Zahnarztangst-Test
Wie groß ist Ihre Angst vor dem Zahnarzt? Fünf Fragen der Modified Dental Anxiety Scale – anonym, sofort ausgewertet.
Fünf kurze Fragen aus der Modified Dental Anxiety Scale (MDAS), einem international verwendeten Fragebogen zur Zahnbehandlungsangst. Wählen Sie jeweils die Antwort, die am ehesten zutrifft.
1. Wenn Sie morgen zu einer Zahnarztbehandlung müssten, wie würden Sie sich fühlen?
2. Wenn Sie im Wartezimmer säßen und auf Ihre Behandlung warteten, wie würden Sie sich fühlen?
3. Wenn bei Ihnen gebohrt würde, wie würden Sie sich fühlen?
4. Wenn Sie eine Zahnreinigung mit Zahnsteinentfernung und Politur bekämen, wie würden Sie sich fühlen?
5. Wenn Sie eine Betäubungsspritze in Ihr Zahnfleisch über einem hinteren oberen Backenzahn bekämen, wie würden Sie sich fühlen?
Optional: Vergleich mit anderen Erwachsenen
Mit Geschlecht und Altersgruppe zeigen wir zusätzlich, wie Ihr Wert im Vergleich zu einer großen britischen Bevölkerungsstudie liegt. Für Deutschland gibt es keine vergleichbaren veröffentlichten Normwerte.
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Ihr Ergebnis
Beantworten Sie alle fünf Fragen, dann sehen Sie hier Ihr Ergebnis.
Der Test ist ein Selbsteinschätzungs-Fragebogen und keine Diagnose. Eine Zahnbehandlungsphobie kann nur eine Ärztin, ein Arzt oder eine Psychotherapeutin bzw. ein Psychotherapeut feststellen.
Was ist die Modified Dental Anxiety Scale (MDAS)?
Die MDAS wurde 1995 von Gerry Humphris und Kollegen veröffentlicht und ist einer der am häufigsten verwendeten Fragebögen zur Zahnbehandlungsangst. Sie besteht aus fünf Fragen zu typischen Situationen: dem Termin morgen, dem Wartezimmer, dem Bohren, der Zahnreinigung und der Betäubungsspritze. Jede Antwort wird von 1 (nicht ängstlich) bis 5 (extrem ängstlich) bewertet, die Summe liegt also zwischen 5 und 25 Punkten.
Die Skala ist frei verfügbar; die hier verwendete deutsche Fassung stammt von der Forschungsgruppe Dental Anxiety der University of St Andrews.
So lesen Sie Ihr Ergebnis
Die Autoren nennen einen Grenzwert: 19 Punkte oder mehr sprechen für eine hohe Zahnbehandlungsangst, möglicherweise eine Zahnbehandlungsphobie. Sie weisen selbst darauf hin, dass Angst ein Kontinuum ist und ein einzelner Grenzwert nur eine Annäherung sein kann. Weitere Abstufungen (etwa „mittlere Angst“) legen die Autoren nicht fest – deshalb zeigen wir keine.
Zur Einordnung können Sie Geschlecht und Alter angeben. Dann zeigen wir, wo Ihr Wert im Vergleich zu rund 10.000 Erwachsenen aus der britischen Adult Dental Health Survey 2009 liegt. In dieser Studie erreichten insgesamt etwa 12 % einen Wert von 19 oder mehr – Frauen häufiger als Männer, Jüngere häufiger als Ältere.
Zahnbehandlungsangst ist behandelbar
Ob leichte Anspannung oder große Angst: Entscheidend ist, dass Ihre Zahnärztin davon weiß. In unserer Praxis in München-Oberföhring beginnen wir mit einem Gespräch ohne Behandlung, vereinbaren ein Stopp-Zeichen und erklären jeden Schritt. Wenn das nicht reicht, stehen Lachgas, Dämmerschlaf und – an Narkosetagen mit Fachanästhesist – die Vollnarkose zur Verfügung. Bei sehr großer Angst kann zusätzlich eine Psychotherapie helfen, die Angst selbst zu verringern.
Mehr dazu in unserem Ratgeber Zahnarztangst und auf der Seite Zahnarzt für Angstpatienten.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Punkten spricht man von hoher Zahnbehandlungsangst?
Nach den Autoren der MDAS ab 19 von 25 Punkten. Ein solcher Wert spricht für eine hohe Zahnbehandlungsangst, möglicherweise eine Zahnbehandlungsphobie.
Kann der Test eine Zahnbehandlungsphobie feststellen?
Nein. Der Fragebogen ist eine Selbsteinschätzung. Eine Phobie als Diagnose stellt eine Ärztin, ein Arzt oder eine Psychotherapeutin bzw. ein Psychotherapeut.
Wie viele Menschen haben eine hohe Zahnbehandlungsangst?
In der britischen Adult Dental Health Survey 2009 mit rund 10.000 Erwachsenen erreichten etwa 12 % einen MDAS-Wert von 19 oder mehr (Humphris et al. 2013). Für Deutschland gibt es keine vergleichbaren veröffentlichten MDAS-Normwerte.
Werden meine Antworten gespeichert?
Nein. Die Auswertung findet nur in Ihrem Browser statt; nichts wird an uns oder andere übertragen.
Was kann ich bei hoher Zahnbehandlungsangst tun?
Sprechen Sie die Angst offen an und vereinbaren Sie zunächst einen Termin nur zum Kennenlernen. Je nach Situation helfen Lachgas, Dämmerschlaf oder eine Behandlung in Vollnarkose. Bei sehr großer Angst kann eine Psychotherapie die Angst dauerhaft verringern.
Woher stammt der Fragebogen?
Die Modified Dental Anxiety Scale wurde von Humphris, Morrison und Lindsay 1995 veröffentlicht (Community Dental Health 12:143–150). Sie ist frei verfügbar; die deutsche Fassung stellt die University of St Andrews bereit.
Quellen
- Humphris GM, Morrison T, Lindsay SJE (1995): The Modified Dental Anxiety Scale: validation and United Kingdom norms. Community Dental Health 12:143–150
- University of St Andrews: MDAS-Übersetzungen (deutsche Fassung) und Auswertungshinweise
- University of St Andrews: Häufige Fragen zur MDAS (Grenzwert, Nutzung)
- Humphris G et al. (2013): UK population norms for the modified dental anxiety scale with percentile calculator. BMC Oral Health 13:29
