Karies am Zahnfleisch: Verstehen, Erkennen und Behandeln

Karies am Zahnfleisch: Verstehen, Erkennen und Behandeln

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Karies am Zahnfleisch, oft auch als Zahnwurzelkaries oder Zahnhalskaries bezeichnet, ist eine besonders tückische Form von Zahnschäden. Sie entsteht genau dort, wo der Zahn am verletzlichsten ist: am ungeschützten Zahnhals.

Normalerweise liegt dieser Bereich sicher unter dem Zahnfleisch verborgen. Zieht sich das Zahnfleisch jedoch zurück, liegt die weiche Zahnwurzel frei – und wird zur idealen Angriffsfläche für aggressive Säuren aus Plaque-Bakterien. Im Gegensatz zur harten Zahnkrone fehlt der Wurzel die schützende Schmelzschicht, weshalb Karies hier deutlich schneller und aggressiver vordringen kann.

Was Karies am Zahnfleisch wirklich bedeutet

Stellen Sie sich die Wurzel eines Baumes vor, die plötzlich ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist. Ganz ähnlich ergeht es Ihren Zähnen, wenn das Zahnfleisch zurückgeht. Diese spezielle Form der Karies befällt nicht die robuste Kaufläche, sondern den empfindlichen Übergangsbereich direkt am Zahnfleischrand – den Zahnhals.

Der entscheidende Unterschied liegt im natürlichen Schutz. Ihre Zahnkrone ist von Zahnschmelz umhüllt, der härtesten Substanz im menschlichen Körper. Die Zahnwurzel hingegen ist nur von einer dünnen Schicht Zahnzement bedeckt, die wesentlich weicher und damit anfälliger für Säureangriffe ist.

Der freigelegte Zahnhals als Schwachstelle

Wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht – ein Prozess, den wir als Rezession bezeichnen –, liegt der empfindliche Zahnhals plötzlich blank. Ab diesem Moment ist die Tür für Bakterien sperrangelweit offen. Plaque, dieser klebrige Biofilm aus Bakterien und Speiseresten, kann sich hier besonders gut festsetzen.

Diese Bakterien verwandeln Zucker aus unserer Nahrung in Säuren, die den Zahn angreifen. Während der harte Zahnschmelz diesen Attacken eine Weile standhält, wird das weiche Wurzel-Dentin rapide entmineralisiert und zerstört. Karies am Zahnhals schreitet deshalb oft viel schneller voran als auf der Krone.

Die folgende Infografik verdeutlicht den Unterschied zwischen einem gesunden Zahn und einem, der von Wurzelkaries betroffen ist:

Informationsbild zum Thema Zahngesundheit - Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel

Man sieht klar, wie der Zahnfleischrückgang die schutzlose Zahnwurzel freilegt und sie zu einem leichten Ziel für Kariesbakterien macht.

Um die Unterschiede noch klarer herauszustellen, haben wir die beiden Kariesformen hier gegenübergestellt:

Zahnwurzelkaries im Vergleich zu klassischer Karies

Die Tabelle verdeutlicht die zentralen Unterschiede zwischen Karies am empfindlichen Zahnfleischrand (Wurzelkaries) und Karies auf der widerstandsfähigen Zahnkrone.

MerkmalKaries am Zahnfleisch (Wurzelkaries)Karies auf der Zahnkrone (Schmelzkaries)
Ort des BefallsFreiliegender Zahnhals und WurzeloberflächeKauflächen, Seitenflächen der Zahnkrone
SchutzschichtDünner, weicher ZahnzementExtrem harter, widerstandsfähiger Zahnschmelz
FortschreitenSehr schnell und aggressivLangsamer, da der Schmelz mehr Widerstand leistet
SchmerzempfindenOft frühe und starke SchmerzempfindlichkeitSchmerzen treten meist erst in einem späten Stadium auf
RisikofaktorZahnfleischrückgang (Rezession)Hoher Zuckerkonsum, mangelnde Mundhygiene

Diese Unterschiede zeigen, warum bei Verdacht auf Wurzelkaries schnelles Handeln so wichtig ist.

