Wir verwenden Cookies

Diese Website nutzt Google Analytics, um die Nutzung zu analysieren und unser Angebot zu verbessern. Ihre Zustimmung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

DGI-zertifizierte ImplantologinÜber 95% Erfolgsrate13+ Jahre Erfahrung

Prophylaxe beim Zahnarzt in München-Oberföhring | Vorsorge & PZR

Eine gründliche Zahnprophylaxe ist der Schlüssel, um Zahnerkrankungen wie Karies, Parodontitis und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Sie sorgt dafür, dass Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch über Jahre hinweg gesund bleiben. In unserer Zahnarztpraxis in München bieten wir Ihnen ein maßgeschneidertes Prophylaxeprogramm, das weit über eine einfache Zahnreinigung hinausgeht.

Was ist Prophylaxe beim Zahnarzt?

Zahnprophylaxe — oder kurz Prophylaxe — bezeichnet das gesamte Spektrum vorbeugender Maßnahmen in der Zahnmedizin. Es geht dabei um weit mehr als die regelmäßige Zahnreinigung: Prophylaxe beim Zahnarzt umfasst alle Strategien, Behandlungen und Beratungsleistungen, die darauf abzielen, Karies, Parodontitis, Zahnverlust und Munderkrankungen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Der Begriff leitet sich vom griechischen prophylassein ab — „vorher bewachen, Vorsorge treffen". Genau das beschreibt das Konzept: Wer vorsorgt, muss seltener heilen. In der modernen Zahnmedizin ist Prophylaxe längst keine Randleistung mehr, sondern das Fundament jeder gesunden Zahnarzt-Patienten-Beziehung.

Zur zahnärztlichen Prophylaxe gehören u.a.:

  • Professionelle Zahnreinigung (PZR) — die mechanische Entfernung von Biofilm und Zahnstein
  • Air-Flow Behandlung — schonende Beseitigung von Verfärbungen und subgingivalem Biofilm
  • Fluoridierung und Versiegelung — chemischer Schutz der Zahnhartsubstanz
  • Fissurenversiegelung — struktureller Schutz der Kauflächen
  • Individualprophylaxe (IP 1–5) für Kinder und Jugendliche
  • Parodontitis-Nachsorge (UPT — Unterstützende Parodontitis-Therapie)
  • Individuelle Mundhygieneberatung und Putztraining
  • Ernährungsberatung in Bezug auf Zahngesundheit

Der entscheidende Vorteil der Vorsorge gegenüber der Behandlung liegt auf der Hand: Eine Kariesfüllung kostet Zeit, Geld und Zahnsubstanz. Eine verhinderte Karies kostet nichts davon. Studien zeigen, dass jeder Euro, der in Prophylaxe investiert wird, langfristig drei bis fünf Euro an Behandlungskosten einspart.

In unserer Praxis in München-Oberföhring verstehen wir Prophylaxe als kontinuierliche Partnerschaft: Wir begleiten Sie und Ihre Familie über Jahre hinweg — vom ersten Milchzahn bis ins hohe Alter. Unser Recall-System sorgt dafür, dass Sie den richtigen Termin zum richtigen Zeitpunkt bekommen, abgestimmt auf Ihr persönliches Risikoprofil.

Wenn Sie in München einen Zahnarzt für Prophylaxe suchen, der mehr bietet als eine Standardreinigung, sind Sie bei uns richtig. Prophylaxe in Bogenhausen und Oberföhring — das bedeutet bei Dr. Christina Dickel: evidenzbasierte Vorsorge, moderne Techniken und echte Prävention mit Weitblick.

Prophylaxe beim Zahnarzt: Vorsorge für gesunde Zähne
Professionelle Prophylaxe — Ihr Schlüssel zu lebenslang gesunden Zähnen.

Unsere Prophylaxe-Leistungen

Unsere Praxis bietet das komplette Spektrum moderner Zahnprophylaxe — von der einmaligen Schutzmaßnahme bis zum langfristigen Betreuungsprogramm. Jede Leistung ist auf Ihren individuellen Bedarf abgestimmt. Im Folgenden stellen wir Ihnen alle Prophylaxe-Leistungen vor, die wir in unserer Praxis in Oberföhring anbieten.

Unsere Prophylaxe-Leistungen: PZR, Fluoridierung, Fissurenversiegelung
Unser Prophylaxe-Angebot: Von der professionellen Zahnreinigung bis zur Fissurenversiegelung.

a) Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) ist das Herzstück jeder Prophylaxe-Sitzung. Unsere Dentalhygienikerinnen entfernen systematisch alle Biofilmablagerungen, Zahnstein und äußere Verfärbungen — von allen Zahnflächen, den Zahnzwischenräumen und der Zahnfleischlinie. Je nach Ausgangssituation setzen wir Ultraschall, Air-Flow oder das modernste Protokoll — die Guided Biofilm Therapy (GBT) von EMS — ein. Den Abschluss bildet immer eine Fluoridierung mit hochkonzentriertem Schutzlack.

Die PZR dauert 45 bis 75 Minuten und wird mindestens einmal jährlich empfohlen, bei Risikogruppen alle drei bis sechs Monate. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Professionellen Zahnreinigung.

b) Air-Flow Behandlung

Das Air-Flow-Verfahren (EMS Pulverstrahltechnik) ist eine besonders schonende Methode zur Entfernung von Biofilm und Verfärbungen. Ein feines Gemisch aus Wasser, Luft und speziell entwickeltem Pulver — bei uns verwenden wir hautverträgliches Erythritol-Pulver — wird mit sanftem Druck auf die Zahnflächen und in die Sulci (Zahnfleischfurchen) aufgetragen. Das Ergebnis: Kaffee-, Tee- und Nikotinverfärbungen verschwinden nahezu rückstandslos, ohne den Zahnschmelz anzugreifen.

Besonders wertvoll ist Air-Flow bei der subgingivalen Reinigung: Mit speziellen Aufsätzen (Perio-Flow) kann das Pulver-Wassergemisch bis zu 4 mm unter den Zahnfleischrand eingebracht werden — ein Bereich, den herkömmliche Instrumente kaum erreichen. Air-Flow ist daher auch ideal für Implantatträger und Patienten mit Parodontitis-Vorgeschichte.

c) Fluoridierung und Schutzlacke

Fluorid ist der effektivste chemische Wirkstoff gegen Karies. Es lagert sich in den Zahnschmelz ein, verhärtet die Kristallstruktur des Hydroxylapatits und macht den Zahn widerstandsfähiger gegen die Säureangriffe oraler Bakterien. Während handelsübliche Zahnpasta eine Fluoridkonzentration von 1.000–1.500 ppm enthält, arbeiten professionelle Fluoridlacke mit bis zu 22.600 ppm — etwa zehnmal stärker und mit viel längerer Einwirkzeit.

Wir setzen nach jeder Prophylaxe-Sitzung standardmäßig einen professionellen Fluoridlack ein. Für Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko bieten wir außerdem individuelle Fluoridierungsprogramme an — auch als separate Behandlung, unabhängig von der PZR.

d) Fissurenversiegelung (Kinder und Jugendliche)

Die Kauflächen der Backenzähne sind von tiefen Rillen und Grübchen (Fissuren) durchzogen — natürliche Fallen für Bakterien und Speisereste, die selbst eine gründliche Zahnbürste kaum erreicht. Bei Kindern und Jugendlichen mit neu durchgebrochenen Molaren empfehlen wir daher die Fissurenversiegelung: Ein dünnflüssiger Kunststoff wird in die Fissuren eingebracht und ausgehärtet — eine unsichtbare, physische Barriere gegen Karies.

Die Fissurenversiegelung ist schmerzfrei, dauert pro Zahn nur wenige Minuten und hält in der Regel mehrere Jahre. Studien belegen eine Kariesreduktion an den versiegelten Flächen von bis zu 80%. Gesetzliche Kassen übernehmen die Fissurenversiegelung für die ersten und zweiten bleibenden Backenzähne (6-Jahres- und 12-Jahres-Molar) bei Kindern von 6 bis 17 Jahren.

e) Individualprophylaxe (IP 1–5 für 6- bis 17-Jährige)

Das gesetzliche Individualprophylaxe-Programm (IP 1–5) ist die wichtigste Kassenleistung in der Präventivzahnmedizin für Kinder und Jugendliche. Es umfasst fünf verschiedene Leistungen:

  • IP 1: Mundhygiene-Status (Erhebung der Plaquemenge)
  • IP 2: Aufklärung über Kariesentstehung und Ernährung
  • IP 3: Mundhygiene-Übungen (Putztraining)
  • IP 4: Fluoridierung der Zähne
  • IP 5: Fissurenversiegelung (bei Indikation)

Alle IP-Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zweimal jährlich übernommen. Sie sind ein zentrales Element unserer Kindervorsorge — mehr dazu auf unserer Seite zur Kinderzahnheilkunde.

f) Parodontitis-Nachsorge (UPT)

Nach einer abgeschlossenen Parodontitis-Behandlung (Parodontale Basistherapie) ist die Erkrankung nicht geheilt — sie ist kontrolliert. Um ein Rezidiv zu verhindern und die erreichte Taschentiefe zu stabilisieren, ist die Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) unerlässlich. Je nach individuellem Risikoprofil empfehlen wir UPT-Sitzungen alle drei bis vier Monate.

