Wie wird eine Zahnkrone befestigt? Ein Einblick in die Praxis

17 Min Lesezeit

Der Weg zu Ihrer perfekten Zahnkrone ist ein sorgfältig abgestimmter Prozess, der in mehreren Schritten abläuft. Zuerst bereiten wir den Zahn vor und erstellen einen digitalen Scan. Danach schützt eine provisorische Krone den Zahn, bis im zweiten Termin die endgültige, passgenaue Krone eingesetzt wird. Diese wird dann mit einem speziellen zahnmedizinischen Zement oder einem hochfesten Klebstoff permanent mit dem Zahn verbunden.

Der Weg zur perfekten Zahnkrone

Wenn ein Zahn durch Karies, einen Unfall oder eine Wurzelbehandlung stark geschwächt ist, reicht eine einfache Füllung oft nicht mehr aus. In solchen Fällen ist eine Zahnkrone die beste Lösung. Sie funktioniert wie eine schützende Kappe, die den Zahn komplett umschließt, ihm seine ursprüngliche Form zurückgibt und ihn langfristig stabilisiert.

Doch wie genau wird eine Zahnkrone befestigt, damit sie über Jahre hinweg zuverlässig hält? Der gesamte Prozess ist eine Abfolge von Präzisionsschritten, die von der Vorbereitung bis zur finalen Befestigung perfekt ineinandergreifen.

In der Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel setzen wir auf moderne und schonende Verfahren, um diesen Ablauf für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Jeder Schritt ist entscheidend für den Langzeiterfolg und das natürliche Gefühl Ihrer neuen Krone.

Die Vorbereitung des Fundaments

Am Anfang steht immer die Präparation des betroffenen Zahnes. Unter lokaler Betäubung wird der Zahn von allen Seiten minimal beschliffen. Das ist absolut notwendig, um den Platz für die spätere Krone zu schaffen, damit sie sich harmonisch in die Zahnreihe einfügt und der Biss wieder perfekt stimmt. Unsere Kunst dabei ist, so viel gesunde Zahnsubstanz wie möglich zu erhalten und gleichzeitig eine ideale Form für den perfekten Halt der Krone zu schaffen.

Ist der Zahn vorbereitet, folgt die Abformung. Statt der klassischen Abdruckmasse, die viele als unangenehm empfinden, nutzen wir in unserer Praxis meist einen Intraoralscanner. Dieses hochmoderne Gerät erstellt in wenigen Minuten ein gestochen scharfes, digitales 3D-Modell Ihres Kiefers. Diese digitale Abformung ist die exakte Vorlage für unser zahntechnisches Labor, das Ihre individuelle Krone anfertigt.

Schutz und Ästhetik in der Übergangszeit

Während Ihre endgültige Krone im Labor meisterhaft gefertigt wird, bleibt der präparierte Zahn natürlich nicht ungeschützt. Sie erhalten von uns ein passgenaues Provisorium.

Diese temporäre Krone schützt den empfindlichen Zahnstumpf vor äußeren Einflüssen wie Temperaturreizen oder Bakterien. Gleichzeitig stellt sie sicher, dass Sie ganz normal kauen und sprechen können und die Ästhetik gewahrt bleibt.

Die folgende Infografik zeigt den Prozess von der Vorbereitung bis zur Befestigung Ihrer neuen Zahnkrone im Überblick.

Die Darstellung macht deutlich: Jeder Schritt – vom sorgfältigen Beschleifen über die digitale Erfassung bis zum finalen Einsetzen – ist für ein perfektes Ergebnis unerlässlich.

Die finale Anprobe und Befestigung

Sobald Ihre permanente Krone aus dem Labor bei uns eintrifft, findet der zweite und entscheidende Termin statt. Zuerst entfernen wir das Provisorium und reinigen den Zahn gründlich. Dann setzen wir die neue Krone zur Anprobe ein. Dabei prüfen wir mit größter Sorgfalt mehrere entscheidende Punkte:

  • Passgenauigkeit: Sitzt die Krone perfekt am Zahnrand, ohne Lücken oder Spalten?
  • Kontaktpunkte: Stimmen die Kontakte zu den Nachbarzähnen, um spätere Speisereste zu vermeiden?
  • Bisshöhe: Fühlt sich der Biss natürlich und gleichmäßig an, oder stört etwas?
  • Farbe und Ästhetik: Passt die Farbe exakt zu den umliegenden Zähnen und wirkt natürlich?
  • Erst wenn Sie und wir zu 100 % zufrieden sind, erfolgt die endgültige Befestigung.