Ein weit verbreitetes Problem

Diese Problematik ist alles andere als selten. Karies gilt in Deutschland als Volkskrankheit Nummer eins, von der fast 99 Prozent der Erwachsenen im Laufe ihres Lebens betroffen sind. Obwohl es bei jüngeren Menschen dank besserer Prophylaxe große Erfolge gibt, bleibt Karies eine Herausforderung – besonders im Zusammenspiel mit Zahnfleischproblemen. Mehr über die Verbreitung von Karies in Deutschland erfahren Sie auf 360gradzahn.de.

Wichtig zu wissen: Karies am Zahnfleisch schreitet nicht nur schneller voran, sie liegt auch viel näher am Zahnnerv. Das bedeutet, dass Schmerzen und ernste Komplikationen oft früher auftreten als bei der klassischen Karies auf der Zahnkrone.

Wenn Sie Verfärbungen am Zahnfleischrand bemerken oder eine erhöhte Empfindlichkeit auf Kaltes, Heißes oder Süßes feststellen, ist schnelles Handeln entscheidend. Eine frühzeitige Diagnose in unserer Praxis kann den Zahn oft noch mit minimalen Maßnahmen erhalten. Zögern Sie nicht und sichern Sie sich Ihre Zahngesundheit – buchen Sie jetzt Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel.

Die wahren Ursachen: Warum Zahnhälse freiliegen und Karies entsteht

Karies am Zahnfleischrand ist fast nie ein Problem, das aus heiterem Himmel kommt. Die Wurzel des Übels liegt tiefer – genauer gesagt, in einem Rückzug des Zahnfleisches. Diesen Prozess nennen wir Zahnärzte Zahnfleischrückgang oder Rezession. Erst wenn das Zahnfleisch seine schützende Funktion verliert und die empfindlichen Zahnhälse freilegt, haben Kariesbakterien leichtes Spiel.

Stellen Sie sich Ihr Zahnfleisch wie eine Küstenlinie vor, die über Jahre hinweg langsam von der Brandung abgetragen wird. Verschiedene Kräfte nagen daran und zwingen es, sich Millimeter für Millimeter zurückzuziehen, bis die schutzlosen Zahnwurzeln ungeschützt daliegen.

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Die Hauptauslöser für Zahnfleischrückgang

Oft ist es eine Kombination aus alltäglichen Gewohnheiten und unbemerkten Erkrankungen, die den Grundstein für spätere Probleme legt. Mehrere Faktoren können dazu führen, dass Ihr Zahnfleisch den Halt verliert.

Die häufigsten Übeltäter in unserer Praxis sind:

  • Parodontitis: Das ist mit Abstand der Hauptgrund. Diese chronische Entzündung des Zahnhalteapparates verläuft oft lange unbemerkt. Sie zerstört schleichend den Kieferknochen, und das Zahnfleisch hat keine andere Wahl, als sich mit zurückzuziehen.
  • Falsche Putztechnik: Wer mit zu viel Druck und einer harten Zahnbürste „schrubbt“, putzt sich das Zahnfleisch buchstäblich weg. Statt zu reinigen, verursachen diese aggressiven Bewegungen auf Dauer massive Schäden.
  • Zähneknirschen (Bruxismus): Der enorme Druck, der oft nachts unbewusst auf die Zähne wirkt, überlastet nicht nur den Zahnschmelz, sondern auch das Zahnfleisch. Diese Dauerbelastung kann Mikrorisse verursachen und den Rückgang des Zahnfleisches beschleunigen.
  • Altersbedingte Veränderungen: Mit den Jahren wird auch unser Zahnfleisch dünner und verliert an Widerstandskraft. Ein gewisser natürlicher Rückgang ist daher nicht ungewöhnlich, muss aber im Auge behalten werden.
  • Ein oft unterschätzter Faktor: Medikamente. Bestimmte Präparate, zum Beispiel gegen Bluthochdruck oder Depressionen, können als Nebenwirkung zu Mundtrockenheit führen. Weniger Speichel bedeutet aber auch weniger natürlichen Schutz, denn er neutralisiert Säuren und spült Bakterien weg.

