Druckstellen Prothese was tun? Ihr Ratgeber für schnelle Linderung

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Wenn Ihre Prothese drückt, ist die wichtigste Sofortmaßnahme, der gereizten Mundschleimhaut eine Pause zu gönnen. Nehmen Sie den Zahnersatz für einige Stunden heraus, um den Druck zu lindern. Unterstützen Sie die Heilung durch sanfte Spülungen mit lauwarmem Salzwasser oder Kamillentee, um das Gewebe zu beruhigen und Entzündungen vorzubeugen. Haben Sie weiterhin Schmerzen? Buchen Sie direkt einen Termin bei Dr. Christina Dickel, um die Ursache zu finden.

Was tun bei Druckstellen durch die Prothese

Eine gut sitzende Prothese sollte im Alltag kaum spürbar sein. Sie ermöglicht unbeschwertes Kauen, Sprechen und Lächeln. Doch viele Prothesenträger kennen das unangenehme Gefühl, wenn es plötzlich schmerzt und reibt. Diese Druckstellen, medizinisch als Dekubitus der Mundschleimhaut bekannt, sind mehr als nur eine kleine Unannehmlichkeit – sie sind ein klares Warnsignal Ihres Körpers.

Man erkennt sie meist an typischen Anzeichen:

  • Gerötete und geschwollene Bereiche unter der Prothesenbasis.
  • Ein brennendes oder wundes Gefühl, das sich besonders beim Essen verstärkt.
  • Manchmal entstehen sogar kleine, offene Wunden oder Aphthen.
  • Diese Symptome entstehen, wenn die Prothese an bestimmten Punkten zu viel Kraft auf das empfindliche Gewebe ausübt. Anstatt dass die Belastung gleichmäßig verteilt wird, kommt es zur Überlastung einzelner Areale. Wenn man diese ersten Zeichen ignoriert, können chronische Entzündungen und Schmerzen die Folge sein, die das Tragen der Prothese zur Qual machen.

    Informationsbild zum Thema Zahngesundheit - Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel

    Sofortmaßnahmen für Zuhause

    Bemerken Sie eine Druckstelle, ist schnelles und vor allem richtiges Handeln gefragt, um die Schmerzen zu lindern und die Heilung zu fördern. Die oberste Regel lautet: Geben Sie Ihrer Schleimhaut eine Erholungspause. Nehmen Sie die Prothese, wann immer es geht, für mehrere Stunden heraus – insbesondere über Nacht. Das entlastet das Gewebe sofort und gibt ihm Zeit, sich zu regenerieren.

    Zur Unterstützung haben sich bewährte Hausmittel als sehr hilfreich erwiesen. Spülungen mit Kamillen- oder Salbeitee wirken entzündungshemmend und beruhigen die gereizte Stelle. Lösen Sie dafür einfach einen halben Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmem Wasser auf oder kochen Sie einen starken Kamillentee und spülen Sie Ihren Mund mehrmals täglich damit.

    Um Ihnen einen schnellen Überblick zu geben, haben wir die wichtigsten ersten Schritte hier zusammengefasst.

    Sofortmaßnahmen bei Druckstellen auf einen Blick Eine klare Übersicht über die ersten Schritte zur Linderung, ihre Wirkung und was Sie unbedingt vermeiden sollten.

    MaßnahmeZiel der MaßnahmeWichtiger Hinweis
    Prothese herausnehmenDruckentlastung der Schleimhaut, Förderung der RegenerationMindestens für mehrere Stunden, idealerweise über Nacht.
    Spülungen mit Salzwasser/KamillenteeEntzündungen hemmen, Schmerzen lindern, Gewebe beruhigenMehrmals täglich mit einer lauwarmen Lösung spülen.
    Weiche Kost bevorzugenMechanische Reizung der wunden Stellen vermeidenSuppen, Joghurt, Pürees sind ideal. Hartes & Scharfes meiden.
    Gründliche ProthesenhygieneBakterielle Belastung der Wunde reduzierenMit Prothesenbürste sanft reinigen, keine aggressiven Mittel nutzen.
    Niemals selbst schleifen!Beschädigung der Prothese und Verschlimmerung verhindernKleinste Veränderungen können die Passform unwiderruflich zerstören.