    Überblick der gängigen Befestigungsmethoden

    Diese Tabelle vergleicht die zwei etablierten Methoden zur permanenten Befestigung von Zahnkronen, um die wesentlichen Unterschiede in Anwendung und Material aufzuzeigen.

    MerkmalKonventionelles ZementierenAdhäsive Befestigung (Kleben)
    FunktionsprinzipFüllt den Spalt zwischen Krone und Zahn; Halt durch Reibung und Passform.Schafft einen mikromechanischen Verbund zwischen Krone, Klebstoff und Zahn.
    MaterialienGlasionomerzement, ZinkphosphatzementKomposit-Klebstoffe (Kunststoffbasis)
    Geeignet fürMetallkeramikkronen, Zirkonkronen, GoldkronenVollkeramikkronen (z. B. E-Max), Veneers, Teilkronen
    VorteileBewährtes, einfaches Verfahren; feuchtigkeitsunempfindlicher.Sehr starker Halt, zahnfarben, dichtet den Randspalt perfekt ab.
    AnforderungenAusreichende Höhe des Zahnstumpfes für mechanischen Halt.Absolut trockene Bedingungen sind während des Klebens erforderlich.

    Beide Techniken zielen darauf ab, einen langlebigen und dichten Verbund zu schaffen, der Ihre Krone für viele Jahre sicher an ihrem Platz hält. Welche Methode für Sie die richtige ist, hängt vom Material der Krone und dem Zustand Ihres Zahnes ab – das entscheiden wir gemeinsam für das bestmögliche Ergebnis.

    Die Wahl der Befestigungsmethode – ob klassisches Zementieren oder modernes Kleben – hängt vom Material der Krone und dem Zustand des Zahnes ab. Beide Techniken zielen darauf ab, einen langlebigen und dichten Verbund zu schaffen, der Ihre Krone für viele Jahre sicher an ihrem Platz hält.

    Wenn Sie Fragen zur Behandlung haben oder eine persönliche Beratung wünschen, sind wir gerne für Sie da. Buchen Sie Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel, um den ersten Schritt zu Ihrem neuen Lächeln zu machen.

    Zementieren oder Kleben: Wie die Krone auf den Zahn kommt

    Die Frage, wie eine neue Krone auf Ihrem Zahn befestigt wird, ist keine Geschmackssache. Vielmehr treffen wir diese Entscheidung ganz gezielt, abgestimmt auf das Material Ihrer Krone und den Zustand des präparierten Zahns. Im Grunde gibt es zwei etablierte Wege: das klassische Zementieren und die moderne adhäsive Befestigung, die man auch als „Kleben“ kennt. Beide Methoden sichern den Erfolg Ihrer Versorgung, haben aber unterschiedliche Stärken.

    Das Zementieren ist der bewährte Klassiker, eine Technik, die sich über Jahrzehnte bewährt hat. Hierfür nutzen wir einen speziellen zahnmedizinischen Zement – oft einen Glasionomerzement –, der den winzigen Spalt zwischen Zahnstumpf und Krone ausfüllt und aushärtet. Der Halt entsteht dabei vor allem durch die Reibung und die exakte Passform, ähnlich wie bei zwei Legosteinen, die perfekt ineinandergreifen.

    Das robuste Fundament: Halt durch Zementieren

    Diese Methode ist unkompliziert und extrem zuverlässig. Sie ist die erste Wahl für sehr stabile Kronenmaterialien, die von sich aus schon eine hohe Festigkeit mitbringen und keinen zusätzlichen chemischen Verbund brauchen.

  • Ideal für Metallkeramikkronen: Diese Kronen sind so robust, dass sie keine zusätzliche Verstärkung durch einen Klebstoff benötigen.
  • Bewährt und verlässlich: Das Verfahren ist seit Langem etabliert und liefert sehr gut vorhersagbare und langlebige Ergebnisse.
  • Unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit: Der Prozess ist weniger anfällig für Feuchtigkeit im Mundraum, was die Anwendung in der Praxis vereinfacht.
  • Das Gegenstück dazu ist die adhäsive Befestigung – das hochmoderne Kleben mit Komposit-Kunststoffen. Hierbei entsteht eine echte chemische und mikromechanische Verbindung zwischen Zahnschmelz, Dentin und der Krone. Stellen Sie es sich wie einen extrem starken Zweikomponentenkleber vor, der alle drei Teile zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen lässt.