    Risikofaktoren, die Karies zusätzlich befeuern

    Ist der Zahnhals erst einmal freigelegt, kommen weitere Risiken ins Spiel, die die Entstehung von Karies am Zahnfleisch regelrecht anheizen. Es ist das verhängnisvolle Zusammenspiel aus ungeschützter Wurzeloberfläche und einem zahnschädlichen Umfeld.

    Hierzu zählen vor allem:

  • Zuckerreiche Ernährung: Häufige zuckerhaltige Snacks oder süße Getränke zwischendurch sind wie ein Dauerbuffet für Kariesbakterien. Sie produzieren daraus aggressive Säuren, die den weicheren Zahnhals angreifen.
  • Mangelnde Zwischenraumpflege: Karies am Zahnhals beginnt oft unbemerkt in den Zahnzwischenräumen. Wer auf Zahnseide oder Interdentalbürsten verzichtet, überlässt den Bakterien dort das Feld.
  • Saurer Reflux (Sodbrennen): Aufsteigende Magensäure ist extrem aggressiv. Sie greift den ungeschützten Zahnhals direkt an und kann seine Struktur massiv schwächen.
  • Für einen Berufstätigen kann der ständige Griff zum gesüßten Kaffee am Schreibtisch das Risiko massiv erhöhen, während bei Senioren oft die Mundtrockenheit durch Medikamente den Ausschlag gibt. Erkennen Sie sich in einem dieser Muster wieder? Dann ist es an der Zeit, aktiv zu werden.

    Eine frühzeitige Untersuchung kann die Ursachen aufdecken, bevor ernsthafte Schäden entstehen. Warten Sie nicht auf die ersten Schmerzen. Buchen Sie jetzt Ihren Vorsorgetermin bei Dr. Christina Dickel und lassen Sie uns gemeinsam Ihr persönliches Risiko bewerten.

    Frühe Warnzeichen und Symptome richtig deuten

    Karies am Zahnfleisch ist ein stiller Angreifer. Anders als das klassische Loch auf der Kaufläche, das sich schnell bemerkbar macht, beginnt die Zerstörung am empfindlichen Zahnhals oft unbemerkt und im Verborgenen. Doch Ihr Körper sendet feine Signale, lange bevor echter Schmerz einsetzt.

    Diese ersten Anzeichen zu kennen und richtig zu deuten, ist der Schlüssel, um rechtzeitig gegenzusteuern und größere Schäden zu verhindern. Sehen Sie es als eine Art Frühwarnsystem Ihrer Zähne.

    Was man sehen kann: Anzeichen am Zahnfleischrand

    Eines der ersten und klarsten Symptome sind sichtbare Veränderungen genau dort, wo der Zahn aus dem Zahnfleisch tritt. Halten Sie bei der täglichen Pflege Ausschau nach diesen verräterischen Hinweisen:

  • Dunkle Verfärbungen: Achten Sie auf kleine Flecken oder feine Linien direkt am Zahnhals. Die Farbe kann von gelblich über bräunlich bis hin zu schwarz reichen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass Mineralien aus dem weicheren Wurzeldentin herausgelöst werden.
  • Matte, kreidige Stellen: Manchmal kündigt sich die Karies auch als matter, kreidig-weißer Fleck an – ein sogenannter „White Spot“. Hier hat die aktive Entkalkung der Zahnoberfläche bereits begonnen.
  • Interessanterweise zeigen auch andere zerstörerische Prozesse, wie etwa Schimmel, ganz ähnliche erste Warnzeichen in Form von Verfärbungen. Mehr über die erste Anzeichen von Schimmelbildung erfahren Sie beispielsweise bei Mr. Clean.

