Knochenabbau bei Zähnen verstehen und effektiv stoppen

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Stellen Sie sich Ihr Lächeln wie ein beeindruckendes Gebäude vor. Ihre Zähne sind die strahlende Fassade, die jeder sieht. Aber das eigentliche Fundament, das alles zusammenhält, liegt unsichtbar im Kieferknochen verborgen. Wenn dieses Fundament zu bröckeln beginnt – ein Prozess, den wir Knochenabbau am Zahn nennen – gerät die gesamte Statik Ihres Lächelns in Gefahr.

Was dem Fundament ihrer Zähne Halt gibt

Der Kieferknochen ist kein passiver Anker für Ihre Zähne. Er ist ein lebendiges, dynamisches Gewebe, das ständig auf Belastung reagiert. Man kann ihn sich wie einen Muskel vorstellen: Durch regelmäßiges Training, also den sanften, aber stetigen Druck beim Kauen, bleibt er stark und vital. Dieser Reiz signalisiert dem Körper, dass der Knochen gebraucht wird, was ihn zu kontinuierlicher Erneuerung anregt.

Gerät dieses sensible Gleichgewicht aus den Fugen, startet ein schleichender Abbauprozess. Das Tückische daran ist, dass dieser Vorgang am Anfang oft völlig unbemerkt und schmerzfrei abläuft. Sie spüren nichts, sehen nichts, und doch verliert das Fundament Ihrer Zähne langsam, aber sicher an Substanz.

Wie der Abbau unbemerkt beginnt

Der häufigste Auslöser für diesen Knochenschwund ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates – die Parodontitis. Bakterielle Beläge am Zahnfleischrand provozieren eine Abwehrreaktion des Körpers. Bleibt diese Entzündung unbehandelt, wandert sie vom Zahnfleisch tiefer, greift den Kieferknochen an und zerstört ihn Stück für Stück.

Ein zweiter entscheidender Faktor ist fehlende Belastung. Geht ein Zahn verloren und die Lücke bleibt unversorgt, bekommt der darunterliegende Knochen keine Kaureize mehr. Die logische Konsequenz: Der Körper stuft ihn als „nicht mehr benötigt“ ein und baut ihn ab.

Dieser Prozess ist kein unabwendbares Schicksal. Knochenabbau an den Zähnen ist ein klares medizinisches Warnsignal, das frühzeitig erkannt und behandelt werden kann. Je früher wir in unserer Praxis in Oberföhring eingreifen, desto besser können wir das Fundament Ihrer Zähne schützen und langfristig erhalten.

Parodontitis ist dabei keine Seltenheit, sondern eine echte Volkskrankheit. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 10 bis 12 Millionen Menschen an einer schweren Form leiden. Bereits ab einem Alter von 35 Jahren sind rund 52 % der Bevölkerung betroffen, bei Senioren steigt dieser Anteil sogar auf erschreckende 90 %. Mehr über die Zusammenhänge von Knochenabbau und Alter erfahren Sie in unserem Blog.

Die entscheidende Botschaft ist: Sie sind diesem Prozess nicht hilflos ausgeliefert. Mit der richtigen Diagnose und frühzeitigem Handeln gibt es heute ausgezeichnete Möglichkeiten, den Abbau zu stoppen und die Gesundheit Ihres Lächelns dauerhaft zu sichern.

Knochenabbau im Überblick: Ursachen und Folgen

Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, haben wir die häufigsten Ursachen und ihre direkten Folgen in dieser Tabelle für Sie zusammengefasst. Sie zeigt, wie wichtig es ist, bei den ersten Anzeichen zu handeln.

HauptursacheBeschreibungMögliche Folge
ParodontitisChronische Entzündung des Zahnhalteapparates durch Bakterien, die vom Zahnfleisch auf den Knochen übergreift.Zahnlockerung, Zahnverlust, ästhetische Beeinträchtigungen.
ZahnverlustFehlender Kaudruck auf den Knochen nach dem Verlust eines Zahnes, wenn die Lücke nicht versorgt wird.Knochen zieht sich zurück, Nachbarzähne können kippen.
Schlecht sitzender ZahnersatzFalsche Druckverteilung durch Prothesen oder Brücken, die den Knochen punktuell überlasten oder unterfordern.Druckstellen, beschleunigter Knochenschwund unter der Prothese.
Zähneknirschen (Bruxismus)Ständige, übermäßige Belastung der Zähne und des Kieferknochens, oft unbemerkt im Schlaf.Überlastung des Zahnhalteapparates, Knochenrückgang.
AllgemeinerkrankungenSystemische Krankheiten wie Osteoporose oder Diabetes können den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen.Erhöhte Anfälligkeit für Knochenabbau im gesamten Körper.