    Maximale Stabilität: Der Verbund durch Kleben

    Gerade bei vollkeramischen Restaurationen ist die Klebetechnik unverzichtbar. Keramik ist zwar sehr hart, aber auch spröde. Durch den festen Verbund mit dem Zahn wird die Krone quasi von innen gestützt und erhält eine enorme Stabilität, die fast an die eines natürlichen Zahnes heranreicht.

    Die adhäsive Befestigung sorgt nicht nur für bombenfesten Halt, sondern verbessert auch die Bruchfestigkeit der Krone erheblich. Gleichzeitig wird der Randspalt perfekt versiegelt, was den Zahn zusätzlich vor Bakterien schützt.

    Heute ist dieses adhäsive Verfahren bei vielen Kronen Standard. Nachdem wir den Zahn vorbereitet und dabei bis zu 1,5–2 mm der Zahnsubstanz schonend abgetragen haben, wird die Krone mit diesen modernen Kompositmaterialien fixiert. Langzeitstudien aus deutschen Universitätskliniken belegen die beeindruckende Haltbarkeit dieser Methode. Mehr zu den Trends bei festsitzenden Versorgungen können Sie hier nachlesen.

    In unserer Praxis in Oberföhring wägen wir ganz genau ab, welche Methode für Ihre individuelle Situation den besten und langlebigsten Halt verspricht. Haben Sie Fragen, welche Lösung für Sie die richtige ist? Wir beraten Sie gerne. Buchen Sie Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel einfach online.

    Von der Vorbereitung bis zum perfekten Sitz: So bekommt Ihre Krone Halt

    Eine Krone, die sich anfühlt und aussieht wie ein eigener Zahn, ist das Ergebnis von Präzisionsarbeit in zwei entscheidenden Terminen. Der Weg dorthin beginnt mit der sorgfältigen Vorbereitung Ihres Zahnes – eine absolut schmerzfreie Prozedur unter lokaler Betäubung, die den Grundstein für den jahrzehntelangen Erfolg legt.

    Hierbei tragen wir behutsam so viel Zahnsubstanz ab wie nötig, aber so wenig wie möglich. Unser Ziel ist es, eine ideale Form zu schaffen, den sogenannten Zahnstumpf. Man kann es sich wie das Fundament eines Hauses vorstellen: Je genauer und stabiler es gearbeitet ist, desto sicherer und länger hält die Krone darauf.

    Digitaler Abdruck und Schutz nach Mass

    Ist der Zahn optimal vorbereitet, erstellen wir eine exakte Abformung. Statt auf die oft als unangenehm empfundene Abdruckmasse setzen wir dabei meist auf einen modernen Intraoralscanner. Er tastet den Zahn berührungslos ab und erzeugt ein hochauflösendes 3D-Modell – die perfekte digitale Vorlage für unser zahntechnisches Labor.

    Bis Ihre endgültige Krone fertig ist, bleibt der präparierte Zahn natürlich nicht ungeschützt. Er wird mit einem passgenauen Provisorium aus Kunststoff versorgt.

    Dieses Provisorium ist mehr als nur ein Lückenfüller:

  • Es schützt: Der sensible Zahnstumpf wird vor Reizen wie Kälte, Wärme oder Bakterien abgeschirmt.
  • Es erhält die Funktion: Sie können weiterhin ganz normal kauen und sprechen.
  • Es sichert die Ästhetik: Niemand wird bemerken, dass sich Ihr Zahn gerade in Behandlung befindet.
  • Die Anprobe: Der Moment der Wahrheit

    Der zweite Termin ist der spannendste: die Anprobe der fertigen Krone. Das ist weit mehr als ein kurzes Aufsetzen. Jetzt zeigt sich, wie präzise gearbeitet wurde, und wir nehmen uns viel Zeit, um jedes noch so kleine Detail zu prüfen. Denn die Antwort auf die Frage „Wie wird eine Zahnkrone befestigt?“ sollte immer lauten: perfekt.