Die UPT umfasst eine vollständige Biofilm-Entfernung, Subgingival-Reinigung der Zahnfleischtaschen, Remotivation und Überprüfung des häuslichen Pflegestatus. Seit 2021 ist die UPT eine anerkannte Kassenleistung für Patienten mit diagnostizierter Parodontitis. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Parodontologie.

Warum Prophylaxe so wichtig ist

Zahnerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des Menschen — und dennoch sind sie zu großem Teil vermeidbar. Karies und Parodontitis entstehen nicht zufällig: Sie sind die vorhersehbare Folge eines unbehandelten Biofilms auf den Zahnflächen. Genau hier setzt die Prophylaxe an.

Was die Epidemiologie sagt: Laut der letzten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) haben über 40% der Erwachsenen zwischen 35 und 44 Jahren eine mittelschwere bis schwere Parodontitis. Bei Senioren steigt dieser Anteil auf über 65%. Gleichzeitig zeigen die Daten: Wo regelmäßige professionelle Prophylaxe stattfindet, sinken Erkrankungs- und Zahnverlustraten dramatisch.

Die Axelsson-Studie — das stärkste Argument für Prophylaxe: Der schwedische Zahnarzt und Forscher Per Axelsson begleitete in einer Langzeitstudie über 30 Jahre mehr als 500 Patienten, die an einem intensiven professionellen Prophylaxe-Programm teilnahmen, und verglich sie mit einer Kontrollgruppe ohne Prophylaxe. Das Ergebnis war beeindruckend: Die Prophylaxe-Gruppe zeigte eine Kariesreduktion von bis zu 70%, nahezu keinen parodontitisbedingten Zahnverlust und deutlich geringere Behandlungskosten über den gesamten Beobachtungszeitraum. Diese Daten, erstmals 1991 publiziert und mehrfach bestätigt, gelten bis heute als wissenschaftlicher Grundpfeiler der modernen Präventivzahnmedizin.

Kosten-Nutzen-Rechnung: Eine einzelne Prophylaxe-Sitzung kostet 80–160 EUR. Eine einzelne Zahnfüllung kostet 80–200 EUR — pro Zahn, und beseitigt die Ursache nicht. Ein Implantat nach Zahnverlust kostet 2.000–4.000 EUR. Die Rechnung ist eindeutig: Prophylaxe ist die günstigste Investition in die eigene Zahngesundheit, die es gibt.

Weitere Informationen zu Prophylaxe und Mundgesundheit finden Sie bei der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO).

Prophylaxe in jedem Lebensalter

Zahngesundheit ist ein lebenslanges Projekt — und Prophylaxe ist in jeder Lebensphase anders. Was ein Kleinkind braucht, unterscheidet sich grundlegend von den Bedürfnissen einer Schwangeren, eines Implantatträgers oder eines Senioren mit nachlassender Feinmotorik. Unser Prophylaxe-Konzept ist deshalb konsequent individualisiert — abgestimmt auf Ihr Alter, Ihre Risikofaktoren und Ihre persönliche Lebenssituation.

Prophylaxe in jedem Lebensalter: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren
Prophylaxe für jedes Alter — vom ersten Milchzahn bis ins hohe Alter.

a) Kinder (ab 3 Jahren): Früh anfangen, lebenslang profitieren

Zahnpflege beginnt nicht mit dem ersten Schuljahr — sie beginnt mit dem ersten Zahn. Ab dem dritten Lebensjahr empfehlen wir die ersten Prophylaxe-Besuche beim Zahnarzt: Hier lernen Kinder spielerisch, wie Zähneputzen richtig geht (Putzschule), ihre Zähne werden fluoridiert und der Kariesstatus erhoben. So entsteht von klein auf ein positives Verhältnis zur Zahnmedizin — keine Angst, keine Dramen.

Ab dem sechsten Lebensjahr, wenn die ersten bleibenden Molaren durchbrechen, empfehlen wir die Fissurenversiegelung und die vollständige Individualprophylaxe (IP 1–5) — auf Kassenkosten, zweimal jährlich. Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko (zuckerreiche Ernährung, sauerstoffarme Sauerstoffzufuhr, Mundatmung, Behinderungen) sollten häufiger kommen. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite zur Kinderzahnheilkunde.

b) Jugendliche: Motivation und KFO-Prophylaxe

Pubertät und Zahngesundheit passen nicht immer gut zusammen: Hormonelle Veränderungen erhöhen die Entzündungsbereitschaft des Zahnfleisches, Ernährungsgewohnheiten verlagern sich zu zuckerhaltigen Snacks und Getränken, und die Motivation zur täglichen Zahnpflege lässt oft nach. Gleichzeitig tragen viele Jugendliche eine feste Zahnspange (Bracket-Apparatur) — die die Reinigung erheblich erschwert und das Kariesrisiko an den Bracketrändern deutlich erhöht.

Für Jugendliche mit Brackets empfehlen wir PZR-Termine im Zwei- bis Dreimonats-Rhythmus sowie regelmäßige Remotivation durch unser Prophylaxe-Team. Die IP-Leistungen laufen bis zum 17. Geburtstag als Kassenleistung weiter. Wir arbeiten eng mit kieferorthopädischen Kollegen zusammen und stimmen Prophylaxe und KFO-Behandlung aufeinander ab.

c) Erwachsene: Der Zwei-Jahres-Rhythmus als Minimum

Für gesunde Erwachsene ohne erhöhtes Risiko gilt: mindestens einmal jährlich zur Prophylaxe, idealerweise zweimal. Wer Risikofaktoren hat — Raucher, Diabetiker, Patienten mit Herzerkrankungen, trockener Mund durch Medikamente, hoher Kaffee- oder Weinkonsum — sollte alle drei bis vier Monate kommen.

Im Erwachsenenalter ist Prophylaxe vor allem Parodontitis-Prävention: Die Erkrankung beginnt schleichend, oft ohne Schmerzen, und ist erst im fortgeschrittenen Stadium leicht zu erkennen. Wer regelmäßig zur Prophylaxe kommt, erlaubt uns, frühzeitig einzugreifen — bevor Knochen verloren geht. Gleichzeitig profitieren Erwachsene von der ästhetischen Wirkung: Verfärbungen verschwinden, das Lächeln wirkt frischer.

d) Schwangere: Schutz für Mutter und Kind

Schwangerschaft verändert den hormonellen Haushalt grundlegend — und das Zahnfleisch reagiert darauf mit erhöhter Entzündungsbereitschaft. Schwangerschaftsgingivitis tritt bei bis zu 70% aller Schwangeren auf: Das Zahnfleisch rötet sich, blutet leicht und schwillt an, auch wenn die Mundhygiene unverändert gut ist. Ohne professionelle Prophylaxe kann sich diese Gingivitis zur Parodontitis entwickeln.

Wichtig zu wissen: Studien belegen einen statistischen Zusammenhang zwischen unbehandelter Parodontitis in der Schwangerschaft und einem erhöhten Risiko für Frühgeburt und niedrigem Geburtsgewicht. Eine Prophylaxe-Sitzung während der Schwangerschaft ist daher nicht nur für die Mundgesundheit der Mutter wichtig, sondern möglicherweise auch für die Gesundheit des Kindes.

Der optimale Zeitpunkt liegt im zweiten Trimester (12.–32. Schwangerschaftswoche): Das erste Trimester ist die empfindlichste Phase der Organentwicklung, das dritte Trimester ist für langes Liegen im Behandlungsstuhl oft unbequem. Im zweiten Trimester ist die PZR vollständig sicher, schonend und ausdrücklich empfohlen — auch von der DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe). Röntgenaufnahmen werden selbstverständlich vermieden.

e) Senioren: Wurzelkaries und nachlassende Motorik

Mit zunehmendem Alter zieht sich das Zahnfleisch zurück — ein physiologischer Prozess, der aber gefährliche Konsequenzen hat: Die freigelegten Zahnwurzeln bestehen nicht aus Schmelz, sondern aus Wurzelzement, der deutlich weicher und damit kariesanfälliger ist. Wurzelkaries ist die häufigste Kariesform im Alter und schwer zu behandeln, da sie oft unter dem Zahnfleischrand beginnt und lange unsichtbar bleibt.

Hinzu kommen: nachlassende Feinmotorik (Zähneputzen wird schwieriger), Mundtrockenheit als Nebenwirkung vieler Medikamente (Speichel ist der natürliche Zahnschutz), Zungenschlundplatten und Teilprothesen, die besondere Reinigung erfordern, und ein erhöhtes Parodontitis-Risiko bei systemischen Erkrankungen wie Diabetes.

Für unsere Senioren-Patienten bieten wir engmaschige Prophylaxe-Termine (alle drei bis vier Monate), intensive Fluoridierung freiliegender Wurzelflächen, Prothesenreinigung und -kontrolle sowie individuelle Hilfsmittelberatung (elektrische Zahnbürsten, Interdentalräume, Mundspülungen). Auf Wunsch kommen wir im Rahmen unseres Hausbesuchangebots auch zu Ihnen.

f) Implantatträger: Periimplantitis-Prävention

Zahnimplantate sind modern, langlebig und natürlich wirkend — aber sie sind nicht unverwundbar. Das größte Risiko für Implantatträger ist die Periimplantitis: eine Entzündung des Knochens und des Weichgewebes rund um das Implantat, die strukturell der Parodontitis ähnelt, aber schneller fortschreitet und schwerer behandelbar ist. Einmal eingetreten, kann Periimplantitis zum Verlust des Implantats führen.