    Was man fühlen kann: Spürbare Symptome im Alltag

    Meist bleibt es nicht lange bei rein optischen Veränderungen. Weil der Zahnhals viel weniger Schutz hat und näher am empfindlichen Zahnnerv liegt als die Zahnkrone, treten spürbare Symptome oft erstaunlich früh auf.

    Ein klassisches Alarmsignal ist eine plötzlich auftretende Empfindlichkeit gegenüber Reizen. Ein kurzer, stechender Schmerz bei heißen, kalten, süßen oder sauren Speisen und Getränken ist ein typisches Indiz dafür, dass der Schutz des Zahnhalses durchbrochen ist.

    Manchmal lässt sich die Veränderung sogar mit der Zunge ertasten. Fahren Sie einmal vorsichtig mit der Zungenspitze über den Zahnfleischrand. Fühlt es sich dort rau an oder spüren Sie vielleicht sogar eine kleine Einkerbung? Das kann ein direkter Hinweis auf beginnenden Substanzverlust sein.

    Da diese tückische Kariesart besonders gern versteckt in den Zahnzwischenräumen startet, bleibt sie für das bloße Auge oft lange unsichtbar. Warten Sie deshalb bitte nicht, bis der Schmerz unerträglich wird. Wenn Ihnen eines dieser Symptome bekannt vorkommt, ist es höchste Zeit für eine professionelle Abklärung. Buchen Sie direkt online Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel, um Gewissheit zu bekommen und Ihre Zähne wirksam zu schützen.

    Wie wir Karies am Zahnfleisch schonend und effektiv behandeln

    Die Diagnose „Karies am Zahnfleisch“ ist erstmal ein Schreck, aber kein Grund zur Panik. In unserer Praxis legen wir größten Wert darauf, dass Sie sich von Anfang an gut aufgehoben fühlen. Eine Behandlung am empfindlichen Zahnhals erfordert besonderes Fingerspitzengefühl, deshalb erklären wir Ihnen jeden Schritt ganz genau und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

    Unser Vorgehen ist präzise und zielt immer darauf ab, Ihren Zahn langfristig zu erhalten. Alles beginnt mit einer sorgfältigen Diagnose, bei der wir mit modernen Lupenbrillen und digitalen Hilfsmitteln das genaue Ausmaß der Karies bestimmen. Nur so können wir die perfekte, auf Sie zugeschnittene Behandlungsmethode auswählen.

    Informationsbild zum Thema Zahngesundheit - Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel

    Behandlung ohne bohren bei beginnender Karies

    Wenn sich die Karies am Zahnfleisch noch ganz am Anfang befindet – oft nur als kreidig-weißer oder leicht bräunlicher Fleck erkennbar –, kann der Bohrer meist im Schrank bleiben. In diesem Stadium ist der Zahnhals zwar entmineralisiert, aber die Oberfläche ist noch intakt.

    Hier setzen wir voll auf gezielte Remineralisierung, um den Zahn quasi von innen heraus zu heilen.

  • Professionelle Fluoridierung: Wir tragen hochkonzentrierte Fluoridlacke direkt auf die betroffene Stelle auf. Diese wirken wie ein Schutzschild und helfen aktiv dabei, wichtige Mineralien aus Ihrem Speichel wieder in den geschwächten Zahnhals einzulagern.
  • Kariesinfiltration: Bei dieser innovativen Methode versiegeln wir die poröse Stelle mit einem hochflüssigen Kunststoff. Er dringt tief in den angegriffenen Zahnhals ein und stoppt das Fortschreiten der Karies, ohne dass auch nur ein Millimeter gesunder Zahnsubstanz geopfert werden muss.
  • Beide Verfahren sind nicht nur extrem schonend und schmerzfrei, sondern erhalten Ihren Zahn in seiner ursprünglichen Form.