    Der finale Sitz ist entscheidend für Komfort und Langlebigkeit. Eine winzige Unstimmigkeit im Mikrometerbereich kann das Kaugefühl empfindlich stören oder langfristig zu Problemen führen. Deshalb ist penible Genauigkeit hier unser oberstes Gebot.

    Wir kontrollieren den Randschluss, also den Übergang zwischen Krone und Zahn. Er muss absolut dicht sein, um Karies an dieser Schwachstelle keine Chance zu geben. Genauso wichtig sind die Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen; sie müssen exakt stimmen, damit sich später keine Speisereste festsetzen. Zuletzt justieren wir die Bisshöhe (Okklusion), bis sich der Zusammenbiss für Sie vollkommen natürlich und harmonisch anfühlt.

    Erst wenn wirklich alles zu 100 % passt, erfolgt die endgültige Befestigung. Diese Sorgfalt vermeidet Druckstellen, garantiert einen hohen Tragekomfort und sorgt dafür, dass Ihre neue Krone zu einem vollwertigen und unbemerkten Teil Ihres Gebisses wird.

    Sie haben Fragen zu diesem Ablauf oder wünschen eine persönliche Beratung? Buchen Sie Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel ganz einfach online und lassen Sie uns gemeinsam die beste Lösung für Ihr Lächeln finden.

    Materialien und ihre Auswirkungen auf die Haltbarkeit

    Die Langlebigkeit Ihrer Krone hängt maßgeblich vom gewählten Material ab. Es entscheidet nicht nur über die Ästhetik, sondern auch darüber, wie Ihre Zahnkrone befestigt wird. Die Wahl des richtigen Werkstoffs ist deshalb ein ganz entscheidender Schritt, bei dem wir Ästhetik, Funktion und Haltbarkeit perfekt in Einklang bringen müssen.

    Jedes Material hat dabei seine spezifischen Stärken, die wir ganz gezielt für Ihre individuelle Situation nutzen.

    Moderne Vollkeramikkronen, beispielsweise aus Zirkonoxid oder Lithium-Disilikat, sind heute der Goldstandard, wenn es um eine natürliche Optik geht. Ihre lichtdurchlässige Struktur imitiert den natürlichen Zahnschmelz nahezu perfekt. Das macht sie im sichtbaren Frontzahnbereich praktisch unsichtbar. Um ihre volle Stabilität zu entfalten, werden diese Kronen adhäsiv geklebt.

    Ästhetik trifft auf Stabilität

    Dieser spezielle Klebeprozess schafft einen extrem starken, mikromechanischen Verbund zwischen Zahn und Keramik. Die Krone wird dadurch quasi zu einem festen Bestandteil des Zahnes, was ihre Bruchfestigkeit enorm steigert.

    Demgegenüber stehen die altbewährten Metallkeramikkronen. Sie bestehen aus einem robusten Metallkern, der mit zahnfarbener Keramik verblendet wird.

    Diese Kronen sind extrem widerstandsfähig und haben sich über Jahrzehnte bewährt, besonders für die Backenzähne, die einen enormen Kaudruck aushalten müssen. Hier setzen wir in der Regel auf das konventionelle Zementieren – ein zuverlässiges und unkompliziertes Verfahren.

    Die Entscheidung für ein Material ist immer eine Abwägung: Was ist Ihnen wichtiger, die perfekte Ästhetik oder die maximale Belastbarkeit? Eine Vollkeramikkrone im Frontzahnbereich stellt ganz andere Anforderungen als eine Metallkeramikkrone auf einem Backenzahn.

    Daten zeigen, dass in Deutschland jährlich etwa 1,4 Millionen Lücken mit festsitzendem Zahnersatz versorgt werden. Metallkeramik (62,8 %) kommt dabei immer noch am häufigsten zum Einsatz, gefolgt von Vollguss (19,3 %) und Vollkeramik (17,9 %). Aber egal, für welches Material wir uns entscheiden: Eine präzise Befestigung in Kombination mit Ihrer sorgfältigen Mundhygiene sorgt dafür, dass eine Krone im Schnitt 15 bis 20 Jahre halten kann. Mehr zur Haltbarkeit von Zahnersatz erfahren Sie bei der AOK.

    Die richtige Wahl für Ihre Bedürfnisse

    Welches Material für Sie am besten geeignet ist, klären wir in einem ausführlichen, persönlichen Gespräch.

