nicht mehr sicherstellen kann. Die Entscheidung fällen wir anhand einer klinischen Untersuchung, eines Bissflügel-Röntgens und — in komplexeren Fällen — einer 3D-DVT-Aufnahme.
Die fünf wichtigsten klinischen Indikationen:
- Ausgedehnter Kariesbefall mit Substanzverlust von mehr als zwei Höckern oder mehr als 50 Prozent des Zahnumfangs.
- Nach einer Wurzelbehandlung — wurzelbehandelte Zähne sind spröder und brechen ohne Überkronung deutlich häufiger. Internationale Leitlinien empfehlen bei endodontisch versorgten Seitenzähnen regelhaft eine Krone.
- Zahnfraktur oder Höckerbruch — insbesondere nach einem traumatischen Ereignis oder bei Cracked-Tooth-Syndrom.
- Starke Abrasion oder Erosion durch nächtliches Knirschen (Bruxismus), sauren Reflux oder Essstörungen — hier schützt die Krone die verbleibende Zahnsubstanz vor weiterem Abbau.
- Ästhetische Korrektur stark verfärbter, fehlgebildeter oder asymmetrischer Zähne, wenn Bleaching und Veneers nicht ausreichen.
Nicht jede große Füllung braucht sofort eine Krone. Als Faustregel gilt: Wenn nach dem Entfernen der Karies weniger als 2 mm gesunde Zahnhartsubstanz umlaufend übrig sind, ist eine Krone dem Inlay überlegen. Bei wurzelbehandelten Molaren empfehlen wir die Überkronung regelhaft innerhalb von 4 bis 6 Wochen nach Abschluss der endodontischen Therapie, um das Frakturrisiko zu minimieren.
Arten der Zahnkrone im Vergleich
Die Materialwahl bestimmt Ästhetik, Haltbarkeit, Biokompatibilität und Kosten Ihrer Krone. Nicht jedes Material eignet sich für jeden Zahn — für Frontzähne zählt Transluzenz (Lichtdurchlässigkeit), für Molaren ist die Bruchfestigkeit entscheidend.
| Material | Ästhetik | Haltbarkeit | Indikation | Biokompatibilität |
|---|---|---|---|---|
| Vollkeramik (Lithium-Disilikat, e.max) | Sehr hoch — natürliche Transluzenz | 15–20 Jahre | Front- und Seitenzähne | Sehr hoch, metallfrei |
| Zirkonoxid-Krone | Hoch — leicht opak | 20–25 Jahre | Seitenzähne, Bruxismus, Brücken | Sehr hoch, metallfrei |
| Metallkeramik (VMK) | Mittel — möglicher dunkler Rand | 10–15 Jahre | Regelversorgung Seitenzahn | Mittel — Legierungsabhängig |
| Vollguss-Gold | Niedrig (goldfarben) | 20+ Jahre | Molaren, Bruxismus | Hoch (Goldlegierung) |
| Kunststoff-Provisorium | Mittel | Wochen bis Monate | Übergangslösung | Hoch |
In unserer Praxis in München-Oberföhring setzen wir bevorzugt auf monolithische Vollkeramik (gefräst aus einem Block), die wir mit dem CEREC-System in der Regel in einer einzigen Sitzung fertigen. Metallkeramik-Kronen fertigen wir weiterhin an, wenn der Festzuschuss-Anteil hoch bleiben soll und der Patient sich für die Kassenregelversorgung entscheidet.
Ablauf einer Zahnkrone — Schritt für Schritt
Der klassische Ablauf einer Überkronung erstreckt sich über zwei Behandlungstermine im Abstand von 7 bis 14 Tagen. Bei CEREC-Sofortversorgung reduziert sich der gesamte Prozess auf einen einzigen Termin von etwa 90 bis 120 Minuten.
- Termin 1 — Befund, Beratung und Kostenplan (30 Minuten): Klinische Untersuchung, Bissflügel-Röntgen oder DVT, Vitalitätstest, Materialauswahl, Aufklärung und Erstellung des Heil- und Kostenplans (HKP), der anschließend bei Ihrer gesetzlichen Kasse eingereicht wird.