Diese Übersicht macht deutlich, dass die Ursachen vielfältig sind, die Konsequenzen aber immer die Stabilität Ihrer Zähne gefährden.

Wenn Sie sich Sorgen um die Festigkeit Ihrer Zähne machen oder erste Anzeichen wie Zahnfleischbluten bemerken, zögern Sie bitte nicht. Eine frühzeitige Abklärung in unserer Praxis ist der beste Schutz für Ihr wertvolles Fundament. Sichern Sie sich Gewissheit und lassen Sie sich von uns beraten.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei Dr. Christina Dickel, um den Zustand Ihres Kieferknochens professionell beurteilen zu lassen. Buchen Sie hier Ihren Termin ganz einfach online.

Die wahren Ursachen für den Schwund des Kieferknochens

Knochenabbau am Kiefer passiert nicht einfach so, von heute auf morgen. Vielmehr ist er das schleichende Ergebnis ganz bestimmter Prozesse, die wir in der modernen Zahnmedizin gezielt bekämpfen können – wenn wir verstehen, wo sie anfangen.

Die mit Abstand häufigste Ursache für Knochenabbau an den Zähnen ist die Parodontitis, eine chronische Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates. Meist beginnt alles ganz harmlos mit Zahnbelag (Plaque), der sich am Zahnfleischrand festsetzt. Werden diese bakteriellen Beläge nicht regelmäßig und vor allem gründlich entfernt, startet der Körper eine Abwehrreaktion: Das Zahnfleisch entzündet sich.

Diese erste Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist ein klares Warnsignal. Bleibt sie unbehandelt, setzt sich eine zerstörerische Kettenreaktion in Gang. Die Entzündung frisst sich tiefer entlang der Zahnwurzel, zerstört die feinen Fasern, die den Zahn im Knochen verankern, und greift schließlich den Kieferknochen selbst an. In dem Versuch, die Entzündungsquelle loszuwerden, baut der Körper den eigenen Knochen ab.

Wenn die Belastung fehlt, baut der Körper ab

Eine weitere fundamentale Ursache für Knochenschwund ist fehlende Belastung. Stellen Sie sich Ihren Kieferknochen wie einen Muskel vor: Ohne regelmäßiges Training verliert er an Masse und Kraft. Genauso verhält es sich mit dem Knochen, der Ihre Zähne umgibt.

Der natürliche Kaudruck beim Essen wird über die Zahnwurzeln direkt in den Kieferknochen geleitet. Dieser sanfte, aber stetige Reiz signalisiert dem Körper, dass der Knochen an dieser Stelle gebraucht wird und stabil bleiben muss. Geht ein Zahn verloren und die Lücke wird nicht durch ein Implantat versorgt, fehlt dieser wichtige Impuls.

Ohne die natürliche Stimulation durch eine Zahnwurzel stuft der Körper den Knochenabschnitt als funktionslos ein und beginnt, ihn abzubauen. Dieser Prozess kann bereits im ersten Jahr nach einem Zahnverlust erheblich sein.

Diese Grafik verdeutlicht, dass ein gesundes Lächeln aus viel mehr besteht als nur aus den sichtbaren Zähnen. Es ruht auf einem unsichtbaren, aber entscheidenden Fundament.

Informationsbild zum Thema Zahngesundheit - Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel

Man sieht hier sehr schön: Die unsichtbaren Wurzeln und der stützende Kieferknochen sind die wahre Basis für die Stabilität und Gesundheit der sichtbaren Zahnkronen.