Regelmäßige professionelle Prophylaxe ist daher für Implantatträger nicht optional, sondern essenziell. Wir empfehlen Prophylaxe-Sitzungen alle drei bis vier Monate, bei denen wir spezielle Carbon- und Kunststoffinstrumente sowie Air-Flow mit Erythritol-Pulver einsetzen — metallische Instrumente würden die Titan- oder Keramikoberfläche des Implantats beschädigen. Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Seite zur Implantologie.

Prophylaxe vs. Eigenreinigung — Der Unterschied

Eine Frage, die wir häufig hören: „Ich putze doch zweimal täglich — warum brauche ich dann noch die professionelle Prophylaxe?" Die Antwort liegt in dem, was die häusliche Mundhygiene leisten kann — und in dem, was sie strukturell nicht leisten kann, egal wie gewissenhaft sie durchgeführt wird.

Häusliche Mundhygiene ist unerlässlich und bildet das tägliche Fundament der Zahngesundheit. Aber sie hat physikalische Grenzen: Die Zahnbürste erreicht die Zahnfleischlinie nur begrenzt, in Zahnfleischtaschen kommt sie nicht, Zahnstein kann sie nicht entfernen, und Fluorid aus der Zahnpasta kann nicht die Konzentration eines professionellen Lacks erreichen.

Eigenreinigung Professionelle Prophylaxe
Entfernt sichtbaren Belag Ja Ja
Entfernt Zahnstein Nein Ja
Erreicht Zahnfleischtaschen Nein Ja
Entfernt Biofilm unter Zahnfleischrand Nein Ja
Fluoridschutz Zahnpasta (1.000–1.500 ppm) Professioneller Lack (bis 22.600 ppm — ca. 10× stärker)
Individuelle Beratung Nein Ja — inkl. Schwachstellen-Analyse
Karies-Reduktion ca. 50% (bei konsequenter Anwendung) ca. 70% (Axelsson-Langzeitstudie)

Die wichtigste Botschaft: Eigenreinigung und professionelle Prophylaxe sind keine Alternativen, sondern Ergänzungen. Wer zu Hause sorgfältig putzt und regelmäßig zur Prophylaxe kommt, gibt seiner Mundgesundheit die beste Grundlage. Wer nur eines von beidem tut, gibt sich mit der halben Lösung zufrieden.

Unser Prophylaxe-Team zeigt Ihnen nach jeder Sitzung anhand des Anfärbebefunds ganz konkret, welche Stellen Ihre Zahnbürste zu Hause regelmäßig verfehlt — und gibt Ihnen praxistaugliche Tipps, wie Sie das ändern können. Diese individuelle Beratung ist ein einzigartiges Merkmal der professionellen Prophylaxe und macht den Unterschied zur reinen Behandlung.

Vergleich: Eigenreinigung vs. professionelle Prophylaxe
Warum professionelle Prophylaxe das erreicht, was Zähneputzen allein nicht kann.

Mundgesundheit und Allgemeingesundheit

Der Mund ist kein isoliertes Organ — er ist Teil eines Systems. Entzündungen im Mundraum bleiben selten lokal: Über den Blutkreislauf können Bakterien und Entzündungsmediatoren aus dem Parodont in entfernte Organe gelangen und dort Schaden anrichten. Die wissenschaftliche Forschung der letzten 20 Jahre hat diese Zusammenhänge zunehmend klar herausgearbeitet.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Patienten mit chronischer Parodontitis haben ein signifikant erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Parodontale Bakterien — darunter Porphyromonas gingivalis und Aggregatibacter actinomycetemcomitans — wurden direkt in arteriosklerotischen Plaques gefunden. Regelmäßige Prophylaxe senkt die systemische Bakterien- und Entzündungslast.

Diabetes mellitus: Die Verbindung zwischen Diabetes und Parodontitis ist bidirektional: Schlechte Blutzuckerkontrolle begünstigt Zahnfleischentzündungen, und unbehandelte Parodontitis verschlechtert ihrerseits den HbA1c-Wert. Studien zeigen eine HbA1c-Verbesserung von bis zu 0,4% durch erfolgreiche Parodontitis-Behandlung — ein Effekt, der dem mancher oraler Antidiabetika entspricht.

Frühgeburt und Schwangerschaft: Wie im Abschnitt zur Schwangerschaftsprophylaxe dargelegt, ist unbehandelte Parodontitis mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko assoziiert. Professionelle Prophylaxe in der Schwangerschaft ist eine der evidenzbasiertesten Präventivmaßnahmen für Mutter und Kind.

Pneumonie: Bei bettlägerigen Patienten und Senioren in Pflegeeinrichtungen ist die orale Keimzahl ein eigenständiger Risikofaktor für Aspirationspneumonie. Regelmäßige Mundpflege und Prophylaxe reduzieren das Pneumonierisiko nachweislich.

Weiterführende Informationen und wissenschaftliche Literatur finden Sie bei der DG PARO und im Journal of Clinical Periodontology.

Kosten und Kassenleistungen

Die Kosten für Prophylaxe-Leistungen variieren je nach Art der Behandlung, dem Zeitaufwand und dem eingesetzten Verfahren. Wir legen großen Wert auf Transparenz: Sie kennen die Kosten, bevor wir beginnen. Nachfolgend eine Übersicht der wichtigsten Prophylaxe-Leistungen und ihrer Kostenstruktur.

Kassenleistungen (GKV)

Folgende Prophylaxe-Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen:

  • Individualprophylaxe IP 1–5 (Kinder und Jugendliche 6–17 Jahre): Vollständig kassenfinanziert, zweimal jährlich. Umfasst Mundhygienestatus, Beratung, Putztraining, Fluoridierung und ggf. Fissurenversiegelung.
  • Fissurenversiegelung: Für den ersten und zweiten bleibenden Molaren (6- und 12-Jahres-Molar) bei Kindern bis 17 Jahren Kassenleistung.
  • Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT): Seit 2021 als Kassenleistung für Patienten mit dokumentierter Parodontitis, zweimal jährlich (ggf. häufiger nach individueller Einstufung).
  • Zahnsteinentfernung: Einmal jährlich als Kassenleistung (einfache Zahnsteinentfernung, ohne vollständige PZR).

IGeL-Leistungen (gesetzlich Versicherte)

Die vollständige professionelle Zahnreinigung (PZR) mit Air-Flow, Politur und Fluoridierung ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) — nicht im Leistungskatalog der GKV enthalten. Viele Kassen bezuschussen die PZR jedoch freiwillig im Rahmen ihrer Bonus- oder Satzungsleistungen mit 30–60 EUR pro Jahr. Bitte erfragen Sie Ihren Zuschuss direkt bei Ihrer Kasse.

Private Krankenversicherung

Privatpatienten erhalten Prophylaxe-Leistungen in der Regel vollständig oder zu einem großen Teil erstattet — je nach Tarif und Präventionsbonus. Wir stellen nach der Behandlung eine detaillierte Rechnung nach GOZ aus.

Nutzen Sie unseren Festzuschuss-Rechner für eine individuelle Kostenübersicht oder rufen Sie uns an: 089 95760618.

Prophylaxe-Kosten und Kassenleistungen in München
Transparente Kosten: Prophylaxe ab 80 EUR, viele Leistungen für Kinder kassenfrei.

Ihr Recall-System — Ihr persönlicher Prophylaxe-Fahrplan

Die beste Prophylaxe nützt nichts, wenn man den nächsten Termin vergisst. Deshalb haben wir in unserer Praxis ein strukturiertes Recall-System eingeführt: Wir kümmern uns darum, dass Sie zum richtigen Zeitpunkt an Ihren nächsten Prophylaxe-Termin erinnert werden — automatisch, persönlich und ohne dass Sie selbst aktiv werden müssen.

So funktioniert unser Recall: Nach jeder Prophylaxe-Sitzung legen wir gemeinsam mit Ihnen das ideale Intervall für die nächste Sitzung fest — basierend auf Ihrem persönlichen Risikoprofil, dem Befund und Ihrer Lebensituation. Drei bis vier Wochen vor Ihrem Wunschtermin erhalten Sie eine Erinnerung per SMS oder E-Mail — je nachdem, wie Sie es bevorzugen. Sie müssen nur noch bestätigen oder einen alternativen Termin wählen.

Individuelle Intervalle statt Einheitslösung: Nicht jeder braucht die PZR zweimal im Jahr. Manche Patienten kommen mit einem jährlichen Termin aus — andere sollten alle drei Monate kommen. Unser Recall passt sich Ihrer Situation an. Wenn sich Ihr Risikoprofil ändert — zum Beispiel durch eine Diabetes-Diagnose, eine Schwangerschaft oder die Versorgung mit Implantaten — passen wir das Intervall entsprechend an.