    Rekonstruktion bei fortgeschrittener Karies

    Ist die Karies schon tiefer vorgedrungen und hat ein richtiges „Loch“ im Zahnhals hinterlassen, müssen wir das erkrankte Gewebe entfernen. Unser oberstes Gebot dabei: so wenig Zahnsubstanz wie möglich opfern und den Zahn stabil und ästhetisch wiederaufbauen.

    Wir entfernen nur so viel vom Zahn, wie absolut notwendig ist. Anschließend rekonstruieren wir den Defekt mit hochwertigen, zahnfarbenen Komposit-Füllungen. Diese modernen Materialien tragen wir in einer sorgfältigen Schichttechnik auf, sodass sie sich farblich perfekt an Ihren natürlichen Zahn anpassen. Das Ergebnis ist eine quasi unsichtbare und langlebige Versorgung, die sich nahtlos in Ihr Lächeln einfügt.

    Für uns steht eine schmerzarme Behandlung immer im Fokus. Eine lokale Betäubung sorgt dafür, dass der Eingriff für Sie völlig entspannt abläuft. Wir möchten, dass Sie unsere Praxis nicht nur mit einem gesunden, sondern auch mit einem guten Gefühl wieder verlassen.

    Haben Sie eine Veränderung am Zahnfleischrand bemerkt oder sind Ihre Zähne empfindlich geworden? Warten Sie nicht länger, sondern lassen Sie uns die Ursache abklären. Buchen Sie jetzt Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel und erfahren Sie, wie wir Funktion und Ästhetik schonend wiederherstellen können.

    Ihre persönliche Strategie gegen Zahnwurzelkaries

    Der beste Schutz vor Karies am Zahnfleisch ist eine kluge und konsequente Vorbeugung. Statt passiv abzuwarten, können Sie mit gezielten täglichen Maßnahmen das Risiko aktiv in den Griff bekommen. Stellen Sie sich Ihre Mundpflege wie ein persönliches Schutzschild vor, das Sie jeden Tag aufs Neue stärken.

    Der Schlüssel liegt darin, den Kariesbakterien ihre Lebensgrundlage zu entziehen und gleichzeitig die Widerstandskraft Ihrer Zähne zu erhöhen. Mit der richtigen Strategie nehmen Sie Ihre Mundgesundheit selbst in die Hand und können der Entstehung von Zahnwurzelkaries wirksam vorbeugen.

    Informationsbild zum Thema Zahngesundheit - Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel

    Die fundamentalen Bausteine Ihrer Prävention

    Eine wirksame Strategie gegen Karies am Zahnfleisch stützt sich auf vier Säulen, die eng miteinander verknüpft sind. Jede einzelne ist für sich genommen wichtig, doch erst im Zusammenspiel entfalten sie ihre volle Schutzwirkung.

  • Sanfte und gründliche Reinigung: Die richtige Putztechnik ist absolut entscheidend. Greifen Sie zu einer weichen Zahnbürste und üben Sie nur leichten Druck aus, um das empfindliche Zahnfleisch zu schonen. Konzentrieren Sie sich dabei ganz besonders auf den Zahnfleischrand, denn genau hier nistet sich Plaque am liebsten ein.
  • Sorgfältige Zwischenraumpflege: Wussten Sie, dass die Zahnbürste allein nur etwa 70 % der Zahnoberflächen erreicht? Gerade in den Zwischenräumen beginnt Wurzelkaries oft schleichend und unbemerkt. Die tägliche Anwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten ist daher kein optionaler Luxus, sondern eine absolute Notwendigkeit.
  • Gezielte Stärkung durch Fluorid: Fluorid ist der beste Freund Ihrer Zähne. Es härtet nicht nur den Zahnschmelz, sondern auch das weichere Wurzeldentin, macht beide widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und hilft sogar, beginnende Schäden zu reparieren. Eine fluoridhaltige Zahnpasta gehört daher zur täglichen Routine.
  • Bewusste Ernährung: Reduzieren Sie die Häufigkeit, mit der Sie Zucker und Säuren zu sich nehmen. Jeder Snack zwischendurch ist ein neuer Säureangriff auf Ihre Zähne. Gönnen Sie Ihrem Mund längere Pausen, in denen der Speichel seine wichtige Reparaturfunktion ungestört erfüllen kann.
  • Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ist beeindruckend. In Deutschland konnte die Karies bei Kindern seit der Einführung gezielter Prophylaxe um beeindruckende 90 Prozent gesenkt werden. Lesen Sie mehr darüber, wie erfolgreich Deutschland bei der Karies-Bekämpfung ist, auf aok.de.