  • Für den sichtbaren Bereich: Hier empfehlen wir meist Vollkeramikkronen, um ein makelloses, natürliches Lächeln zu erzielen.
  • Für den Backenzahnbereich: Hier kann eine Zirkonkrone oder eine Metallkeramikkrone aufgrund ihrer extremen Belastbarkeit die bessere Wahl sein.
  • Ihre Zufriedenheit und die langfristige Gesundheit Ihres Zahnes stehen für uns immer an erster Stelle.

    Wir nehmen uns die Zeit, Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen transparent zu erklären, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Lassen Sie uns gemeinsam die perfekte Lösung für Sie finden. Buchen Sie jetzt Ihren Beratungstermin bei Dr. Christina Dickel ganz einfach online.

    Was Sie nach dem Einsetzen Ihrer Krone beachten sollten

    Herzlichen Glückwunsch, Ihre neue Krone sitzt perfekt! Jetzt beginnt die wichtige Phase, in der Sie selbst ganz entscheidend zur Langlebigkeit Ihres neuen Zahns beitragen können. Gerade in den ersten Stunden nach dem Befestigen ist etwas Geduld gefragt, damit das Material seine volle Stärke entwickeln kann.

    Gönnen Sie Ihrer Krone deshalb eine kleine Schonfrist. Verzichten Sie am besten für die ersten zwei bis drei Stunden komplett auf Essen. Für den restlichen Tag sind weiche Speisen die beste Wahl. Auf sehr harte, klebrige oder zähe Lebensmittel wie Nüsse, Karamell oder Gummibärchen sollten Sie vorerst verzichten.

    Der Kronenrand: Hier entscheidet sich die Langlebigkeit

    Fühlt sich der Zahn in den ersten Tagen etwas empfindlich an, wenn Sie Kaltes oder Heißes trinken? Das ist völlig normal und legt sich in der Regel von ganz allein. Der wahre Schlüssel für eine jahrzehntelange Haltbarkeit Ihrer Krone liegt aber in Ihrer täglichen Pflege – und zwar ganz gezielt an einer Stelle: dem Kronenrand. Das ist der feine Übergang zwischen Krone und Zahnfleisch.

    Genau hier nisten sich Plaque und Bakterien besonders gern ein. Das kann zu Zahnfleischentzündungen führen oder – und das ist das größere Risiko – zu Karies am Zahnstumpf unter der Krone.

    Ihre Krone selbst kann keine Karies bekommen. Aber der natürliche Zahn darunter ist genauso anfällig wie jeder andere. Deshalb ist eine penible Reinigung des Kronenrandes der beste Schutz für Ihre Investition.

    Um diesen kritischen Bereich sauber zu halten, reicht das normale Zähneputzen oft nicht aus. Hier kommen die kleinen Helfer ins Spiel:

  • Zahnseide: Führen Sie die Zahnseide vorsichtig in den Zahnzwischenraum und umschlingen Sie den Kronenrand sanft in einer C-förmigen Bewegung. So erwischen Sie Beläge, die die Bürste nicht erreicht.
  • Interdentalbürsten: Bei etwas größeren Zahnzwischenräumen sind diese kleinen Bürstchen unschlagbar. Sie reinigen den Übergang von Krone zu Zahn besonders effektiv.
  • Langfristiger Schutz braucht professionelle Unterstützung

    Neben Ihrer Pflege zu Hause ist die regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) ein absolutes Muss. Bei diesen Terminen entfernen wir hartnäckige Beläge an Stellen, die Sie selbst kaum erreichen. Anschließend polieren wir alle Oberflächen glatt, sodass sich neuer Plaque nur schwer anheften kann. Das sichert nicht nur Ihre Krone, sondern schützt Ihr gesamtes Gebiss.

    Falls Sie nach der ersten Eingewöhnungszeit ein verändertes Bissgefühl, Druckstellen oder anhaltende Beschwerden bemerken, zögern Sie bitte nicht, sich bei uns zu melden. Oft ist es nur eine winzige Unebenheit, die wir schnell korrigieren können, aber der Effekt für Ihr Wohlbefinden ist riesig.

    Sichern Sie sich den langfristigen Erfolg Ihrer Behandlung. Buchen Sie Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel.