Mehr Informationen zum idealen Prophylaxe-Rhythmus finden Sie in unserem Blogbeitrag: Prophylaxe beim Zahnarzt — wie oft ist richtig?

Risiken und Sicherheit

Prophylaxe-Maßnahmen gehören zu den sichersten Behandlungen in der gesamten Zahnmedizin. Sie sind nicht invasiv, hinterlassen keine bleibenden Veränderungen und sind für nahezu alle Patienten — einschließlich Kinder, Schwangere und ältere Menschen — vollständig sicher. Dennoch informieren wir Sie hier vollständig über mögliche, in der Regel kurzzeitige und harmlose Nebeneffekte.

Unsere Dentalhygienikerinnen passen die Behandlungsintensität jederzeit an Ihre individuelle Empfindlichkeit an. Vor der ersten Behandlung erheben wir eine vollständige Anamnese — einschließlich bekannter Allergien, Medikamente und Erkrankungen.

Häufig gestellte Fragen zur Prophylaxe

Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns Patienten aus München, Bogenhausen und Oberföhring am häufigsten zur Zahnprophylaxe stellen. Ist Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie uns gern an unter 089 95760618 oder nutzen Sie unser Kontaktformular — wir helfen Ihnen weiter.

Kosten im Überblick

Prophylaxe-Sitzung (inkl. PZR)

80 – 160 EUR

Vollständige Prophylaxe mit Biofilmentfernung, Zahnsteinentfernung, Air-Flow, Politur und Fluoridierung

Fluoridierung

15 – 30 EUR

Professioneller Fluoridlack, auch als Einzelleistung buchbar

Fissurenversiegelung (pro Zahn)

20 – 50 EUR

Für Erwachsene; für Kinder 6–17 J. an den ersten und zweiten Molaren Kassenleistung

Individualprophylaxe Kinder (IP 1–5)

Kassenleistung (6–17 Jahre, 2×/Jahr)

Vollständig von der GKV übernommen: Mundhygienestatus, Beratung, Putztraining, Fluoridierung, Fissurenversiegelung

Parodontitis-Nachsorge (UPT)

80 – 150 EUR

Für Patienten mit dokumentierter Parodontitis: seit 2021 Kassenleistung (ggf. Eigenanteil je nach Tarif)

Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen die PZR mit 30–60 EUR pro Jahr. Nutzen Sie unseren Festzuschuss-Rechner für eine individuelle Übersicht.

Gesetzlich Versicherte erhalten je nach Kasse einen Zuschuss von 30–60 EUR/Jahr für die PZR. IP 1–5 für Kinder 6–17 J. und UPT für Parodontitis-Patienten sind vollständige Kassenleistungen. Private Krankenversicherungen erstatten Prophylaxe-Leistungen in der Regel vollständig. Wir stellen eine detaillierte Rechnung nach GOZ aus.

Risiken und Sicherheit

Prophylaxe-Maßnahmen sind die sichersten Behandlungen in der Zahnmedizin. Sie sind nicht invasiv, hinterlassen keine bleibenden Veränderungen und sind für nahezu alle Patienten — einschließlich Kinder, Schwangere und Senioren — vollständig unbedenklich. Mögliche, in der Regel kurzzeitige Nebeneffekte sind:

Leichte Empfindlichkeit nach PZR

Häufig (normal, vorübergehend)

Klingt nach 1–2 Tagen ab; der abschließende Fluoridlack lindert die Empfindlichkeit deutlich

Zahnfleischreizung bei Fluoridierung

Sehr selten

Bei bekannter Fluoridüberempfindlichkeit verwenden wir fluoridfreie Alternativen — bitte im Vorfeld angeben

Überempfindlichkeit bei Fissurenversiegelung

Sehr selten (<0,5%)

Auf BPA-freie Materialien auf Anfrage, Anamnese vorab, Versiegelung jederzeit entfernbar

Prophylaxe ist per Definition risikoarm — das ist einer ihrer wesentlichen Vorteile gegenüber restaurativer Behandlung. Unsere Dentalhygienikerinnen arbeiten mit modernsten Geräten und angepasster Intensität. Vor jeder Sitzung erheben wir eine vollständige Anamnese und besprechen eventuelle Bedenken mit Ihnen persönlich.

Häufige Fragen

Eine Prophylaxe-Sitzung umfasst typischerweise: Erhebung des Mundhygienestatus, Anfärben und Entfernen von Biofilm (Plaque), professionelle Zahnsteinentfernung mit Ultraschall, Reinigung mit Air-Flow-Pulverstrahltechnik, Politur der Zahnflächen, abschließende Fluoridierung mit hochkonzentriertem Schutzlack sowie individuelle Mundhygieneberatung. Je nach Indikation kommen weitere Leistungen wie Fissurenversiegelung, Parodontitis-Nachsorge (UPT) oder Implantatreinigung hinzu.
Für gesunde Erwachsene ohne erhöhtes Risiko empfehlen wir mindestens einmal jährlich, idealerweise zweimal. Bei erhöhtem Risiko — Raucher, Diabetiker, Parodontitis-Patienten, Implantatträger, Patienten mit trockenen Mund — alle drei bis vier Monate. Kinder im Rahmen der gesetzlichen IP-Leistungen zweimal jährlich (ab 6 Jahren). Die optimale Frequenz besprechen wir individuell nach dem Befund.
Die Kosten variieren je nach Leistung: Eine vollständige Prophylaxe-Sitzung inkl. PZR kostet 80–160 EUR. Fluoridierung zusätzlich 15–30 EUR. Fissurenversiegelung pro Zahn 20–50 EUR (für Kinder 6–17 J. Kassenleistung). Parodontitis-Nachsorge UPT 80–150 EUR. Viele Krankenkassen bezuschussen die PZR mit 30–60 EUR/Jahr. IP 1–5 für Kinder und Jugendliche 6–17 J. ist vollständig kassenfinanziert.
Nein. Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist ein Teil der Prophylaxe — aber Prophylaxe ist der Oberbegriff für das gesamte Spektrum vorbeugender zahnmedizinischer Maßnahmen. Dazu gehören neben der PZR auch Fluoridierung, Fissurenversiegelung, Individualprophylaxe für Kinder, Parodontitis-Nachsorge (UPT), Implantat-Prophylaxe und die individuelle Mundhygieneberatung.
Teilweise. Vollständig kassenbezahlt sind: IP 1–5 für Kinder und Jugendliche 6–17 J. (zweimal jährlich), Fissurenversiegelung der ersten und zweiten bleibenden Molaren, Zahnsteinentfernung (einmal jährlich), sowie UPT für diagnostizierte Parodontitis-Patienten. Die vollständige PZR mit Air-Flow und Politur ist eine IGeL-Leistung, wird aber von vielen Kassen mit 30–60 EUR bezuschusst. Private Krankenversicherungen erstatten Prophylaxe meist vollständig.
Erste Beratungstermine empfehlen wir ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr — sobald die Milchzähne vollständig durchgebrochen sind. Ab dem sechsten Lebensjahr, mit Durchbruch der ersten bleibenden Molaren, beginnt die gesetzliche Individualprophylaxe (IP 1–5) — auf Kassenkosten, zweimal jährlich bis zum 17. Geburtstag. Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko profitieren von häufigeren Terminen.
Ja, besonders wichtig. Hormonelle Veränderungen führen bei bis zu 70% der Schwangeren zu Schwangerschaftsgingivitis. Unbehandelt kann diese zu Parodontitis führen, die mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko assoziiert ist. Eine Prophylaxe-Sitzung im zweiten Trimester (12.–32. SSW) ist vollständig sicher und ausdrücklich empfohlen — von Zahnärzten und Gynäkologen gleichermaßen. Röntgenaufnahmen werden dabei selbstverständlich vermieden.
Ein Recall-System ist eine automatische Erinnerungsfunktion, die Sie zum richtigen Zeitpunkt an Ihren nächsten Prophylaxe-Termin erinnert. In unserer Praxis legen wir nach jeder Sitzung gemeinsam das individuelle Intervall für den nächsten Termin fest. Einige Wochen vorher erhalten Sie eine Erinnerung per SMS oder E-Mail. So stellen wir sicher, dass die Prophylaxe-Intervalle eingehalten werden — ohne dass Sie selbst aktiv werden müssen.
Das hängt von Umfang und gewähltem Verfahren ab. Eine Standard-PZR dauert ca. 45–60 Minuten. Air-Flow-Behandlung ebenfalls 45–60 Minuten. Guided Biofilm Therapy (GBT) 60–75 Minuten. UPT-Sitzungen (Parodontitis-Nachsorge) 45–60 Minuten. Bei Kindern ist die Behandlung kürzer (20–40 Minuten). Hinzu kommen Befundaufnahme und Beratung am Anfang und Ende jeder Sitzung.
Fluorid ist der wirksamste chemische Schutzstoff gegen Karies. Es lagert sich in den Zahnschmelz ein, härtet die Kristallstruktur (Hydroxyfluorapatit) und macht die Zahnoberfläche widerstandsfähiger gegen Säureangriffe oraler Bakterien. Professionelle Fluoridlacke beim Zahnarzt enthalten bis zu 22.600 ppm Fluorid — etwa zehnmal mehr als handelsübliche Zahnpasta — und wirken durch die längere Verweildauer und bessere Penetration deutlich stärker. Studien belegen eine Kariesreduktion von 20–40% durch regelmäßige professionelle Fluoridierung.
Fissurenversiegelung ist eine präventive Behandlung, bei der ein dünnflüssiger Kunststoff in die tiefen Rillen und Grübchen (Fissuren) der Kauflächen eingebracht und ausgehärtet wird. Diese natürlichen Vertiefungen sind schwer zu reinigen und besonders kariesgefährdet. Die Versiegelung bildet eine physische Barriere gegen Bakterien und Säuren. Die Behandlung ist schmerzfrei, dauert pro Zahn wenige Minuten und hält mehrere Jahre. Für Kinder 6–17 Jahre ist sie an den ersten und zweiten Molaren eine Kassenleistung.
Ja, regelmäßige Prophylaxe ist die effektivste Methode zur Parodontitis-Prävention. Die Axelsson-Langzeitstudie (30 Jahre) zeigte bei Teilnehmern mit konsequenter professioneller Prophylaxe nahezu keinen parodontitisbedingten Zahnverlust. Für Patienten, die bereits an Parodontitis erkrankt waren und behandelt wurden, ist die Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) alle drei bis vier Monate unverzichtbar, um ein Rezidiv zu verhindern.
Nein. Professionelle Prophylaxe ist ausgesprochen gewebeschonend — bei korrekter Durchführung gibt es keine Obergrenze, die schädlich wäre. Bei gesunden Erwachsenen ohne Risikofaktoren ist mehr als dreimal jährlich aus medizinischer Sicht nicht nötig, aber auch nicht schädlich. Bei Patienten mit Implantaten, Parodontitis oder KFO-Behandlung sind vier oder mehr Termine jährlich ausdrücklich empfohlen. Die ideale Frequenz besprechen wir individuell mit Ihnen.
Prophylaxe ist der Oberbegriff für alle vorbeugenden zahnmedizinischen Maßnahmen: von Fluoridierung und Fissurenversiegelung über Mundhygieneberatung bis zur Parodontitis-Nachsorge. Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist die bekannteste und zentrale Einzelleistung innerhalb der Prophylaxe — aber sie ist nur ein Teil davon. Wenn Patienten von "Prophylaxe" sprechen, meinen sie oft die PZR; korrekt ist Prophylaxe aber das breitere Konzept.
Zähneputzen entfernt Biofilm von den zugänglichen Zahnflächen — aber nicht überall: In Zahnfleischtaschen kommt die Zahnbürste nicht, Zahnstein lässt sich durch Putzen nicht entfernen, und die Fluoridkonzentration der Zahnpasta ist zehnmal geringer als die eines professionellen Lacks. Hinzu kommt, dass selbst gründliches Putzen an bestimmten Stellen versagt (approximale Flächen, distale Flächen der letzten Molaren). Studie zeigen: Eigenreinigung allein reduziert Karies um ca. 50%, kombiniert mit professioneller Prophylaxe um bis zu 70% (Axelsson).