    Diese Tipps sind eine wertvolle erste Hilfe. Sie behandeln aber nur die Symptome, nicht die eigentliche Ursache.

    Ein entscheidender Hinweis aus der Praxis: Versuchen Sie niemals, selbst an der Prothese zu feilen oder zu schleifen. Schon die kleinsten Veränderungen können die Statik und die Passform komplett ruinieren und das Problem massiv verschlimmern. Das ist ein Fall für den Profi!

    Anpassung der Ernährung und Pflege

    Während der akuten Phase sollten Sie auch Ihre Ernährung anpassen. Verzichten Sie auf harte, krümelige oder scharf gewürzte Speisen, die die wunde Stelle zusätzlich reizen könnten. Weiche Kost wie Suppen, Joghurt oder püriertes Gemüse ist jetzt die deutlich bessere Wahl.

    Genauso unerlässlich ist eine gründliche, aber sanfte Reinigung der Prothese. Entfernen Sie Speisereste und Beläge sorgfältig mit einer speziellen Prothesenbürste. So verhindern Sie, dass Bakterien die gereizte Schleimhaut zusätzlich belasten und eine Entzündung befeuern.

    Wenn die Schmerzen trotz dieser Maßnahmen nach ein bis zwei Tagen nicht deutlich nachlassen, ist eine professionelle Anpassung Ihrer Prothese in der Praxis unumgänglich.

    Zögern Sie nicht, bei anhaltenden Beschwerden professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Buchen Sie unkompliziert Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel, um die Ursache Ihrer Druckstellen abklären und beheben zu lassen. Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebensqualität haben oberste Priorität.

    Die wahren Ursachen schmerzhafter Druckstellen verstehen

    Um das Problem mit den Druckstellen dauerhaft in den Griff zu bekommen, müssen wir einen Schritt zurückgehen und verstehen, woher sie eigentlich kommen. Eine schmerzhafte Stelle ist selten nur Pech, sondern meist das klare Signal Ihres Körpers, dass das feine Gleichgewicht zwischen Prothese und Kiefer gestört ist.

    Ein Hauptgrund für plötzlich auftretende Schmerzen ist ein Prozess, der ganz natürlich und oft unbemerkt abläuft: der Rückgang des Kieferknochens. Ohne die natürliche Belastung durch die eigenen Zahnwurzeln bildet sich der Knochen über die Jahre langsam zurück. Das Ergebnis? Eine Prothese, die vor einem Jahr noch perfekt saß, verliert ihren Halt. Sie beginnt zu kippeln und erzeugt an ganz neuen Stellen einen unangenehmen Druck.

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    Wenn kleine Dinge große Probleme machen

    Doch nicht immer sind es so tiefgreifende Veränderungen. Oft finden sich die Auslöser im ganz normalen Alltag, und die Liste ist erstaunlich lang.

  • Veränderungen am Körper: Eine deutliche Gewichtsab- oder -zunahme kann die Form des Kiefers und die Beschaffenheit der Schleimhaut verändern. Das führt fast unweigerlich zu einer veränderten Passform Ihrer Prothese.
  • Vernachlässigte Hygiene: Wenn Speisereste und Beläge nicht täglich und wirklich gründlich entfernt werden, können sich harte, zahnsteinähnliche Ablagerungen bilden. Diese wirken auf der empfindlichen Schleimhaut wie feines Schleifpapier und führen zu ständigen Reizungen.
  • Kleine Fremdkörper: Ein winziges Mohnkorn vom Brötchen oder ein kleiner Nusssplitter, der sich unbemerkt unter die Prothese schiebt, kann einen enormen, punktuellen Druck ausüben und eine extrem schmerzhafte Stelle verursachen.
  • Druckstellen sind in Deutschland ein weit verbreitetes Problem, das Millionen von Menschen betrifft. Statistiken zeigen, dass etwa 94 Prozent der 65- bis 74-Jährigen Zahnersatz tragen – da sind Beschwerden durch eine sich verändernde Passform leider keine Seltenheit. Mehr über Zahlen und Fakten zum Thema Zahnersatz in Deutschland können Sie hier nachlesen.

    In unserer Praxis sehen wir oft, dass schon minimale Ungenauigkeiten bei einer neuen Prothese oder kleine Veränderungen im Stoffwechsel, die die Schleimhaut beeinflussen, ausreichen können, um schmerzhafte Beschwerden auszulösen.