    Häufig gestellte Fragen zur Befestigung von Zahnkronen

    Rund um das Thema Zahnkronen gibt es verständlicherweise viele Fragen. Immerhin ist es ein Eingriff, den man nicht alle Tage hat. Hier möchten wir auf die häufigsten Anliegen eingehen, die uns Patientinnen und Patienten im Praxisalltag stellen, um Ihnen ein gutes und sicheres Gefühl für Ihre Behandlung zu geben.

    Eine der größten Sorgen dreht sich dabei fast immer um das Thema Schmerz. Doch da kann ich Sie direkt beruhigen.

    Ist das Einsetzen einer Zahnkrone schmerzhaft?

    Nein, der gesamte Prozess ist in der Regel schmerzfrei. Sowohl die Vorbereitung des Zahnes als auch das endgültige Befestigen finden unter einer effektiven Lokalanästhesie statt. Sie werden also nichts spüren – außer vielleicht leichten Vibrationen oder einen sanften Druck.

    Nachdem die Betäubung nachlässt, kann sich der behandelte Bereich für ein bis zwei Tage etwas empfindlich anfühlen. Dieses Gefühl kennen Sie vielleicht von anderen Zahnbehandlungen. Es lässt sich aber problemlos mit gängigen Schmerzmitteln kontrollieren und klingt von selbst schnell wieder ab.

    Was soll ich tun, wenn sich eine Krone lockert?

    Sollte sich Ihre Krone jemals lockern oder sogar herausfallen, ist das Wichtigste: Ruhe bewahren und uns anrufen. Bitte bewahren Sie die Krone gut und sicher auf – am besten in einer kleinen, sauberen Dose – und vereinbaren Sie umgehend einen Termin bei uns.

    Versuchen Sie bitte auf keinen Fall, die Krone selbst wieder mit Haushaltskleber oder Ähnlichem zu befestigen! Das kann den Zahn und die Krone irreparabel beschädigen. In den allermeisten Fällen können wir eine gelöste Krone problemlos reinigen, desinfizieren und wieder professionell befestigen, solange der Zahn darunter und die Krone selbst intakt sind.

    Ein schnelles Wiederbefestigen durch uns schützt den freiliegenden Zahnstumpf vor Bakterien und Schäden. Warten Sie also nicht zu lange.

    Wie lange muss ich nach der Befestigung mit dem Essen warten?

    Nachdem die Krone final eingesetzt wurde, empfehlen wir Ihnen, etwa ein bis zwei Stunden mit dem Essen zu warten. Diese Zeit braucht das Befestigungsmaterial – egal ob Zement oder Spezialklebstoff – um vollständig auszuhärten und seine maximale Stärke zu erreichen.

    Fangen Sie danach am besten mit etwas Weicherem auf der gegenüberliegenden Seite an. In den ersten 24 Stunden sollten Sie zudem sehr harte oder extrem klebrige Lebensmittel wie Nüsse, harte Brotkrusten oder Karamellbonbons auf der behandelten Seite meiden. So geben Sie der Verbindung die besten Voraussetzungen für einen dauerhaften Halt.

    Was kostet eine Zahnkrone und was zahlt die Krankenkasse?

    Die Kosten für eine Zahnkrone sind sehr individuell. Sie hängen stark vom Material, dem zahntechnischen Aufwand und Ihrer persönlichen Situation ab. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland leisten einen sogenannten befundorientierten Festzuschuss.

    Dieser Zuschuss deckt einen Teil der Kosten für die Regelversorgung ab, was im nicht sichtbaren Bereich oft eine einfache Metallkrone ist. Wenn Sie Ihr Bonusheft lückenlos geführt haben, fällt dieser Zuschuss höher aus. Für ästhetisch anspruchsvollere Lösungen wie Vollkeramikkronen entsteht ein Eigenanteil, den private Zahnzusatzversicherungen je nach Tarif deutlich reduzieren oder sogar komplett übernehmen können.

    Vor jeder Behandlung erhalten Sie von uns selbstverständlich einen transparenten und detaillierten Heil- und Kostenplan. So wissen Sie von Anfang an genau, was auf Sie zukommt.

    Haben Sie weitere Fragen oder wünschen eine individuelle Beratung, um die beste Lösung für Ihr Lächeln zu finden? In der Praxis Dr. Christina Dickel nehmen wir uns Zeit für Sie. Buchen Sie Ihren Termin ganz einfach und bequem online über unseren Doctolib-Kalender.