Qualifikationen und Zertifikate

2016

Curriculum Parodontologie

Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO)

2015

Curriculum Ästhetische Zahnheilkunde

Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ)

2020

Zertifizierte Prophylaxe-Praxis

Bundeszahnärztekammer (BZÄK)

2012

Staatsexamen Zahnmedizin

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Bereit für Ihr strahlendes Lächeln?

Vereinbaren Sie jetzt Ihr kostenloses Beratungsgespräch. Wir freuen uns auf Sie.

Verwandte Leistungen

Bereit für Ihre
Prophylaxe?

Vereinbaren Sie noch heute Ihren Beratungstermin und lassen Sie sich von unserer Expertise überzeugen. Wir freuen uns darauf, Ihnen zu einem gesunden und strahlenden Lächeln zu verhelfen.

Behandlungsübersicht:

Behandlungsdauer:
Sitzungen:
Investition:

Kontakt & Anfahrt

Zahnarztpraxis Christina Dickel
Oberföhringer Straße 183a, 81925 München

Sprechzeiten

Mo:08:00-19:00
Di:08:00-19:00
Mi:08:00-19:00
Do:08:00-19:00
Fr:08:00-13:00
13+
Jahre Erfahrung
4.9
★★★★★ Bewertung
100%
Zufriedenheit

Unsere Prophylaxe-Leistungen

Unsere Praxis bietet das komplette Spektrum moderner Zahnprophylaxe — von der einmaligen Schutzmaßnahme bis zum langfristigen Betreuungsprogramm. Jede Leistung ist auf Ihren individuellen Bedarf abgestimmt. Im Folgenden stellen wir Ihnen alle Prophylaxe-Leistungen vor, die wir in unserer Praxis in Oberföhring anbieten.

a) Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) ist das Herzstück jeder Prophylaxe-Sitzung. Unsere Dentalhygienikerinnen entfernen systematisch alle Biofilmablagerungen, Zahnstein und äußere Verfärbungen — von allen Zahnflächen, den Zahnzwischenräumen und der Zahnfleischlinie. Je nach Ausgangssituation setzen wir Ultraschall, Air-Flow oder das modernste Protokoll — die Guided Biofilm Therapy (GBT) von EMS — ein. Den Abschluss bildet immer eine Fluoridierung mit hochkonzentriertem Schutzlack.

Die PZR dauert 45 bis 75 Minuten und wird mindestens einmal jährlich empfohlen, bei Risikogruppen alle drei bis sechs Monate. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Professionellen Zahnreinigung.

b) Air-Flow Behandlung

Das Air-Flow-Verfahren (EMS Pulverstrahltechnik) ist eine besonders schonende Methode zur Entfernung von Biofilm und Verfärbungen. Ein feines Gemisch aus Wasser, Luft und speziell entwickeltem Pulver — bei uns verwenden wir hautverträgliches Erythritol-Pulver — wird mit sanftem Druck auf die Zahnflächen und in die Sulci (Zahnfleischfurchen) aufgetragen. Das Ergebnis: Kaffee-, Tee- und Nikotinverfärbungen verschwinden nahezu rückstandslos, ohne den Zahnschmelz anzugreifen.

Besonders wertvoll ist Air-Flow bei der subgingivalen Reinigung: Mit speziellen Aufsätzen (Perio-Flow) kann das Pulver-Wassergemisch bis zu 4 mm unter den Zahnfleischrand eingebracht werden — ein Bereich, den herkömmliche Instrumente kaum erreichen. Air-Flow ist daher auch ideal für Implantatträger und Patienten mit Parodontitis-Vorgeschichte.

c) Fluoridierung und Schutzlacke

Fluorid ist der effektivste chemische Wirkstoff gegen Karies. Es lagert sich in den Zahnschmelz ein, verhärtet die Kristallstruktur des Hydroxylapatits und macht den Zahn widerstandsfähiger gegen die Säureangriffe oraler Bakterien. Während handelsübliche Zahnpasta eine Fluoridkonzentration von 1.000–1.500 ppm enthält, arbeiten professionelle Fluoridlacke mit bis zu 22.600 ppm — etwa zehnmal stärker und mit viel längerer Einwirkzeit.

Wir setzen nach jeder Prophylaxe-Sitzung standardmäßig einen professionellen Fluoridlack ein. Für Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko bieten wir außerdem individuelle Fluoridierungsprogramme an — auch als separate Behandlung, unabhängig von der PZR.

d) Fissurenversiegelung (Kinder und Jugendliche)

Die Kauflächen der Backenzähne sind von tiefen Rillen und Grübchen (Fissuren) durchzogen — natürliche Fallen für Bakterien und Speisereste, die selbst eine gründliche Zahnbürste kaum erreicht. Bei Kindern und Jugendlichen mit neu durchgebrochenen Molaren empfehlen wir daher die Fissurenversiegelung: Ein dünnflüssiger Kunststoff wird in die Fissuren eingebracht und ausgehärtet — eine unsichtbare, physische Barriere gegen Karies.

Die Fissurenversiegelung ist schmerzfrei, dauert pro Zahn nur wenige Minuten und hält in der Regel mehrere Jahre. Studien belegen eine Kariesreduktion an den versiegelten Flächen von bis zu 80%. Gesetzliche Kassen übernehmen die Fissurenversiegelung für die ersten und zweiten bleibenden Backenzähne (6-Jahres- und 12-Jahres-Molar) bei Kindern von 6 bis 17 Jahren.

e) Individualprophylaxe (IP 1–5 für 6- bis 17-Jährige)

Das gesetzliche Individualprophylaxe-Programm (IP 1–5) ist die wichtigste Kassenleistung in der Präventivzahnmedizin für Kinder und Jugendliche. Es umfasst fünf verschiedene Leistungen:

  • IP 1: Mundhygiene-Status (Erhebung der Plaquemenge)
  • IP 2: Aufklärung über Kariesentstehung und Ernährung
  • IP 3: Mundhygiene-Übungen (Putztraining)
  • IP 4: Fluoridierung der Zähne
  • IP 5: Fissurenversiegelung (bei Indikation)

Alle IP-Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zweimal jährlich übernommen. Sie sind ein zentrales Element unserer Kindervorsorge — mehr dazu auf unserer Seite zur Kinderzahnheilkunde.

f) Parodontitis-Nachsorge (UPT)

Nach einer abgeschlossenen Parodontitis-Behandlung (Parodontale Basistherapie) ist die Erkrankung nicht geheilt — sie ist kontrolliert. Um ein Rezidiv zu verhindern und die erreichte Taschentiefe zu stabilisieren, ist die Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) unerlässlich. Je nach individuellem Risikoprofil empfehlen wir UPT-Sitzungen alle drei bis vier Monate.