- Termin 2, Teil A — Präparation (45–60 Minuten): Nach lokaler Anästhesie wird der Zahn zirkulär um ca. 1,0 bis 1,5 mm (Metallkeramik) beziehungsweise 1,5 bis 2,0 mm (Vollkeramik) beschliffen. Vor der Abformung legen wir einen Retraktionsfaden in den Sulkus, damit das Zahnfleisch den Präparationsrand freigibt.
- Termin 2, Teil B — Abformung oder digitaler Scan (10–20 Minuten): Entweder konventionell mit Polyether- oder A-Silikon-Abformmasse oder — wie in unserer Praxis Standard — digital mit dem Intraoralscanner. Die Bissregistrierung und Gegenkieferabformung gehören dazu.
- Provisorium für 7–14 Tage (entfällt bei CEREC): Wir fertigen chairside eine Kunststoff-Übergangskrone, die den präparierten Zahn vor Hitze- und Kältereizen, Verschiebung der Nachbarzähne und bakterieller Kontamination schützt.
- Termin 3 — Einsetzen der definitiven Krone (30–45 Minuten): Anprobe, Kontrolle von Randschluss, Kontaktpunkten und Okklusion (Bisslage), Reinigung und adhäsive Befestigung mit Composite-Zement (Vollkeramik) oder konventionelle Zementierung mit Glasionomer-Zement (Metallkeramik). Abschließend Politur des Kronenrandes und Bissfeinjustierung.
CEREC-Sofortversorgung: Bei der digital-gestützten Einzelsitzung entfallen Provisorium und zweiter Termin. Nach dem Scan konstruiert die CAD-Software die Krone, ein Schleifgerät fräst sie aus einem Keramikblock (ca. 15–20 Minuten), danach folgen Glasur/Politur und Einsetzen. Gesamtdauer: 90–120 Minuten inklusive Pausen.
Wie lange dauert eine Zahnkrone insgesamt?
Die Gesamtdauer hängt vor allem davon ab, ob Sie sich für die konventionelle zweizeitige Versorgung oder für die CEREC-Sofortversorgung entscheiden — und ob dem Zahn eine Wurzelbehandlung vorausgehen muss.
- Standard-Ablauf ohne Wurzelbehandlung: 1 bis 2 Wochen vom Erstgespräch bis zum Einsetzen der finalen Krone — zwei Termine à 60 bis 90 Minuten.
- CEREC-Sofortversorgung: 1 Termin, etwa 90 bis 120 Minuten. Die Krone verlässt die Praxis am selben Tag fertig einzementiert.
- Mit vorheriger Wurzelbehandlung: Gesamtzeit 4 bis 6 Wochen. Wir warten in der Regel 2 bis 4 Wochen nach Abschluss der Endodontie ab, um die Heilungsreaktion zu beobachten, bevor wir überkronen.
- Mit Aufbaufüllung oder Stiftaufbau: zusätzlicher Termin à 30 bis 45 Minuten, in der Regel ohne Zeitverlängerung der Gesamtbehandlung, da Aufbau und Präparation oft in einer Sitzung kombiniert werden.
Für Patienten aus Bogenhausen, Oberföhring und dem gesamten Münchner Nordosten empfehlen wir bei zeitkritischen Fällen (Berufsreisende, anstehende Fernurlaube, berufliche Auftritte) die CEREC-Sofortversorgung. In unserer Praxis fertigen wir die Vollkeramik-Krone in der Regel in etwa 90 Minuten — inklusive Präparation, Scan, Design, Fräsen und Einsetzen.
Tut das Einsetzen einer Krone weh?
Die ehrliche Antwort: Die eigentliche Präparation des Zahns ist unter lokaler Anästhesie vollständig schmerzfrei. Was viele Patienten als unangenehm empfinden, sind die Vibrationen des Schleifinstruments und die Mundöffnung über 45 bis 60 Minuten. Beides lässt sich mit Pausen, entspannter Lagerung und auf Wunsch mit Lachgas-Sedierung gut abmildern.
Das Einsetzen der definitiven Krone erfolgt in der Regel ohne Betäubung — es ist ein minimalinvasiver Schritt mit Anprobe und Zementierung. Viele Patienten bemerken nur einen kurzen kühlen Moment beim Aushärten des Zements.