    Neue Prothese und sofortige Schmerzen

    Auch bei einer brandneuen Prothese können in der ersten Zeit Druckstellen auftreten. Das ist bis zu einem gewissen Grad völlig normal. Ihre Mundschleimhaut muss sich erst an den neuen „Fremdkörper“ gewöhnen, und ein leichtes Druckgefühl ist anfangs zu erwarten.

    Diese anfänglichen Beschwerden sollten sich aber innerhalb weniger Tage spürbar bessern. Bleiben die Schmerzen bestehen oder werden sie sogar schlimmer, ist das ein klares Zeichen: Die Passform muss professionell nachgebessert werden. Oft sind es nur winzige Korrekturen, die eine riesige Wirkung haben.

    Dieses Wissen über die möglichen Ursachen ist der erste und wichtigste Schritt zur Besserung. Es hilft Ihnen, die Signale Ihres Körpers richtig zu deuten und zu erkennen, wann Sie sich selbst helfen können – und wann der Gang in die Zahnarztpraxis unumgänglich ist.

    Sie haben den Verdacht, dass Ihre Prothese nicht mehr optimal sitzt? Vereinbaren Sie am besten direkt einen Kontrolltermin bei Dr. Christina Dickel, um die Passform überprüfen und die Ursache Ihrer Druckstellen schnell und präzise beheben zu lassen.

    Wann der Weg in die Zahnarztpraxis unausweichlich ist

    Hausmittel und eine kurze Tragepause sind eine wertvolle erste Hilfe bei Druckstellen, keine Frage. Aber sie kurieren nur das Symptom, nicht die eigentliche Ursache. Wenn die Prothese einfach nicht mehr richtig sitzt, ist eine professionelle Korrektur der einzige Weg, um dauerhaft schmerzfrei zu werden und die Lebensqualität zurückzugewinnen.

    Viele zögern den Gang in die Praxis hinaus, doch es gibt klare Signale, die Ihnen zeigen, dass es Zeit für einen Termin ist. Diese Warnzeichen sollten Sie auf keinen Fall ignorieren.

    Klare Warnsignale für einen Praxisbesuch

    Achten Sie auf eindeutige Anzeichen, die eine Selbstbehandlung schlicht überfordern. Der wichtigste Indikator ist die Dauer der Beschwerden: Wenn die Schmerzen trotz Entlastung länger als zwei bis drei Tage anhalten oder sich sogar noch verschlimmern, ist das ein klares Alarmsignal.

    Weitere kritische Punkte sind:

  • Sichtbare Wunden: Sobald Sie offene Stellen, Aphthen oder tiefrote, entzündete Bereiche bemerken, die einfach nicht von selbst abheilen, ist professionelle Hilfe gefragt.
  • Kippeln der Prothese: Wenn Ihr Zahnersatz beim Sprechen, Lachen oder Essen spürbar wackelt oder verrutscht, liegt ein handfestes Passformproblem vor. Das führt unweigerlich zu ungleichmäßiger Belastung und immer neuen Druckstellen.
  • Funktionseinschränkungen: Haben Sie plötzlich Schwierigkeiten beim Kauen von Lebensmitteln, die Ihnen früher nie Probleme bereitet haben? Auch das deutet auf eine Veränderung hin.
  • Ein Besuch in der Praxis ist kein Grund zur Sorge, sondern der schnellste und sicherste Weg zurück zu Ihrem Komfort. Zögern Sie nicht, wenn Sie eines dieser Signale bemerken. Eine frühzeitige Korrektur verhindert oft langwierige und schmerzhaftere Probleme.

    Das erwartet Sie bei Ihrem Termin

    In unserer Praxis bei Dr. Christina Dickel gehen wir der Ursache Ihrer Druckstellen präzise auf den Grund. Der Termin beginnt immer mit einer sorgfältigen und sanften Untersuchung Ihrer Mundschleimhaut, um das genaue Ausmaß der Reizung zu beurteilen.

    Danach folgt die präzise Analyse der Prothesenpassform. Wir prüfen millimetergenau, wo die Prothese zu viel Druck ausübt. Oft sind es nur winzige, für Sie kaum sichtbare Stellen am Prothesenrand oder an der Basis, die für die starken Schmerzen verantwortlich sind.