Die UPT umfasst eine vollständige Biofilm-Entfernung, Subgingival-Reinigung der Zahnfleischtaschen, Remotivation und Überprüfung des häuslichen Pflegestatus. Seit 2021 ist die UPT eine anerkannte Kassenleistung für Patienten mit diagnostizierter Parodontitis. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Parodontologie.

Warum Prophylaxe so wichtig ist

Zahnerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des Menschen — und dennoch sind sie zu großem Teil vermeidbar. Karies und Parodontitis entstehen nicht zufällig: Sie sind die vorhersehbare Folge eines unbehandelten Biofilms auf den Zahnflächen. Genau hier setzt die Prophylaxe an.

Was die Epidemiologie sagt: Laut der letzten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) haben über 40% der Erwachsenen zwischen 35 und 44 Jahren eine mittelschwere bis schwere Parodontitis. Bei Senioren steigt dieser Anteil auf über 65%. Gleichzeitig zeigen die Daten: Wo regelmäßige professionelle Prophylaxe stattfindet, sinken Erkrankungs- und Zahnverlustraten dramatisch.

Die Axelsson-Studie — das stärkste Argument für Prophylaxe: Der schwedische Zahnarzt und Forscher Per Axelsson begleitete in einer Langzeitstudie über 30 Jahre mehr als 500 Patienten, die an einem intensiven professionellen Prophylaxe-Programm teilnahmen, und verglich sie mit einer Kontrollgruppe ohne Prophylaxe. Das Ergebnis war beeindruckend: Die Prophylaxe-Gruppe zeigte eine Kariesreduktion von bis zu 70%, nahezu keinen parodontitisbedingten Zahnverlust und deutlich geringere Behandlungskosten über den gesamten Beobachtungszeitraum. Diese Daten, erstmals 1991 publiziert und mehrfach bestätigt, gelten bis heute als wissenschaftlicher Grundpfeiler der modernen Präventivzahnmedizin.

Kosten-Nutzen-Rechnung: Eine einzelne Prophylaxe-Sitzung kostet 80–160 EUR. Eine einzelne Zahnfüllung kostet 80–200 EUR — pro Zahn, und beseitigt die Ursache nicht. Ein Implantat nach Zahnverlust kostet 2.000–4.000 EUR. Die Rechnung ist eindeutig: Prophylaxe ist die günstigste Investition in die eigene Zahngesundheit, die es gibt.

Weitere Informationen zu Prophylaxe und Mundgesundheit finden Sie bei der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO).

Prophylaxe in jedem Lebensalter

Zahngesundheit ist ein lebenslanges Projekt — und Prophylaxe ist in jeder Lebensphase anders. Was ein Kleinkind braucht, unterscheidet sich grundlegend von den Bedürfnissen einer Schwangeren, eines Implantatträgers oder eines Senioren mit nachlassender Feinmotorik. Unser Prophylaxe-Konzept ist deshalb konsequent individualisiert — abgestimmt auf Ihr Alter, Ihre Risikofaktoren und Ihre persönliche Lebenssituation.

a) Kinder (ab 3 Jahren): Früh anfangen, lebenslang profitieren

Zahnpflege beginnt nicht mit dem ersten Schuljahr — sie beginnt mit dem ersten Zahn. Ab dem dritten Lebensjahr empfehlen wir die ersten Prophylaxe-Besuche beim Zahnarzt: Hier lernen Kinder spielerisch, wie Zähneputzen richtig geht (Putzschule), ihre Zähne werden fluoridiert und der Kariesstatus erhoben. So entsteht von klein auf ein positives Verhältnis zur Zahnmedizin — keine Angst, keine Dramen.

Ab dem sechsten Lebensjahr, wenn die ersten bleibenden Molaren durchbrechen, empfehlen wir die Fissurenversiegelung und die vollständige Individualprophylaxe (IP 1–5) — auf Kassenkosten, zweimal jährlich. Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko (zuckerreiche Ernährung, sauerstoffarme Sauerstoffzufuhr, Mundatmung, Behinderungen) sollten häufiger kommen. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite zur Kinderzahnheilkunde.

b) Jugendliche: Motivation und KFO-Prophylaxe

Pubertät und Zahngesundheit passen nicht immer gut zusammen: Hormonelle Veränderungen erhöhen die Entzündungsbereitschaft des Zahnfleisches, Ernährungsgewohnheiten verlagern sich zu zuckerhaltigen Snacks und Getränken, und die Motivation zur täglichen Zahnpflege lässt oft nach. Gleichzeitig tragen viele Jugendliche eine feste Zahnspange (Bracket-Apparatur) — die die Reinigung erheblich erschwert und das Kariesrisiko an den Bracketrändern deutlich erhöht.

Für Jugendliche mit Brackets empfehlen wir PZR-Termine im Zwei- bis Dreimonats-Rhythmus sowie regelmäßige Remotivation durch unser Prophylaxe-Team. Die IP-Leistungen laufen bis zum 17. Geburtstag als Kassenleistung weiter. Wir arbeiten eng mit kieferorthopädischen Kollegen zusammen und stimmen Prophylaxe und KFO-Behandlung aufeinander ab.

c) Erwachsene: Der Zwei-Jahres-Rhythmus als Minimum

Für gesunde Erwachsene ohne erhöhtes Risiko gilt: mindestens einmal jährlich zur Prophylaxe, idealerweise zweimal. Wer Risikofaktoren hat — Raucher, Diabetiker, Patienten mit Herzerkrankungen, trockener Mund durch Medikamente, hoher Kaffee- oder Weinkonsum — sollte alle drei bis vier Monate kommen.

Im Erwachsenenalter ist Prophylaxe vor allem Parodontitis-Prävention: Die Erkrankung beginnt schleichend, oft ohne Schmerzen, und ist erst im fortgeschrittenen Stadium leicht zu erkennen. Wer regelmäßig zur Prophylaxe kommt, erlaubt uns, frühzeitig einzugreifen — bevor Knochen verloren geht. Gleichzeitig profitieren Erwachsene von der ästhetischen Wirkung: Verfärbungen verschwinden, das Lächeln wirkt frischer.

d) Schwangere: Schutz für Mutter und Kind

Schwangerschaft verändert den hormonellen Haushalt grundlegend — und das Zahnfleisch reagiert darauf mit erhöhter Entzündungsbereitschaft. Schwangerschaftsgingivitis tritt bei bis zu 70% aller Schwangeren auf: Das Zahnfleisch rötet sich, blutet leicht und schwillt an, auch wenn die Mundhygiene unverändert gut ist. Ohne professionelle Prophylaxe kann sich diese Gingivitis zur Parodontitis entwickeln.

Wichtig zu wissen: Studien belegen einen statistischen Zusammenhang zwischen unbehandelter Parodontitis in der Schwangerschaft und einem erhöhten Risiko für Frühgeburt und niedrigem Geburtsgewicht. Eine Prophylaxe-Sitzung während der Schwangerschaft ist daher nicht nur für die Mundgesundheit der Mutter wichtig, sondern möglicherweise auch für die Gesundheit des Kindes.

Der optimale Zeitpunkt liegt im zweiten Trimester (12.–32. Schwangerschaftswoche): Das erste Trimester ist die empfindlichste Phase der Organentwicklung, das dritte Trimester ist für langes Liegen im Behandlungsstuhl oft unbequem. Im zweiten Trimester ist die PZR vollständig sicher, schonend und ausdrücklich empfohlen — auch von der DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe). Röntgenaufnahmen werden selbstverständlich vermieden.

e) Senioren: Wurzelkaries und nachlassende Motorik

Mit zunehmendem Alter zieht sich das Zahnfleisch zurück — ein physiologischer Prozess, der aber gefährliche Konsequenzen hat: Die freigelegten Zahnwurzeln bestehen nicht aus Schmelz, sondern aus Wurzelzement, der deutlich weicher und damit kariesanfälliger ist. Wurzelkaries ist die häufigste Kariesform im Alter und schwer zu behandeln, da sie oft unter dem Zahnfleischrand beginnt und lange unsichtbar bleibt.

Hinzu kommen: nachlassende Feinmotorik (Zähneputzen wird schwieriger), Mundtrockenheit als Nebenwirkung vieler Medikamente (Speichel ist der natürliche Zahnschutz), Zungenschlundplatten und Teilprothesen, die besondere Reinigung erfordern, und ein erhöhtes Parodontitis-Risiko bei systemischen Erkrankungen wie Diabetes.