Zusätzliche Risikofaktoren, die den Abbau beschleunigen

Neben diesen beiden Hauptursachen gibt es weitere Faktoren, die den Knochenabbau begünstigen oder beschleunigen können. In der Praxis von Dr. Christina Dickel erstellen wir daher immer ein individuelles Risikoprofil, um wirklich alle Einflüsse zu berücksichtigen.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

  • Rauchen: Nikotin verengt die feinen Blutgefäße im Zahnfleisch. Das verschlechtert die Durchblutung und schwächt die lokale Immunabwehr. Entzündungen können so unbemerkt voranschreiten und der Knochenabbau wird stark beschleunigt.
  • Systemische Erkrankungen: Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Osteoporose haben direkten Einfluss auf den Knochenstoffwechsel im ganzen Körper. Sie können den Kieferknochen anfälliger für Abbauprozesse machen.
  • Genetische Veranlagung: Manche Menschen neigen von Natur aus zu stärkeren Entzündungsreaktionen des Immunsystems. Das erhöht das Risiko für eine schwere Parodontitis und den damit verbundenen Knochenverlust.
  • Schlecht sitzender Zahnersatz: Prothesen oder Brücken, die ungleichmäßigen Druck auf den Kiefer ausüben, können zu chronischen Druckstellen führen. An diesen Stellen wird der Knochenabbau dann regelrecht provoziert.
  • Oft wirken diese Faktoren zusammen und verstärken sich gegenseitig. Eine unbehandelte Parodontitis bei einem Raucher mit Diabetes führt beispielsweise zu einem besonders schnellen und aggressiven Knochenverlust.

    Diese Ursachen und Risiken zu verstehen, ist der erste und wichtigste Schritt, um den Knochenabbau an den Zähnen effektiv zu stoppen. Wenn Sie einen oder mehrere dieser Risikofaktoren bei sich erkennen, ist eine professionelle zahnärztliche Untersuchung essenziell, um frühzeitig eingreifen zu können.

    Zögern Sie nicht, Ihre Bedenken mit uns zu besprechen. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei Dr. Christina Dickel, um Ihr persönliches Risikoprofil zu klären und die Gesundheit Ihres Zahnfundaments zu schützen. Buchen Sie Ihren Termin bequem online über unseren Kalender.

    Frühe Warnsignale erkennen und richtig handeln

    Knochenabbau an den Zähnen ist ein schleichender Prozess, der sich oft über Jahre unbemerkt entwickelt. Doch Ihr Körper sendet feine Signale, lange bevor ein ernstes Problem entsteht. Es ist unheimlich wichtig, diese ersten Warnzeichen zu kennen und richtig zu deuten, denn wer früh handelt, kann den Verlauf entscheidend zum Positiven wenden.

    Stellen Sie sich Ihren Kieferknochen wie das Fundament eines Hauses vor. Bevor Risse in den Wänden sichtbar werden, gibt es oft schon subtile Anzeichen im Keller. Genauso verhält es sich mit Ihrem Zahnhalteapparat. Die ersten Symptome sind selten dramatisch, aber immer ein klares Zeichen, dass etwas im Ungleichgewicht ist.

    Die ersten Anzeichen nicht ignorieren

    Achten Sie auf die kleinen Veränderungen, die auf eine beginnende Entzündung hindeuten – die mit Abstand häufigste Ursache für den Knochenabbau. Diese Symptome sind die Sprache Ihres Körpers, mit der er Ihnen mitteilt, dass er Hilfe braucht.

    Zu den häufigsten frühen Warnsignalen gehören:

  • Zahnfleischbluten: Wenn Ihr Zahnfleisch beim Putzen oder bei der Verwendung von Zahnseide regelmäßig blutet, ist das kein Zeichen für zu festes Schrubben. Es ist fast immer ein klares Indiz für eine Entzündung.
  • Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch: Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa und liegt straff am Zahn an. Ist es rot, geschwollen oder druckempfindlich, zeigt das eine aktive Abwehrreaktion Ihres Körpers.
  • Anhaltender Mundgeruch: Bakterien, die Entzündungen verursachen, produzieren Schwefelverbindungen. Das führt zu einem unangenehmen Geruch, der sich auch durch Zähneputzen nicht dauerhaft beseitigen lässt.
  • Überempfindliche Zähne: Reagieren Ihre Zähne plötzlich empfindlich auf Kaltes oder Heißes? Das kann daran liegen, dass sich das Zahnfleisch bereits leicht zurückzieht und die ungeschützten Zahnhälse freilegt.
  • Diese anfänglichen Symptome sind oft komplett schmerzfrei und werden daher leider allzu leicht übersehen. Doch genau hier liegt die größte Chance, den Knochenabbau bei Zähnen zu stoppen, bevor er dauerhaften Schaden anrichtet.