Nach Abklingen der Betäubung (ca. 2 bis 4 Stunden) kann für 1 bis 3 Tage eine leichte Druckempfindlichkeit auftreten, weil Zahn und umgebendes Parodont auf die Präparation reagieren. Hier genügen rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen 400 mg oder Paracetamol 500 mg nach Packungsbeilage.
Sie sollten uns wieder aufsuchen, wenn:
- die Druckempfindlichkeit nach 5 Tagen nicht abklingt,
- ein pochender Schmerz hinzukommt (Hinweis auf Pulpenreizung),
- sich der Biss verändert anfühlt oder die Krone "hoch" wirkt,
- das Zahnfleisch am Kronenrand geschwollen oder blutend bleibt.
Für Angstpatienten bieten wir nach individueller Absprache Dämmerschlaf (intravenöse Sedierung) oder eine Behandlung unter Vollnarkose in Kooperation mit einer Anästhesistin an.
Wie lange hält eine Zahnkrone?
Die Lebensdauer einer Zahnkrone hängt von drei Faktoren ab: Material, häusliche Pflege und regelmäßige professionelle Betreuung. Laut einer großen systematischen Übersicht (Sailer et al. 2015) sind nach 5 Jahren rund 95 % der Metallkeramikkronen, rund 97 % der Glaskeramikkronen (z. B. Lithiumdisilikat) und rund 92 % der Zirkonoxidkronen noch in Funktion — die Materialien liegen also nah beieinander.
- Metallkeramik (VMK): durchschnittlich 10 bis 15 Jahre, häufig limitiert durch Keramikabplatzungen (Chipping).
- Vollkeramik (Lithium-Disilikat): 15 bis 20 Jahre, sehr guter Randschluss bei adhäsiver Befestigung.
- Zirkon-Krone: 20 bis 25 Jahre — aktuell die langlebigste Vollkeramik-Option.
- Gold-Vollguss: oft über 20 Jahre, wird aus ästhetischen Gründen seltener gewählt.
Pflegeempfehlungen, um die obere Haltbarkeitsgrenze zu erreichen:
- Zweimal täglich Zähneputzen mit weicher Bürste und fluoridhaltiger Zahnpasta.
- Tägliche Reinigung des Kronenrandes mit Zahnseide oder — besser — Interdentalbürstchen in passender Größe.
- Professionelle Zahnreinigung (PZR) zweimal jährlich zur Entfernung von Plaque am Kronenrand, wo sich bevorzugt Sekundärkaries entwickelt.
- Halbjährliche Kontrollen mit gelegentlicher Röntgenkontrolle (alle 2–3 Jahre).
- Bei nächtlichem Knirschen: Aufbissschiene, um die Keramik vor Frakturen zu schützen.
Die häufigsten Gründe für ein vorzeitiges Ende der Krone sind Sekundärkaries am Kronenrand, parodontaler Knochenabbau und — seltener — Keramikfraktur durch Überlastung. Alle drei sind bei konsequenter Pflege und regelmäßiger Kontrolle vermeidbar.
Karies unter der Krone — wie erkennen und behandeln?
Sekundärkaries unter einer Krone entsteht fast immer am Übergang zwischen Krone und natürlicher Zahnsubstanz — dem Kronenrand. Hier kann sich Plaque festsetzen, wenn die Reinigung nicht konsequent erfolgt. Weil der bekronte Zahn meist wurzelbehandelt und damit nervtot ist, fehlt der Frühwarnschmerz, und die Karies kann lange unbemerkt fortschreiten.
Warnzeichen, die Patienten selbst bemerken können:
- dunkler, verfärbter Saum am Übergang Krone/Zahnfleisch,
- schlechter Geschmack oder Mundgeruch trotz guter Mundhygiene,
- Druckempfindlichkeit oder "Unbehagen" beim Kauen auf der bekronten Seite,
- blutendes, gereiztes Zahnfleisch direkt an der Krone,
- lockeres Gefühl der Krone (mögliche Zementauflösung).
Die sichere Diagnose erfolgt beim Zahnarzt per Bissflügel-Röntgen oder — bei unklarem Befund — per DVT. Eine visuelle Kontrolle allein reicht nicht aus, weil die Krone die darunter liegende Karies optisch verdeckt.