Für unsere Senioren-Patienten bieten wir engmaschige Prophylaxe-Termine (alle drei bis vier Monate), intensive Fluoridierung freiliegender Wurzelflächen, Prothesenreinigung und -kontrolle sowie individuelle Hilfsmittelberatung (elektrische Zahnbürsten, Interdentalräume, Mundspülungen). Auf Wunsch kommen wir im Rahmen unseres Hausbesuchangebots auch zu Ihnen.

f) Implantatträger: Periimplantitis-Prävention

Zahnimplantate sind modern, langlebig und natürlich wirkend — aber sie sind nicht unverwundbar. Das größte Risiko für Implantatträger ist die Periimplantitis: eine Entzündung des Knochens und des Weichgewebes rund um das Implantat, die strukturell der Parodontitis ähnelt, aber schneller fortschreitet und schwerer behandelbar ist. Einmal eingetreten, kann Periimplantitis zum Verlust des Implantats führen.

Regelmäßige professionelle Prophylaxe ist daher für Implantatträger nicht optional, sondern essenziell. Wir empfehlen Prophylaxe-Sitzungen alle drei bis vier Monate, bei denen wir spezielle Carbon- und Kunststoffinstrumente sowie Air-Flow mit Erythritol-Pulver einsetzen — metallische Instrumente würden die Titan- oder Keramikoberfläche des Implantats beschädigen. Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Seite zur Implantologie.

Prophylaxe vs. Eigenreinigung — Der Unterschied

Eine Frage, die wir häufig hören: „Ich putze doch zweimal täglich — warum brauche ich dann noch die professionelle Prophylaxe?" Die Antwort liegt in dem, was die häusliche Mundhygiene leisten kann — und in dem, was sie strukturell nicht leisten kann, egal wie gewissenhaft sie durchgeführt wird.

Häusliche Mundhygiene ist unerlässlich und bildet das tägliche Fundament der Zahngesundheit. Aber sie hat physikalische Grenzen: Die Zahnbürste erreicht die Zahnfleischlinie nur begrenzt, in Zahnfleischtaschen kommt sie nicht, Zahnstein kann sie nicht entfernen, und Fluorid aus der Zahnpasta kann nicht die Konzentration eines professionellen Lacks erreichen.

Eigenreinigung Professionelle Prophylaxe
Entfernt sichtbaren Belag Ja Ja
Entfernt Zahnstein Nein Ja
Erreicht Zahnfleischtaschen Nein Ja
Entfernt Biofilm unter Zahnfleischrand Nein Ja
Fluoridschutz Zahnpasta (1.000–1.500 ppm) Professioneller Lack (bis 22.600 ppm — ca. 10× stärker)
Individuelle Beratung Nein Ja — inkl. Schwachstellen-Analyse
Karies-Reduktion ca. 50% (bei konsequenter Anwendung) ca. 70% (Axelsson-Langzeitstudie)

Die wichtigste Botschaft: Eigenreinigung und professionelle Prophylaxe sind keine Alternativen, sondern Ergänzungen. Wer zu Hause sorgfältig putzt und regelmäßig zur Prophylaxe kommt, gibt seiner Mundgesundheit die beste Grundlage. Wer nur eines von beidem tut, gibt sich mit der halben Lösung zufrieden.

Unser Prophylaxe-Team zeigt Ihnen nach jeder Sitzung anhand des Anfärbebefunds ganz konkret, welche Stellen Ihre Zahnbürste zu Hause regelmäßig verfehlt — und gibt Ihnen praxistaugliche Tipps, wie Sie das ändern können. Diese individuelle Beratung ist ein einzigartiges Merkmal der professionellen Prophylaxe und macht den Unterschied zur reinen Behandlung.

Mundgesundheit und Allgemeingesundheit

Der Mund ist kein isoliertes Organ — er ist Teil eines Systems. Entzündungen im Mundraum bleiben selten lokal: Über den Blutkreislauf können Bakterien und Entzündungsmediatoren aus dem Parodont in entfernte Organe gelangen und dort Schaden anrichten. Die wissenschaftliche Forschung der letzten 20 Jahre hat diese Zusammenhänge zunehmend klar herausgearbeitet.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Patienten mit chronischer Parodontitis haben ein signifikant erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Parodontale Bakterien — darunter Porphyromonas gingivalis und Aggregatibacter actinomycetemcomitans — wurden direkt in arteriosklerotischen Plaques gefunden. Regelmäßige Prophylaxe senkt die systemische Bakterien- und Entzündungslast.

Diabetes mellitus: Die Verbindung zwischen Diabetes und Parodontitis ist bidirektional: Schlechte Blutzuckerkontrolle begünstigt Zahnfleischentzündungen, und unbehandelte Parodontitis verschlechtert ihrerseits den HbA1c-Wert. Studien zeigen eine HbA1c-Verbesserung von bis zu 0,4% durch erfolgreiche Parodontitis-Behandlung — ein Effekt, der dem mancher oraler Antidiabetika entspricht.

Frühgeburt und Schwangerschaft: Wie im Abschnitt zur Schwangerschaftsprophylaxe dargelegt, ist unbehandelte Parodontitis mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko assoziiert. Professionelle Prophylaxe in der Schwangerschaft ist eine der evidenzbasiertesten Präventivmaßnahmen für Mutter und Kind.

Pneumonie: Bei bettlägerigen Patienten und Senioren in Pflegeeinrichtungen ist die orale Keimzahl ein eigenständiger Risikofaktor für Aspirationspneumonie. Regelmäßige Mundpflege und Prophylaxe reduzieren das Pneumonierisiko nachweislich.

Weiterführende Informationen und wissenschaftliche Literatur finden Sie bei der DG PARO und im Journal of Clinical Periodontology.

Kosten und Kassenleistungen

Die Kosten für Prophylaxe-Leistungen variieren je nach Art der Behandlung, dem Zeitaufwand und dem eingesetzten Verfahren. Wir legen großen Wert auf Transparenz: Sie kennen die Kosten, bevor wir beginnen. Nachfolgend eine Übersicht der wichtigsten Prophylaxe-Leistungen und ihrer Kostenstruktur.

Kassenleistungen (GKV)

Folgende Prophylaxe-Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen:

IGeL-Leistungen (gesetzlich Versicherte)

Die vollständige professionelle Zahnreinigung (PZR) mit Air-Flow, Politur und Fluoridierung ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) — nicht im Leistungskatalog der GKV enthalten. Viele Kassen bezuschussen die PZR jedoch freiwillig im Rahmen ihrer Bonus- oder Satzungsleistungen mit 30–60 EUR pro Jahr. Bitte erfragen Sie Ihren Zuschuss direkt bei Ihrer Kasse.

Private Krankenversicherung

Privatpatienten erhalten Prophylaxe-Leistungen in der Regel vollständig oder zu einem großen Teil erstattet — je nach Tarif und Präventionsbonus. Wir stellen nach der Behandlung eine detaillierte Rechnung nach GOZ aus.

Nutzen Sie unseren Festzuschuss-Rechner für eine individuelle Kostenübersicht oder rufen Sie uns an: 089 95760618.

Ihr Recall-System — Ihr persönlicher Prophylaxe-Fahrplan

Die beste Prophylaxe nützt nichts, wenn man den nächsten Termin vergisst. Deshalb haben wir in unserer Praxis ein strukturiertes Recall-System eingeführt: Wir kümmern uns darum, dass Sie zum richtigen Zeitpunkt an Ihren nächsten Prophylaxe-Termin erinnert werden — automatisch, persönlich und ohne dass Sie selbst aktiv werden müssen.

So funktioniert unser Recall: Nach jeder Prophylaxe-Sitzung legen wir gemeinsam mit Ihnen das ideale Intervall für die nächste Sitzung fest — basierend auf Ihrem persönlichen Risikoprofil, dem Befund und Ihrer Lebensituation. Drei bis vier Wochen vor Ihrem Wunschtermin erhalten Sie eine Erinnerung per SMS oder E-Mail — je nachdem, wie Sie es bevorzugen. Sie müssen nur noch bestätigen oder einen alternativen Termin wählen.

Individuelle Intervalle statt Einheitslösung: Nicht jeder braucht die PZR zweimal im Jahr. Manche Patienten kommen mit einem jährlichen Termin aus — andere sollten alle drei Monate kommen. Unser Recall passt sich Ihrer Situation an. Wenn sich Ihr Risikoprofil ändert — zum Beispiel durch eine Diabetes-Diagnose, eine Schwangerschaft oder die Versorgung mit Implantaten — passen wir das Intervall entsprechend an.

Mehr Informationen zum idealen Prophylaxe-Rhythmus finden Sie in unserem Blogbeitrag: Prophylaxe beim Zahnarzt — wie oft ist richtig?

Risiken und Sicherheit

Prophylaxe-Maßnahmen gehören zu den sichersten Behandlungen in der gesamten Zahnmedizin. Sie sind nicht invasiv, hinterlassen keine bleibenden Veränderungen und sind für nahezu alle Patienten — einschließlich Kinder, Schwangere und ältere Menschen — vollständig sicher. Dennoch informieren wir Sie hier vollständig über mögliche, in der Regel kurzzeitige und harmlose Nebeneffekte.

Unsere Dentalhygienikerinnen passen die Behandlungsintensität jederzeit an Ihre individuelle Empfindlichkeit an. Vor der ersten Behandlung erheben wir eine vollständige Anamnese — einschließlich bekannter Allergien, Medikamente und Erkrankungen.