    Die Lösung ist eine Frage der Präzision

    Sobald die problematische Stelle identifiziert ist, erfolgt die Korrektur. Durch ein gezieltes und minimales Beschleifen an exakt diesem Punkt wird der Druck sofort und spürbar genommen. Diese Feinarbeit erfordert viel Erfahrung und spezielles Werkzeug – es ist eine Kunst, die nur ein Profi beherrscht und die Sie niemals selbst versuchen sollten.

    In den meisten Fällen fühlen Sie die Erleichterung direkt nach der Anpassung. Der Besuch stellt sicher, dass Sie Ihre Prothese wieder schmerzfrei und mit einem sicheren Gefühl tragen können.

    Warten Sie nicht länger, bis die Schmerzen unerträglich werden. Sichern Sie sich Ihre Lebensqualität zurück und beugen Sie weiteren Komplikationen vor. Buchen Sie Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel einfach und schnell online, um die Ursache Ihrer Beschwerden professionell beheben zu lassen.

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    Langfristige Lösungen, wenn die Prothese immer wieder drückt

    Wenn kleine Korrekturen beim Zahnarzt nicht mehr helfen und die Druckstellen hartnäckig zurückkehren, ist das meist ein klares Signal: Die Passform Ihrer Prothese stimmt grundlegend nicht mehr. Ihr Kiefer ist kein starres Gebilde – er verändert sich, gerade wenn Zähne fehlen, über die Jahre hinweg. Eine Prothese, die einst perfekt saß, passt dann einfach nicht mehr zur aktuellen Anatomie Ihres Kiefers.

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    In so einem Fall brauchen Sie eine Lösung, die tiefer ansetzt als nur das Abschleifen einer störenden Kante. Es geht darum, die Basis wiederherzustellen, damit Ihr Zahnersatz seine Funktion langfristig und vor allem schmerzfrei erfüllen kann. Dafür gibt es zwei bewährte Wege.

    Die Unterfütterung als effektive Anpassung

    Die gängigste und oft wirkungsvollste Lösung ist die Unterfütterung der Prothese. Man kann es sich so vorstellen: Die Prothesenbasis wird mit einem hochwertigen, neuen Kunststoff aufgefüllt. Dieser Prozess schließt präzise die Lücke, die sich über die Zeit zwischen Ihrem Kiefer und der Prothese gebildet hat.

    Der Ablauf ist dabei ganz unkompliziert:

  • Zuerst nehmen wir einen exakten Abdruck Ihres Kiefers, während die Prothese eingesetzt ist, um die reale Situation perfekt abzubilden.
  • Im zahntechnischen Labor wird die Prothese dann mit neuem Material von unten aufgefüllt.
  • Das Ergebnis ist ein Zahnersatz, der sich wieder wie eine zweite Haut an Ihre aktuelle Kieferform anschmiegt.
  • Durch eine Unterfütterung wird der Kaudruck wieder optimal verteilt, der Halt verbessert sich spürbar und die eigentliche Ursache für die ständigen Druckstellen ist behoben. Diese Methode ist ideal, wenn die Prothesenzähne selbst noch intakt sind und es rein um die Passform geht.

    Eine Unterfütterung ist quasi ein „Reset“ für die Passform Ihrer Prothese. Sie stellt die ursprüngliche Harmonie zwischen Zahnersatz und Kiefer wieder her und ist oft der Schlüssel zu langanhaltendem Komfort, ohne dass gleich eine komplett neue Prothese nötig ist.

    Wann eine Neuanfertigung der bessere Weg ist

    Manchmal reicht aber selbst eine Unterfütterung nicht mehr aus. Es gibt Situationen, in denen eine Neuanfertigung der Prothese einfach der sinnvollere und nachhaltigere Weg ist, um Ihre Lebensqualität wirklich zu sichern.

    Das ist vor allem dann der Fall, wenn:

  • Die Prothesenzähne stark abgenutzt sind und dadurch die Bisshöhe nicht mehr stimmt.
  • Die Prothese schon mehrfach repariert oder unterfüttert wurde und ihre Grundstabilität darunter gelitten hat.
  • Sich die Kieferrelation, also das Verhältnis von Ober- zu Unterkiefer, grundlegend verändert hat.
  • Eine komplett neue Prothese gibt uns die Chance, alles von Grund auf perfekt auf Sie abzustimmen – von der Zahnfarbe und -form bis hin zur optimalen Funktion und Ästhetik. Sie ist eine echte Investition in Ihr Wohlbefinden für die kommenden Jahre.