    Alarmsignale für fortgeschrittenen Knochenabbau

    Werden die ersten Warnungen ignoriert, schreitet der Prozess voran und die Anzeichen werden deutlich sicht- und spürbar. Diese Symptome erfordern schnelles Handeln, um einen möglichen Zahnverlust noch abzuwenden.

    Ein sichtbarer Zahnfleischrückgang ist viel mehr als nur ein ästhetisches Problem. Er ist ein klares Indiz dafür, dass das Fundament – der Kieferknochen – bereits an Substanz verloren hat.

    Achten Sie unbedingt auf diese fortgeschrittenen Alarmsignale:

  • Zähne wirken „länger“: Das ist keine optische Täuschung. Das Zahnfleisch zieht sich sichtbar zurück und legt immer mehr von der Zahnwurzel frei.
  • Zahnlockerung: Fühlen sich ein oder mehrere Zähne beim Kauen oder mit der Zunge beweglich an? Das ist ein ernstes Zeichen, denn es bedeutet, dass der Knochen seinen festen Halt bereits eingebüßt hat.
  • Veränderung der Zahnstellung: Plötzlich entstehen Lücken zwischen den Zähnen oder einzelne Zähne verschieben sich, weil der stützende Apparat nachgibt.
  • Spätestens jetzt ist der Knochenabbau in einem kritischen Stadium. Studien belegen die ernsten Konsequenzen: Bei Zähnen mit einem Knochenabbau von über 60 % steigt das Risiko für einen Totalverlust um das 17,5-fache. Eine Langzeitstudie zeigte, dass bei Patienten, die ihre Nachsorgetermine nicht konsequent wahrnahmen, 52,4 % aller Zähne mit einem derart fortgeschrittenen Knochenabbau nicht erhalten werden konnten. Lesen Sie mehr über diese Risikofaktoren für Zahnverlust, um die Dringlichkeit zu verstehen.

    Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich feststellen, ist Zögern keine Option mehr. Wir in der Praxis von Dr. Christina Dickel wissen, dass eine solche Diagnose Angst machen kann. Aber wir ermutigen Sie, proaktiv zu handeln. Ein frühzeitiger Termin kann wirklich den Unterschied machen.

    Verschaffen Sie sich Klarheit über den Zustand Ihres Zahnfundaments. Vereinbaren Sie jetzt unkompliziert einen Termin bei Dr. Christina Dickel und lassen Sie uns gemeinsam für den Erhalt Ihrer Zähne sorgen.

    Wie wir den Knochenabbau präzise Diagnostizieren

    Eine erfolgreiche Behandlung bei Knochenabbau an den Zähnen steht und fällt mit einer exakten Diagnose. Bevor wir überhaupt über einen Behandlungsplan nachdenken können, müssen wir uns ein glasklares Bild vom Fundament Ihres Lächelns machen – auch von den Teilen, die man nicht sehen kann. In der Praxis von Dr. Christina Dickel setzen wir genau deshalb auf einen transparenten, mehrstufigen Prozess, der Ihnen jederzeit Sicherheit gibt.

    Stellen Sie sich die Diagnostik einfach wie die Arbeit eines Bausachverständigen vor. Er prüft auch erst die sichtbare Fassade und das umliegende Gelände, bevor er mit Spezialinstrumenten die Statik und das Fundament im Detail analysiert. Ganz genauso gehen wir vor, um den Zustand Ihres Kieferknochens präzise zu beurteilen.

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    Der erste Schritt: die klinische Untersuchung

    Alles beginnt ganz klassisch mit einem persönlichen Gespräch und einer gründlichen Untersuchung Ihres Mundraums. Wir schauen uns den Zustand Ihres Zahnfleisches ganz genau an: Gibt es Rötungen, Schwellungen oder hat es sich bereits zurückgezogen? Diese ersten Eindrücke sind oft schon wichtige Wegweiser.

    Danach folgt ein entscheidender, aber völlig schmerzfreier Schritt: die Messung der Zahnfleischtaschentiefen. Mit einer feinen, kalibrierten Sonde tasten wir vorsichtig den kleinen Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch ab.