Behandlungsoptionen:
- Kleine, randständige Sekundärkaries: In seltenen Fällen lässt sich die Karies mikroinvasiv präparieren und mit Composite reparieren, ohne die Krone zu entfernen.
- Fortgeschrittene Sekundärkaries: Kronenerneuerung. Die alte Krone wird aufgetrennt und entfernt, die Karies exkaviert, ein Aufbau aus Composite gelegt und eine neue Krone gefertigt — Ablauf und Kostenstruktur entsprechen einer Neuanfertigung.
- Karies mit Pulpenbeteiligung: Zusätzliche Wurzelbehandlung vor Neuüberkronung notwendig.
Die beste Therapie ist die Prävention: halbjährliche PZR, Interdentalbürsten am Kronenrand und jährliche Röntgenkontrolle bei bekronten Zähnen.
Krone, Inlay oder Implantat — was wann?
Zahnerhalt hat bei uns immer Vorrang vor Zahnersatz. Die Entscheidung für Füllung, Inlay, Krone oder Implantat hängt davon ab, wie viel gesunde Zahnhartsubstanz nach der Kariesexkavation übrig ist und ob der Nerv noch vital ist.
- Direkte Composite-Füllung: Kleiner Defekt bis ca. 30–40 Prozent Substanzverlust, einzelne Fläche, Nerv vital. Eine Sitzung, kostengünstigste Variante.
- Keramik-Inlay oder -Teilkrone: Mittlerer Defekt (40–70 Prozent), mindestens ein Höcker stabil, hohe ästhetische Ansprüche. Langlebiger als Composite, schont mehr Zahnsubstanz als die Vollkrone.
- Vollkrone: Großer Defekt (über 70 Prozent), nach Wurzelbehandlung, mehrere Höcker betroffen, Zahn bereits beim Kauen nachgebend — die Krone schützt den Restzahn zirkulär vor Fraktur.
- Implantat mit Krone: Der Zahn ist nicht mehr erhaltungswürdig (Längsfraktur, parodontal zerstört, apikale Zyste, die den Zahn nicht rettet). Wurzel wird entfernt, Implantat als künstliche Wurzel gesetzt, Krone darauf.
- Extraktion plus Brücke: Alternative zum Implantat, vor allem bei eingeschränkter Knochenhöhe oder wenn die Nachbarzähne ohnehin überkronungsbedürftig sind.
Wie viel Zahnsubstanz muss für eine Krone vorhanden sein? Als klinische Faustregel gilt der sogenannte "Ferrule-Effekt": Mindestens 1,5 bis 2 mm gesunde Zahnhartsubstanz zirkulär oberhalb der Präparationsgrenze, um der Krone ausreichend Halt und Frakturschutz zu bieten. Unterschreiten wir diesen Wert, erwägen wir einen Stiftaufbau oder — falls auch dieser keinen stabilen Halt mehr bietet — die Extraktion mit Implantat.
Die Entscheidung treffen wir in der Beratung gemeinsam mit Ihnen anhand DVT-Befund, Restzahnsubstanz, Vitalitätsstatus und Ihrem individuellen Risikoprofil — planen Sie dafür etwa 30 Minuten Beratungszeit ein.
Was tun, wenn sich die Krone löst?
Eine gelöste Krone ist unangenehm, aber in den meisten Fällen kein zahnärztlicher Notfall — sofern Sie schnell und richtig reagieren. Der präparierte Zahn ist ohne Krone empfindlich gegenüber Kälte, Hitze und Zucker und kann innerhalb weniger Tage Karies entwickeln oder sich verschieben.
Erste Schritte in der richtigen Reihenfolge:
- Krone nicht wegwerfen — in einem sauberen, trockenen Behältnis aufbewahren (z. B. kleine Dose). In den meisten Fällen lässt sie sich neu zementieren.
- Den präparierten Zahn nicht mit der Zunge bespielen oder mit dem Finger berühren, um eine Verschiebung der Nachbarzähne zu vermeiden.
- Zeitnah in der Praxis anrufen — wir planen dafür einen Akuttermin von 20 bis 30 Minuten ein.