    Die Entscheidung zwischen Unterfütterung und Neuanfertigung treffen wir immer gemeinsam mit Ihnen. In unserer Praxis beraten wir Sie transparent und verständlich über die Vor- und Nachteile beider Optionen. Vereinbaren Sie einen Termin bei Dr. Christina Dickel, damit wir zusammen die beste langfristige Lösung für Sie finden können.

    Druckstellen aktiv vorbeugen mit der richtigen Alltagsroutine

    Die beste Strategie gegen schmerzhafte Druckstellen ist, ihnen von vornherein keine Chance zu geben. Mit einer bewussten und konsequenten Alltagsroutine lassen sich die meisten Probleme vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen. Es geht darum, durch kleine, aber regelmäßige Handgriffe für ein gesundes Umfeld für Ihren Zahnersatz zu sorgen.

    Die wichtigste Maßnahme ist dabei die tägliche, gründliche Reinigung Ihrer Prothese. Das ist weit mehr als reine Kosmetik – es ist essenzielle Gesundheitsvorsorge.

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    Die Säulen der präventiven Pflege

    Eine effektive Vorbeugung stützt sich auf mehrere einfache, aber entscheidende Pfeiler. Im Zentrum steht die Hygiene, doch auch die Pflege Ihres Mundraums und bewusste Ernährungsgewohnheiten spielen eine große Rolle.

  • Tägliche Prothesenreinigung: Nutzen Sie eine spezielle Prothesenbürste, um alle Flächen – innen wie außen – gründlich von Belägen und Speiseresten zu befreien. So verhindern Sie, dass sich Zahnstein bildet, der die Schleimhaut reizen und zu Entzündungen führen kann.
  • Pflege des Mundraums: Ihr Zahnfleisch, das die Prothese trägt, braucht ebenfalls Aufmerksamkeit. Massieren Sie es sanft mit einer weichen Zahnbürste. Das fördert die Durchblutung und macht das Gewebe widerstandsfähiger gegen Druck.
  • Tragepausen einlegen: Gönnen Sie Ihrer Mundschleimhaut regelmäßig eine Pause, idealerweise über Nacht. Bewahren Sie die gereinigte Prothese währenddessen feucht auf, um Materialveränderungen und Spannungen zu vermeiden.
  • Diese Routine hilft, das Gleichgewicht im Mund zu erhalten und die Lebensdauer Ihrer Prothese zu verlängern.

    Bewusste Ernährung zur Druckvermeidung

    Auch was und wie Sie essen, hat einen direkten Einfluss darauf, ob Druckstellen entstehen. Es geht nicht darum, auf Lieblingsspeisen zu verzichten, sondern darum, sie prothesenfreundlich zuzubereiten. Harte Lebensmittel wie rohe Karotten, Nüsse oder krustiges Brot können eine punktuelle Überlastung verursachen.

    Schneiden Sie solche Lebensmittel in kleine, mundgerechte Stücke. So verteilen Sie den Kaudruck gleichmäßiger auf beide Seiten des Kiefers und vermeiden gefährliche Kippmomente, die schnell zu schmerzhaften Druckstellen führen.

    Der wichtigste Ratschlag aus unserer Praxis lautet: Betrachten Sie die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle nicht als Notfalltermin, sondern als festen Bestandteil Ihrer Vorsorge. Nur so können wir kleinste Veränderungen an der Passform frühzeitig erkennen und korrigieren, lange bevor sie zu einem schmerzhaften Problem werden.

    Die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen nicht unterschätzen

    Selbst bei bester Pflege verändert sich Ihr Kiefer mit der Zeit. Deshalb ist der regelmäßige Kontrolltermin in unserer Praxis der Schlüssel zu dauerhaftem Komfort. Leider zeigt die Erfahrung, dass die Bereitschaft zu diesen wichtigen Vorsorgeterminen mit dem Alter oft nachlässt.