    Die Tiefe dieser Taschen ist ein direkter Gradmesser für die Gesundheit Ihres Zahnhalteapparats. Wo die Taschen tiefer sind, hat sich der Knochen bereits zurückgezogen. Bakterien haben hier einen perfekten, geschützten Raum gefunden, um ungestört weiteren Schaden anzurichten.

    Diese Untersuchung liefert uns eine erste „Landkarte“ und zeigt uns genau, an welchen Stellen wir noch genauer hinschauen müssen.

    Moderne Bildgebung für einen klaren Blick in die Tiefe

    Um das wahre Ausmaß des Knochenverlustes sichtbar zu machen, sind bildgebende Verfahren unverzichtbar. Sie gewähren uns einen Blick unter die Oberfläche – genau dorthin, wo der eigentliche Abbau stattfindet. In unserer Praxis vertrauen wir dabei auf moderne, strahlungsarme digitale Röntgentechnologie.

    Eine Übersichtsaufnahme (Orthopantomogramm, kurz OPG) zeigt uns den gesamten Kiefer und den Knochenverlauf um jede einzelne Zahnwurzel. Wir erkennen damit präzise:

  • Das aktuelle Knochenniveau: Wir sehen exakt, wie viel Knochen im Vergleich zum gesunden Zustand bereits verloren gegangen ist.
  • Die Form des Knochenabbaus: Verläuft der Abbau gleichmäßig horizontal oder hat er an manchen Zähnen tiefe, kraterförmige Defekte (vertikaler Abbau) hinterlassen?
  • Die Beteiligung der Zahnwurzeln: Besonders bei den Backenzähnen können wir beurteilen, ob die Entzündung bereits die Wurzelgabelung erreicht hat, was die Prognose des Zahnes beeinflusst.
  • Die dreidimensionale Analyse für komplexe Fälle

    Manchmal, besonders wenn wir einen Knochenaufbau für ein späteres Implantat planen oder der Knochenverlust sehr komplex ist, reicht eine zweidimensionale Ansicht nicht aus. Dann greifen wir auf die Digitale Volumentomographie (DVT) zurück.

    Diese fortschrittliche 3D-Röntgentechnik liefert eine unglaublich detailgetreue, dreidimensionale Darstellung Ihres Kiefers. Wir können den Knochen aus jedem Winkel betrachten, seine genaue Breite und Höhe ausmessen und die Lage wichtiger Strukturen wie Nervenbahnen exakt bestimmen. Diese Präzision ist die absolute Grundlage für eine sichere und vorhersagbare Behandlungsplanung.

    Unser Versprechen an Sie ist dabei absolute Transparenz. Wir erklären Ihnen jeden Befund verständlich direkt am Bildschirm und zeigen Ihnen genau, was wir sehen. Sie sollen jederzeit nachvollziehen können, warum wir eine bestimmte Therapie empfehlen. Diese fundierte Diagnostik ist der Schlüssel, um den Knochenabbau nicht nur zu stoppen, sondern die bestmögliche Basis für Ihre langfristige Mundgesundheit zu schaffen.

    Fühlen Sie sich unsicher, was den Zustand Ihres Zahnfundaments angeht? Lassen Sie uns gemeinsam für Klarheit sorgen. Buchen Sie jetzt Ihren Diagnosetermin bei Dr. Christina Dickel und machen Sie den ersten Schritt zu einem sicheren Fundament für Ihr Lächeln.

    Moderne Therapien: Wie wir Knochenabbau stoppen und Gewebe wieder aufbauen können

    Die Diagnose Knochenabbau an den Zähnen kann einem erst einmal den Boden unter den Füßen wegziehen. Aber die wichtigste Botschaft zuerst: Sie sind diesem Prozess keineswegs hilflos ausgeliefert. Die moderne Zahnmedizin hat heute ein beeindruckendes Arsenal an wirksamen Methoden, um den Knochenschwund nicht nur aufzuhalten, sondern verlorene Substanz in vielen Fällen sogar gezielt zurückzugewinnen.