    Ihr persönlicher Präventions-Check für gesunde Zahnhälse

    Um Ihnen den Einstieg in eine routinierte und lückenlose Prävention zu erleichtern, haben wir eine kleine Checkliste für Sie zusammengestellt. So behalten Sie den Überblick und können sicherstellen, dass Sie an alles Wichtige denken.

    FrequenzMaßnahmeWarum es wichtig ist
    Täglich2x Zähneputzen mit fluoridhaltiger ZahnpastaEntfernt Plaque und stärkt das Wurzeldentin gegen Säureangriffe.
    Täglich1x Zahnzwischenräume reinigen (Zahnseide/Bürstchen)Beseitigt Bakterien an den schwer erreichbaren Stellen, wo Karies oft beginnt.
    TäglichZuckerkonsum reduzieren & Pausen zwischen MahlzeitenGibt dem Speichel Zeit, den Zahnschmelz zu reparieren und Säuren zu neutralisieren.
    Wöchentlich1x hochkonzentriertes Fluoridgel anwendenBietet einen zusätzlichen Schutzschild und intensive Mineralisierung für freiliegende Zahnhälse.
    HalbjährlichKontrolltermin in der ZahnarztpraxisErmöglicht die frühzeitige Erkennung von Problemen, bevor sie ernst werden.
    HalbjährlichProfessionelle Zahnreinigung (PZR)Entfernt hartnäckigen Zahnstein und Beläge, die Sie zu Hause nicht erreichen können.

    Mit dieser Routine schaffen Sie eine solide Basis für langfristig gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch.

    Ihr wichtigster Verbündeter: Die professionelle Zahnreinigung

    Selbst die beste Pflege zu Hause stößt irgendwann an ihre Grenzen. Hartnäckige Beläge und Zahnstein können sich an schwer zugänglichen Stellen festsetzen – die perfekten Nistplätze für Bakterien. Die regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) in unserer Praxis ist deshalb Ihr wirksamster Schutzschild.

    Hier entfernen wir alle harten und weichen Beläge absolut gründlich, polieren die Oberflächen, um eine Neuanlagerung zu erschweren, und tragen zum Abschluss einen hochkonzentrierten Fluoridlack auf. Die PZR ist die perfekte Ergänzung zu Ihren täglichen Bemühungen und ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg.

    Sind Sie bereit, Ihr persönliches Schutzprogramm zu starten oder zu optimieren? Warten Sie nicht auf die ersten Anzeichen, sondern werden Sie proaktiv. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin zur Kontrolle und professionellen Zahnreinigung. Buchen Sie hier Ihren Termin bei Dr. Christina Dickel.

    Ergreifen Sie jetzt die Initiative für Ihre Zahngesundheit

    Sie wissen jetzt: Karies am Zahnfleisch ist eine ernstzunehmende Angelegenheit, aber sie ist gut behandelbar und – was noch wichtiger ist – vermeidbar. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei immer in der Kombination aus Ihrer täglichen, sorgfältigen Pflege zu Hause und unserer professionellen Unterstützung in der Praxis.