- Für die Überbrückung bis zum Termin: Temporärer Zahnkleber aus der Apotheke (z. B. Protefix, Dentemp) — bitte keinesfalls Sekundenkleber, Uhu oder andere Haushaltsklebstoffe verwenden. Diese sind zytotoxisch und machen eine spätere sachgemäße Zementierung unmöglich.
- Auf der betroffenen Seite weich essen, zuckerhaltige und temperaturextreme Lebensmittel meiden.
In der Praxis prüfen wir die abgelöste Krone und den Stumpf auf Sekundärkaries, Frakturen oder Zementreste. Ist alles intakt, zementieren wir neu — Aufwand etwa 30 Minuten. Ist die darunter liegende Zahnsubstanz kariös oder frakturiert, ist eine Neuanfertigung notwendig.
Vollkeramik oder Metallkeramik? Der detaillierte Vergleich
Bei der Wahl zwischen Vollkeramik (Lithium-Disilikat, Zirkon) und Metallkeramik (VMK — Verblendetes Metall mit Keramik) stehen vier Kriterien im Fokus: Ästhetik, Biokompatibilität, Haltbarkeit und Kosten.
Ästhetik. Vollkeramik besitzt natürliche Lichttransmission — das Licht dringt wie beim natürlichen Zahn durch die Keramik und wird vom Stumpf reflektiert. Metallkeramik hat eine opake Metallgerüst-Unterstruktur: Bei Zahnfleischrückgang kann ein dunkler Metallsaum sichtbar werden. Für Frontzähne und für Patienten mit hoher Lachlinie ist Vollkeramik klar überlegen.
Biokompatibilität. Vollkeramik ist metallfrei und hypoallergen — ideal für Patienten mit Nickel-, Kobalt- oder Palladium-Allergie. Metallkeramik-Kronen enthalten je nach Legierung Nichtedelmetalle (NEM) oder Edelmetalle (Gold, Platin); seltene Kontaktallergien und galvanische Ströme im Mund sind möglich.
Haltbarkeit. Moderne Lithium-Disilikat-Keramik (e.max) erreicht Biegefestigkeiten um 400 MPa, Zirkon sogar über 1.000 MPa — ausreichend auch für Molaren und bei Bruxismus. Metallkeramik hält im Durchschnitt 10 bis 15 Jahre, Vollkeramik 15 bis 25 Jahre.
Kosten. Metallkeramik ist Kassenleistung mit Eigenanteil, Vollkeramik meist Privatleistung. Konkrete Beträge hängen vom Befund ab; wir erstellen einen individuellen Heil- und Kostenplan.
Indikationsbereich. Zirkon eignet sich besonders für Seitenzähne und mehrgliedrige Brücken; Lithium-Disilikat (e.max) ist erste Wahl für Frontzähne und Einzelkronen im sichtbaren Bereich. Metallkeramik wählen wir meist nur noch, wenn der Patient explizit bei der Kassenleistung bleiben möchte oder ausgedehnte Brücken mit besonderer Belastung vorliegen.
In unserer Praxis in München-Oberföhring fertigen wir monolithische Vollkeramik-Kronen chairside mit CEREC — in den meisten Fällen an einem einzigen Behandlungstag.
Zahnkrone in München-Oberföhring: Unsere Praxis
Dr. Christina Dickel führt die Zahnarztpraxis im Münchner Stadtteil Oberföhring am Übergang zu Bogenhausen (eigene Praxis seit 2025, 13+ Jahre Berufserfahrung). Der Schwerpunkt liegt auf minimalinvasiver Zahnerhaltung, Vollkeramik-Versorgungen und Implantologie. Dr. Dickel absolvierte das Curriculum Implantologie der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI, 2014) und das Curriculum Ästhetische Zahnheilkunde der DGÄZ (2015).
Technische Ausstattung für Kronenversorgungen:
- CEREC-System (Intraoralscanner Primescan + Schleifeinheit MC X) für Vollkeramik-Kronen in einer Sitzung.
- Digitale Volumentomographie (DVT) für 3D-Diagnostik bei komplexen Kronen- und Wurzelbefunden.
- Dentale Lupenbrille und OP-Mikroskop für Präparationen am Rand sub- oder paragingival.
- Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Zahntechnik-Meisterlabor in München für laborgefertigte Zirkon-Arbeiten und Spezialanfertigungen.
Erreichbarkeit: Die Praxis ist mit der U-Bahn U4 Haltestelle Arabellapark in wenigen Gehminuten zu erreichen; Parkplätze direkt am Haus. Wir sprechen Deutsch und Englisch, auf Wunsch Termine in englischer Sprache.
Behandlungsablauf bei uns: Ein Erstgespräch mit Befunderhebung und individuellem Kostenplan dauert etwa 45 Minuten. Die Terminvergabe erfolgt online über unser Buchungssystem, telefonisch oder per E-Mail. Für berufstätige Patienten bieten wir Früh- und Abendtermine an.
Wenn Sie überlegen, ob eine Krone für Sie das richtige ist — oder ob eine gelöste Krone neu zementiert werden kann — vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin. Wir prüfen Ihre individuelle Ausgangslage und erstellen einen Heil- und Kostenplan, den Sie in Ruhe mit Ihrer Krankenkasse oder Zusatzversicherung abstimmen können.
Fallbeispiel
Typischer Behandlungsverlauf (Beispiel): neue Vollkeramik-Krone nach Wurzelbehandlung
Fiktives Beispiel zur Veranschaulichung – kein realer Patientenfall.
Ausgangssituation. Ein Patient hat Druckschmerzen an einem oberen Backenzahn, der vor vielen Jahren eine Metallkeramik-Krone erhalten hat. Am Kronenrand zeigt sich ein dunkler Saum.
Typische Befunde. Röntgenbilder zeigen eine Sekundärkaries unter dem Kronenrand, die bis zum Zahnnerv reicht, und eine Entzündung an der Wurzelspitze.
Typischer Behandlungsablauf.
- Entfernen der alten Krone.
- Wurzelbehandlung, meist in zwei Sitzungen.
- Aufbau des Zahns, bei Bedarf mit einem Glasfaserstift.
- Neue Krone, z. B. eine vollkeramische CEREC-Krone, die in einer Sitzung gefertigt und eingesetzt werden kann.
Was man erwarten kann. Nach Abschluss der Wurzelbehandlung klingen die Beschwerden in der Regel ab; ob die Entzündung an der Wurzelspitze ausheilt, zeigt eine Röntgenkontrolle nach einigen Monaten.
Abrechnung. Für die Krone gibt es den befundbezogenen Festzuschuss. Eine vollkeramische Krone im Seitenzahnbereich ist eine gleichartige Versorgung; die Mehrkosten gegenüber der Regelversorgung trägt der Patient.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Zahnkrone insgesamt?
Tut das Einsetzen einer Krone weh?
Krone mit oder ohne Betäubung einsetzen?
Was kostet eine Zahnkrone?
Wie lange hält eine Zahnkrone?
Wie erkenne ich Karies unter der Krone?
Welche Zahnkrone ist die beste?
Wie wird eine Zahnkrone befestigt?
Wie viel Zahnsubstanz muss für eine Krone vorhanden sein?
Wie oft zur Kontrolle nach einer Krone?
Kann eine Krone Allergien auslösen?
Unterschied Teilkrone vs. Vollkrone?
Wird die Zahnkrone von der Krankenkasse bezahlt?
Was tun, wenn die Krone sich löst?
Wie sieht der Ablauf einer CEREC-Krone aus?
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Quellen & Literatur
- Sailer I et al. — All-ceramic or metal-ceramic tooth-supported FDPs? Part I: Single crowns (Dent Mater 2015)(abgerufen am 1.10.2026)
- Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) — Festzuschüsse zum Zahnersatz(abgerufen am 22.4.2026)
- Initiative proDente (BZÄK / KZBV) — Zahnersatz: Kronen, Brücken, Implantate(abgerufen am 22.4.2026)
- Bundeszahnärztekammer (BZÄK) — Für Patienten(abgerufen am 22.4.2026)
- DocCheck Flexikon — Zahnkrone (fachliches Referenzwerk)(abgerufen am 22.4.2026)
- IQWiG / Gesundheitsinformation.de — Zahnersatz: Kronen, Brücken und Implantate(abgerufen am 22.4.2026)