    In unserer Praxis von Dr. Christina Dickel geht es nicht um Standardlösungen. Wir entwickeln für Sie einen ganz persönlichen Therapieplan, der genau auf Ihre Situation und Ihre Wünsche zugeschnitten ist. Unser Ziel ist es, das Fundament Ihrer Zähne zu retten und Ihnen die bestmögliche Prognose für die Zukunft zu geben.

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    Das Fundament jeder Behandlung: die Parodontitistherapie

    Da die Parodontitis der mit Abstand häufigste Auslöser für Knochenabbau ist, müssen wir genau hier ansetzen – an der Wurzel des Problems. Das absolute Fundament jeder erfolgreichen Behandlung ist daher die systematische Parodontitistherapie. Man kann es sich wie das Löschen eines Feuers vorstellen: Bevor wir mit dem Wiederaufbau beginnen, muss die Flamme – also die Entzündung – komplett erstickt werden.

    Der entscheidende erste Schritt ist eine professionelle Tiefenreinigung, die wir Scaling und Wurzelglättung nennen. Unter lokaler Betäubung entfernen wir dabei äußerst sorgfältig und schonend alle harten und weichen bakteriellen Beläge von den Zahn- und Wurzeloberflächen, auch tief unter dem Zahnfleischrand.

    Damit packen wir die Entzündungsursache direkt am Ort des Geschehens. Das Immunsystem kann endlich zur Ruhe kommen, die Schwellung lässt nach und der akute Abbauprozess wird gestoppt. Schon allein diese Maßnahme ist der Grundstein für die Heilung und den Erhalt Ihrer Zähne.

    Wenn der Knochen wieder wachsen soll: Regenerative Verfahren

    Ist der Knochenschwund bereits fortgeschritten und hat tiefe „Krater“ um die Zähne hinterlassen, reicht es oft nicht mehr, die Entzündung nur zu stoppen. Um dem Zahn wieder den nötigen Halt zu geben, kommen regenerative Verfahren ins Spiel. Das sind clevere Methoden, die den Körper gezielt dazu anregen, neues, eigenes Knochengewebe zu bilden.

    Eine der bewährtesten Techniken ist hier die gesteuerte Knochenregeneration (Guided Bone Regeneration, GBR). Dabei gehen wir Schritt für Schritt vor:

  • Reinigung des Defekts: Zuerst wird der Knochendefekt unter Sicht akribisch von entzündlichem Gewebe gereinigt.
  • Einbringen von Knochenmaterial: Anschließend füllen wir den Defekt mit einem speziellen Knochenersatzmaterial oder körpereigenem Knochen auf.
  • Abdeckung mit einer Membran: Der Clou ist die Abdeckung des Bereichs mit einer biokompatiblen Membran. Diese Membran wirkt wie eine schützende Barriere und verhindert, dass schnell wachsendes Weichgewebe den Raum für sich beansprucht.
  • Die Membran schafft sozusagen einen geschützten Raum, in dem die langsam wachsenden Knochenzellen ungestört neues, stabiles Knochengewebe aufbauen können. Sie dient als eine Art Platzhalter für die Regeneration.

    Diese Methode erlaubt es uns heute, selbst größere Knochendefekte aufzufüllen und Zähne zu erhalten, die früher vielleicht als verloren gegolten hätten.

    Knochenaufbau für ein stabiles Fundament

    In Fällen von sehr starkem Knochenschwund – etwa nach langjährigem Zahnverlust oder einer aggressiven Parodontitis – ist manchmal ein umfangreicherer Knochenaufbau (Augmentation) nötig. Das ist besonders wichtig, wenn später ein Zahnimplantat gesetzt werden soll. Denn ein Implantat braucht, genau wie ein natürlicher Zahn, ein solides Knochenfundament, um dauerhaft und sicher verankert zu sein.

    Für den Knochenaufbau stehen uns verschiedene Materialien zur Verfügung, die wir je nach Größe und Lage des Defekts sorgfältig auswählen:

  • Körpereigener Knochen (autolog): Er gilt als Goldstandard, da er vom Körper am besten angenommen wird und die Heilung optimal anstößt. Kleine Mengen können wir direkt aus dem Kieferbereich gewinnen.
  • Knochenersatzmaterialien (allogen, xenogen, alloplastisch): Diese Materialien tierischen, menschlichen oder synthetischen Ursprungs dienen als eine Art Gerüst. Die körpereigenen Knochenzellen wachsen in dieses Gerüst ein und ersetzen es im Laufe der Zeit durch neuen, eigenen Knochen.
  • Die Wahl der richtigen Methode und des passenden Materials hängt von vielen Faktoren ab. In der Praxis von Dr. Christina Dickel nehmen wir uns die Zeit, Sie umfassend über alle Optionen aufzuklären. Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile jeder Methode und finden gemeinsam die Lösung, die für Ihre Situation medizinisch am sinnvollsten ist und sich mit Ihren persönlichen Vorstellungen deckt.