    Während 78 Prozent der 65- bis 74-jährigen Prothesenträger mindestens einmal jährlich zum Zahnarzt gehen, sind es bei den 75- bis 84-Jährigen deutlich weniger. Diese Entwicklung ist bedenklich, da gerade in diesem Alter Passformprobleme häufiger auftreten. Weitere Einblicke zu diesem Thema finden Sie in aktuellen Studien zur Zahngesundheit von Senioren.

    Nehmen Sie Ihre Vorsorge ernst, um Druckstellen gar nicht erst entstehen zu lassen. Wenn Sie eine professionelle Überprüfung der Passform Ihrer Prothese wünschen oder Fragen zur richtigen Pflege haben, sind wir für Sie da.

    Vereinbaren Sie ganz einfach Ihren nächsten Kontrolltermin bei Dr. Christina Dickel und sichern Sie sich langfristig Ihr unbeschwertes Lächeln.

    Häufige Fragen zu Druckstellen durch Prothesen

    Im Praxisalltag hören wir immer wieder dieselben Sorgen und Fragen, wenn es um schmerzhafte Druckstellen geht. Um Ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Ihrem Zahnersatz zu geben, haben wir die häufigsten davon hier für Sie beantwortet – kurz, verständlich und direkt aus der Praxis.

    Kann ich Haftcreme nutzen um eine Druckstelle zu entlasten

    Das ist eine der häufigsten Fragen, und die Antwort ist leider ein klares Nein. Haftcreme ist ein Hilfsmittel, aber niemals eine Lösung für eine schmerzhafte Druckstelle. Sie kann zwar kurzfristig den Halt der Prothese verbessern und so die Reibung etwas mindern, doch sie füllt nur Hohlräume aus. Den eigentlichen, punktuellen Druck, der die Wunde verursacht, gleicht sie nicht aus. Im Gegenteil: Im schlimmsten Fall kann die Creme den Druck auf die wunde Stelle sogar noch verstärken.

    Sehen Sie den regelmäßigen Griff zur Haftcreme als klares Warnsignal: Die Passform Ihrer Prothese stimmt nicht mehr. Eine dauerhafte Nutzung ohne zahnärztliche Kontrolle kaschiert nur das eigentliche Problem und kann zu chronischen Reizungen und weiterem Knochenabbau führen.

    Wie lange dauert die Heilung einer Druckstelle

    Wie schnell eine Druckstelle heilt, hängt ganz von ihrer Tiefe und dem Ausmaß der Reizung ab. Eine leichte Rötung kann bei sofortiger Entlastung oft schon innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder verschwunden sein. Kleinere, offene Wunden brauchen in der Regel etwa drei bis fünf Tage, um wieder vollständig zu verheilen.

    Diese schnelle Besserung ist aber nur möglich, wenn die Ursache – also der scharfe Rand oder der Druckpunkt an der Prothese – professionell von uns entfernt wurde. Ohne eine Korrektur wird die Druckstelle immer wiederkommen und kann sich entzünden. Bei stärkeren Entzündungen oder tieferen Wunden kann der Heilungsprozess auch mal eine Woche oder länger dauern.

    Sind Schmerzen bei einer neuen Prothese normal

    Ja, ein gewisses Druckgefühl oder das Empfinden wunder Stellen ist in den ersten Tagen nach dem Einsetzen einer neuen Prothese absolut normal. Ihr Mundraum, also die Schleimhaut und der Kiefer, muss sich erst einmal an den neuen „Mitbewohner“ gewöhnen. Das ist ein ganz natürlicher Anpassungsprozess.

    Diese anfänglichen Beschwerden sollten sich jedoch von Tag zu Tag spürbar bessern. Wenn die Schmerzen allerdings stark sind, länger als eine Woche anhalten oder sogar schlimmer werden, ist das nicht mehr normal. Meist sind dann aber nur winzige Anpassungen bei uns in der Praxis nötig, um Ihnen schnell und effektiv zu mehr Komfort zu verhelfen. Zögern Sie nicht, sich zu melden – dafür sind wir da.

    Leiden Sie unter wiederkehrenden Druckstellen oder haben Sie Fragen zu Ihrem Zahnersatz? In der Praxis von Dr. Christina Dickel analysieren wir die Ursache präzise und sorgen für schnelle Abhilfe. Buchen Sie jetzt Ihren Termin bequem online und genießen Sie wieder unbeschwerten Tragekomfort.