    Warten Sie nicht, bis erste Beschwerden oder gar Schmerzen auftreten. Proaktiv zu handeln, ist der beste Weg, um Ihr Lächeln langfristig zu schützen und Ihre Zähne gesund zu halten. Die frühzeitige Erkennung von Risiken macht den entscheidenden Unterschied.

    Nehmen Sie Ihre Zahngesundheit aktiv in die Hand. Ein Kontrolltermin ist der erste und wichtigste Schritt, um Klarheit über den Zustand Ihrer Zähne zu erhalten und verborgene Gefahren aufzudecken.

    Vereinbaren Sie noch heute Ihren Vorsorgetermin in unserer Praxis in München. Dr. Christina Dickel und ihr Team beraten Sie gerne individuell und umfassend, um gemeinsam mit Ihnen die beste Strategie für Ihr gesundes Lächeln zu entwickeln.

    Buchen Sie hier Ihren Termin online

    Häufige Fragen zu Karies am Zahnfleisch

    Im Praxisalltag hören wir immer wieder ähnliche Fragen zu Karies am Zahnfleisch und freiliegenden Zahnhälsen. Hier haben wir die wichtigsten Antworten für Sie kurz und verständlich zusammengefasst.

    Kann sich zurückgebildetes Zahnfleisch wieder erholen?

    Diese Frage beschäftigt viele unserer Patienten. Leider ist es so, dass einmal verlorenes Zahnfleisch nicht von selbst wieder nachwächst. Unser oberstes Ziel ist es daher, den Rückgang sofort zu stoppen und die Ursache – sei es eine Parodontitis oder eine falsche Putztechnik – konsequent zu behandeln.

    In bestimmten Fällen gibt es aber Hoffnung: Mit mikrochirurgischen Verfahren können wir freiliegende Bereiche oft wieder abdecken und so nicht nur die Ästhetik, sondern auch den Schutz des Zahnes wiederherstellen.

    Ist Karies am Zahnfleisch schmerzhafter?

    Ja, das ist oft der Fall. Der Zahnhals reagiert deutlich empfindlicher, weil ihm der harte Schutzmantel des Zahnschmelzes fehlt. Da dieser Bereich auch viel näher am Zahnnerv liegt, können Reize wie Kälte, Wärme oder Süßes stärkere Schmerzen auslösen als bei Karies auf der Kaufläche.

    Die Behandlung selbst ist dank moderner Betäubungsmethoden aber keineswegs schmerzhafter.

    Wir sorgen dafür, dass Sie sich während der gesamten Behandlung jederzeit wohl und sicher fühlen. Ihr Komfort hat für uns oberste Priorität.

    Welche Zahnpasta ist bei freiliegenden Zahnhälsen am besten?

    Hier sollten Sie auf eine speziell für empfindliche Zähne entwickelte Zahnpasta setzen. Achten Sie auf zwei entscheidende Merkmale, um Ihren Zähnen den besten Schutz zu bieten:

  • Niedriger Abrieb: Ein geringer RDA-Wert (unter 70) ist entscheidend. Er schont die weiche Wurzeloberfläche und verhindert, dass Sie beim Putzen wertvolle Zahnsubstanz abtragen.
  • Hoher Fluoridgehalt: Fluorid, idealerweise in Form von Aminfluorid, ist wie ein Schutzschild für den Zahnhals. Es stärkt die Zahnstruktur, macht sie widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und fördert die Remineralisierung.
  • Diese Kombination ist die beste Verteidigung für Ihre empfindlichen Zahnhälse.

    Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie Ihren individuellen Fall mit uns besprechen? Das Team der Zahnarztpraxis Dr. Christina Dickel ist für Sie da. Zögern Sie nicht, Ihre Zahngesundheit in die Hand zu nehmen. Buchen Sie jetzt ganz einfach online Ihren Termin.

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    Dr. Christina Dickel

    Стоматолог с более чем 15-летним опытом в современной стоматологии

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