Häufig gestellte Fragen zur Prophylaxe

Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns Patienten aus München, Bogenhausen und Oberföhring am häufigsten zur Zahnprophylaxe stellen. Ist Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie uns gern an unter 089 95760618 oder nutzen Sie unser Kontaktformular — wir helfen Ihnen weiter.

Was wird bei einer Prophylaxe gemacht?
Eine Prophylaxe-Sitzung umfasst typischerweise: Erhebung des Mundhygienestatus, Anfärben und Entfernen von Biofilm (Plaque), professionelle Zahnsteinentfernung mit Ultraschall, Reinigung mit Air-Flow-Pulverstrahltechnik, Politur der Zahnflächen, abschließende Fluoridierung mit hochkonzentriertem Schutzlack sowie individuelle Mundhygieneberatung. Je nach Indikation kommen weitere Leistungen wie Fissurenversiegelung, Parodontitis-Nachsorge (UPT) oder Implantatreinigung hinzu.
Wie oft sollte man zur Prophylaxe?
Für gesunde Erwachsene ohne erhöhtes Risiko empfehlen wir mindestens einmal jährlich, idealerweise zweimal. Bei erhöhtem Risiko — Raucher, Diabetiker, Parodontitis-Patienten, Implantatträger, Patienten mit trockenen Mund — alle drei bis vier Monate. Kinder im Rahmen der gesetzlichen IP-Leistungen zweimal jährlich (ab 6 Jahren). Die optimale Frequenz besprechen wir individuell nach dem Befund.
Was kostet Prophylaxe beim Zahnarzt in München?
Die Kosten variieren je nach Leistung: Eine vollständige Prophylaxe-Sitzung inkl. PZR kostet 80–160 EUR. Fluoridierung zusätzlich 15–30 EUR. Fissurenversiegelung pro Zahn 20–50 EUR (für Kinder 6–17 J. Kassenleistung). Parodontitis-Nachsorge UPT 80–150 EUR. Viele Krankenkassen bezuschussen die PZR mit 30–60 EUR/Jahr. IP 1–5 für Kinder und Jugendliche 6–17 J. ist vollständig kassenfinanziert.
Ist Prophylaxe das gleiche wie Zahnreinigung?
Nein. Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist ein Teil der Prophylaxe — aber Prophylaxe ist der Oberbegriff für das gesamte Spektrum vorbeugender zahnmedizinischer Maßnahmen. Dazu gehören neben der PZR auch Fluoridierung, Fissurenversiegelung, Individualprophylaxe für Kinder, Parodontitis-Nachsorge (UPT), Implantat-Prophylaxe und die individuelle Mundhygieneberatung.
Übernimmt die Krankenkasse die Prophylaxe-Kosten?
Teilweise. Vollständig kassenbezahlt sind: IP 1–5 für Kinder und Jugendliche 6–17 J. (zweimal jährlich), Fissurenversiegelung der ersten und zweiten bleibenden Molaren, Zahnsteinentfernung (einmal jährlich), sowie UPT für diagnostizierte Parodontitis-Patienten. Die vollständige PZR mit Air-Flow und Politur ist eine IGeL-Leistung, wird aber von vielen Kassen mit 30–60 EUR bezuschusst. Private Krankenversicherungen erstatten Prophylaxe meist vollständig.
Ab wann sollten Kinder zur Prophylaxe?
Erste Beratungstermine empfehlen wir ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr — sobald die Milchzähne vollständig durchgebrochen sind. Ab dem sechsten Lebensjahr, mit Durchbruch der ersten bleibenden Molaren, beginnt die gesetzliche Individualprophylaxe (IP 1–5) — auf Kassenkosten, zweimal jährlich bis zum 17. Geburtstag. Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko profitieren von häufigeren Terminen.
Ist Prophylaxe in der Schwangerschaft wichtig?
Ja, besonders wichtig. Hormonelle Veränderungen führen bei bis zu 70% der Schwangeren zu Schwangerschaftsgingivitis. Unbehandelt kann diese zu Parodontitis führen, die mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko assoziiert ist. Eine Prophylaxe-Sitzung im zweiten Trimester (12.–32. SSW) ist vollständig sicher und ausdrücklich empfohlen — von Zahnärzten und Gynäkologen gleichermaßen. Röntgenaufnahmen werden dabei selbstverständlich vermieden.
Was ist ein Recall-System?
Ein Recall-System ist eine automatische Erinnerungsfunktion, die Sie zum richtigen Zeitpunkt an Ihren nächsten Prophylaxe-Termin erinnert. In unserer Praxis legen wir nach jeder Sitzung gemeinsam das individuelle Intervall für den nächsten Termin fest. Einige Wochen vorher erhalten Sie eine Erinnerung per SMS oder E-Mail. So stellen wir sicher, dass die Prophylaxe-Intervalle eingehalten werden — ohne dass Sie selbst aktiv werden müssen.
Wie lange dauert eine Prophylaxe-Sitzung?
Das hängt von Umfang und gewähltem Verfahren ab. Eine Standard-PZR dauert ca. 45–60 Minuten. Air-Flow-Behandlung ebenfalls 45–60 Minuten. Guided Biofilm Therapy (GBT) 60–75 Minuten. UPT-Sitzungen (Parodontitis-Nachsorge) 45–60 Minuten. Bei Kindern ist die Behandlung kürzer (20–40 Minuten). Hinzu kommen Befundaufnahme und Beratung am Anfang und Ende jeder Sitzung.
Was bringt Fluoridierung?
Fluorid ist der wirksamste chemische Schutzstoff gegen Karies. Es lagert sich in den Zahnschmelz ein, härtet die Kristallstruktur (Hydroxyfluorapatit) und macht die Zahnoberfläche widerstandsfähiger gegen Säureangriffe oraler Bakterien. Professionelle Fluoridlacke beim Zahnarzt enthalten bis zu 22.600 ppm Fluorid — etwa zehnmal mehr als handelsübliche Zahnpasta — und wirken durch die längere Verweildauer und bessere Penetration deutlich stärker. Studien belegen eine Kariesreduktion von 20–40% durch regelmäßige professionelle Fluoridierung.
Was ist Fissurenversiegelung?
Fissurenversiegelung ist eine präventive Behandlung, bei der ein dünnflüssiger Kunststoff in die tiefen Rillen und Grübchen (Fissuren) der Kauflächen eingebracht und ausgehärtet wird. Diese natürlichen Vertiefungen sind schwer zu reinigen und besonders kariesgefährdet. Die Versiegelung bildet eine physische Barriere gegen Bakterien und Säuren. Die Behandlung ist schmerzfrei, dauert pro Zahn wenige Minuten und hält mehrere Jahre. Für Kinder 6–17 Jahre ist sie an den ersten und zweiten Molaren eine Kassenleistung.
Hilft Prophylaxe gegen Parodontitis?
Ja, regelmäßige Prophylaxe ist die effektivste Methode zur Parodontitis-Prävention. Die Axelsson-Langzeitstudie (30 Jahre) zeigte bei Teilnehmern mit konsequenter professioneller Prophylaxe nahezu keinen parodontitisbedingten Zahnverlust. Für Patienten, die bereits an Parodontitis erkrankt waren und behandelt wurden, ist die Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) alle drei bis vier Monate unverzichtbar, um ein Rezidiv zu verhindern.
Kann man zu oft zur Prophylaxe gehen?
Nein. Professionelle Prophylaxe ist ausgesprochen gewebeschonend — bei korrekter Durchführung gibt es keine Obergrenze, die schädlich wäre. Bei gesunden Erwachsenen ohne Risikofaktoren ist mehr als dreimal jährlich aus medizinischer Sicht nicht nötig, aber auch nicht schädlich. Bei Patienten mit Implantaten, Parodontitis oder KFO-Behandlung sind vier oder mehr Termine jährlich ausdrücklich empfohlen. Die ideale Frequenz besprechen wir individuell mit Ihnen.
Was ist der Unterschied zwischen Prophylaxe und PZR?
Prophylaxe ist der Oberbegriff für alle vorbeugenden zahnmedizinischen Maßnahmen: von Fluoridierung und Fissurenversiegelung über Mundhygieneberatung bis zur Parodontitis-Nachsorge. Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist die bekannteste und zentrale Einzelleistung innerhalb der Prophylaxe — aber sie ist nur ein Teil davon. Wenn Patienten von "Prophylaxe" sprechen, meinen sie oft die PZR; korrekt ist Prophylaxe aber das breitere Konzept.
Warum reicht Zähneputzen allein nicht?
Zähneputzen entfernt Biofilm von den zugänglichen Zahnflächen — aber nicht überall: In Zahnfleischtaschen kommt die Zahnbürste nicht, Zahnstein lässt sich durch Putzen nicht entfernen, und die Fluoridkonzentration der Zahnpasta ist zehnmal geringer als die eines professionellen Lacks. Hinzu kommt, dass selbst gründliches Putzen an bestimmten Stellen versagt (approximale Flächen, distale Flächen der letzten Molaren). Studie zeigen: Eigenreinigung allein reduziert Karies um ca. 50%, kombiniert mit professioneller Prophylaxe um bis zu 70% (Axelsson).