    Der Knochenabbau an den Zähnen ist ein ernstes Thema, aber dank moderner Therapien heute sehr gut behandelbar. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie wir Ihr Lächeln wieder auf ein stabiles und gesundes Fundament stellen können.

    Zögern Sie nicht, den ersten Schritt zu machen. Buchen Sie jetzt Ihren persönlichen Beratungstermin bei Dr. Christina Dickel über unseren Online-Kalender.

    Wie Sie Ihr Zahnfundament langfristig schützen

    Eine erfolgreiche Behandlung gegen den Knochenabbau an den Zähnen ist ein riesiger Erfolg – aber der Weg zu einem dauerhaft stabilen Fundament ist damit noch nicht zu Ende. Jetzt beginnt die entscheidende Phase: das Sichern der Ergebnisse für die Zukunft. Ein großer Teil liegt nun in Ihrer Hand, doch Sie sind damit nicht allein. Wir in der Praxis von Dr. Christina Dickel verstehen uns als Ihre Partner auf diesem Weg.

    Stellen Sie es sich wie einen Garten vor, den Sie nach langer Mühe endlich von Unkraut befreit haben. Um ihn auf Dauer schön zu halten, reicht es nicht, sich einfach zurückzulehnen. Es braucht regelmäßige Pflege, damit das Unkraut keine Chance hat, zurückzukommen. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Parodontitis, der Hauptursache für den Knochenabbau.

    Der Schlüssel zum Erfolg: die unterstützende Parodontitistherapie

    Der absolute Eckpfeiler für den dauerhaften Schutz Ihres Kieferknochens ist die Unterstützende Parodontitistherapie (UPT). Das ist kein einmaliger Termin, sondern ein ganz persönliches Nachsorgeprogramm, das wir exakt auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden. Gemeinsam legen wir fest, in welchen Abständen Sie zu uns kommen – meistens sind das Intervalle von drei bis sechs Monaten.

    Sehen Sie die UPT als Ihre persönliche Versicherung für Ihr Zahnfundament. Jeder Termin ist eine aktive Maßnahme, um einem Wiederaufflammen der Entzündung vorzubeugen und den Knochenabbau dauerhaft in Schach zu halten.

    Bei diesen Terminen führen wir eine professionelle Zahnreinigung durch, die weit über das hinausgeht, was Sie zu Hause erreichen können. Wir entfernen gezielt und schonend bakterielle Beläge an schwer zugänglichen Stellen und in den vertieften Zahnfleischtaschen. So nehmen wir den schädlichen Bakterien jede Möglichkeit, sich erneut festzusetzen und Schaden anzurichten.

    Was Sie täglich tun können: Ihr Beitrag zählt

    Unsere professionelle Unterstützung in der Praxis ist die eine Hälfte des Erfolgs. Die andere, ebenso wichtige Hälfte, liegt in Ihrer täglichen Routine zu Hause. Eine sorgfältige und korrekte Mundhygiene ist das A und O, um das erreichte Ergebnis zu stabilisieren. Wir lassen Sie damit nicht im Regen stehen, sondern geben Ihnen ganz praktische, alltagstaugliche Anleitungen an die Hand.

    Gemeinsam schauen wir uns an, wie wir Ihre Technik bei diesen Punkten optimieren können:

  • Die richtige Putztechnik: Oft machen schon kleine Korrekturen einen riesigen Unterschied. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Zähne systematisch und sanft reinigen, ohne das empfindliche Zahnfleisch zu reizen.
  • Der Einsatz von Zahnseide: Die Zahnzwischenräume sind die kritischen Zonen, in denen sich Plaque ungestört ansammeln kann. Wir üben mit Ihnen den richtigen Umgang mit Zahnseide, damit Sie diese wichtigen Bereiche wirklich sauber bekommen.
  • Interdentalbürsten als wichtige Helfer: Für größere Zwischenräume, bei Brücken oder Implantaten sind Interdentalbürsten oft die bessere Wahl. Wir helfen Ihnen, die passenden Größen zu finden und zeigen Ihnen, wie Sie sie richtig anwenden.
  • Vergessen Sie nicht: Sie und wir sind ein Team mit einem gemeinsamen Ziel – Ihr stabiles Fundament für ein lebenslang gesundes Lächeln. Wir sehen uns als Ihre Coaches, die Sie motivieren, anleiten und bei jedem Schritt begleiten. Die Kombination aus unserer professionellen Nachsorge und Ihrer gewissenhaften Pflege zu Hause ist die stärkste Waffe gegen den Knochenabbau bei Zähnen.

    Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihr Lächeln auf einem sicheren Fundament steht – heute und in Zukunft. Machen Sie jetzt den nächsten wichtigen Schritt und sichern Sie Ihren Behandlungserfolg langfristig ab.

    Buchen Sie jetzt Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel über den Online-Kalender und planen Sie Ihre persönliche Nachsorge.

    Häufig gestellte Fragen zum Knochenabbau bei Zähnen

    Zum Abschluss möchten wir auf die Fragen eingehen, die uns Patientinnen und Patienten in unserer Praxis am häufigsten zum Thema Knochenabbau bei Zähnen stellen. Diese kleine Zusammenfassung soll Ihnen noch mehr Klarheit und Sicherheit geben.

    Kann sich einmal abgebauter Kieferknochen von selbst regenerieren?

    Nein, der Körper kann einmal verlorenen Kieferknochen leider nicht von allein wieder aufbauen. Wenn das Fundament Ihrer Zähne einmal geschwächt ist, bleibt dieser Defekt ohne zahnärztliche Hilfe bestehen.

    Die gute Nachricht ist aber: Moderne regenerative Verfahren können den Knochen gezielt wiederaufbauen und das Fundament für Ihre Zähne oder für Implantate stabilisieren. Der allererste und wichtigste Schritt ist jedoch immer, den Abbauprozess durch eine professionelle Therapie zu stoppen.

    Ist die Behandlung von Knochenabbau schmerzhaft?

    In unserer Praxis hat eine schmerzarme Behandlung höchste Priorität. Diagnostische Schritte wie das sanfte Messen der Zahnfleischtaschen spüren Sie in der Regel kaum.

    Bei therapeutischen Eingriffen, wie einer Tiefenreinigung oder chirurgischen Maßnahmen, sorgt eine effektive lokale Betäubung dafür, dass Sie während der Behandlung absolut nichts spüren. Wir achten sehr genau darauf, dass Sie sich bei uns wohl und sicher fühlen.

    Unser einfühlsames Team sorgt dafür, dass Ihre Behandlung so angenehm wie möglich verläuft. Ihre Sorgen und Bedürfnisse stehen für uns im Mittelpunkt.

    Wie lange dauert es, bis der Knochenabbau gestoppt ist?

    Der aktive Abbauprozess wird durch die initiale Parodontitistherapie in der Regel sofort gestoppt. Indem wir die Entzündung beseitigen, nehmen wir der Erkrankung die Grundlage.

    Der langfristige Erfolg hängt dann stark von Ihrer konsequenten Mundhygiene zu Hause und der regelmäßigen Teilnahme an der professionellen Nachsorge (UPT) ab. Knochenaufbauende Maßnahmen benötigen hingegen mehrere Monate, um vollständig zu heilen und ihre volle Stabilität zu erreichen.

    Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung?

    Die Kostenübernahme hängt von Ihrem Versicherungsstatus und dem individuellen Behandlungsplan ab. Die systematische Parodontitistherapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

    Spezielle regenerative Verfahren oder ein Knochenaufbau sind oft private Leistungen. Wir erstellen aber vor jeder Behandlung einen transparenten Heil- und Kostenplan und klären Sie ganz offen und verständlich über alle Kosten auf.

    Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie den Zustand Ihres Zahnfundaments professionell abklären lassen? Das Team der Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel ist für Sie da. Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin für eine umfassende Beratung.

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